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Im Test: Dead Space 3 - Druckversion

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Im Test: Dead Space 3 - pvpwinner - 25.02.2013 18:13



Genre: Third-Person Shooter
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Visceral Games
Systeme: PS3, Xbox 360, PC

Online-Multiplayer: Ja
Uncut: Ja
Altersfreigabe: USK 18
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch

Dateninstallation: Ja
PlayStation Move: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein
Online-Pass: Ja

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Erst Resident Evil, dann Dead Space...?

Die Serie „Dead Space“ ist vor allem durch den übertriebenen Horror auf dem Spielemarkt bekannt geworden – der erste Teil ist von den Gamern sogar als „zu angsteinflössend“ eingestuft worden. Doch genau deshalb hat sich Dead Space als Klassiker unter Titeln wie Resident Evil und GTA etabliert. Mit dem dritten Teil möchte Visceral Games mehr Spieler erreichen und schwächt den Horror-Aspekt, während die Action gestiegen ist. Schon die ersten Screenshots haben uns den Ko-Op-Modus offenbart, was viele Skeptiker nicht überzeugt hat. Sehr skeptisch waren auch wir, als wir zum ersten Mal die Demo-Version angespielt haben. Als Erklärung für diese Veränderungen äußerte sich der Autor des ersten Teil zur Abwechslung des Spiels – man würde doch eher gelangweilt sein, immer wieder denselben Horror zu erleben, während parallel dazu lediglich das Raumschiff ausgetauscht wird. Die Weiterentwicklung sei eine Maßnahme, um das Dead Space-Universum völlig erkunden zu können. Ob die Veränderung nun berechtigt ist oder nicht, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zum dritten Teil von Dead Space.


Es war einmal der Planet „Tau Volantis“...

Es ist leider so weit – die Ressourcen auf dem Planeten Erde sind nun zu Ende, neue Energie-Alternativen müssen her. So fand man sogenannte „Marker“ – Quelle der unendlichen Energie. Doch auch bei der scheinbar perfekten Lösung für das Problem gibt es einen Haken. Diese Energiekerne führten zu zahlreichen Mutationen, welche als Nekromorph bezeichnet werden. Isaac Clarke ist nach den Ereignissen von Teil eins und zwei in Besitz vom wertvollen Wissen – den Bauplänen von diesen „Markern“ um genauer zu sein. Umso wichtiger ist er für eine Expedition auf den Planeten „Tau Volantis“, welche die Lösung für das Problem beinhalten sollte. Angeblich existiert eine einzigartige Waffe, mit Hilfe dessen Isaac & Co. Die Nekromorphs auslöschen können.

Die Story können wir sogar in zwei Teile aufteilen. Im ersten Teil erleben Spieler das altbekannte Gruseln im Weltall, gefolgt von schmalen, dunklen und schwach beleuchteten Gängen. Der zweite Teil findet auf dem Planeten „Tau Volantis“ statt. Richtig gruselig ist es nicht gewesen, vielmehr eher das Gegenteil – die komplett weiße Umgebung ist kurzfristig zwar eine nette Abwechslung, aber hierbei wird mehr Action als Horror geboten. Die Handlung an sich ist spannend gestaltet. Die Entwickler nehmen die Handlungsstränge vom ersten und zweiten Teil wieder auf und führen samt Teil drei alle zu einem, wir sagen mal befriedigenden oder eher akzeptablen Ende zusammen. Für Ko-Op-Spieler gibt es ebenfalls ein nettes Feature; John Carter, den vor allem die zweiten Spieler steuern, wird von Halluzinationen geplagt. Dies wirkt sich auf die Zwischensequenzen aus, in denen der erste Spieler nichts erkennt, während der Carter-Spieler gegen imaginäre Monster kämpft.


„Das Wüten der ganzen Welt“

Wie in den Vorgängern bleibt das Gameplay teilweise gleich. Ihr seid mit dem Plasma-Cutter ausgerüstet, um gegen die Horden an Gegnern überhaupt eine Chance zu haben. Die beste Methode um die Nekromorphs zu erledigen, ist es ihnen die Gliedmaßen abzuschneiden. Falls ihr Glück habt, droppt das ein oder andere Ungeziefer nützliche Waffen-Komponenten. Wofür ? Na für die Waffenbank, welche euch erlaubt, die Waffen in einzelnen Komponenten zu modifizieren. Hinzu kommen noch insgesamt vier Waffenslots, in denen etwa Upgrades für Nachladen oder Durchschlagskraft ausgerüstet wird. Neue Komponenten und Ressourcen sind darüber hinaus in herumliegenden Kisten zu finden oder können dazu noch gegen echtes Geld gekauft werden. EA fügt als Feature die sogenannten Microtransactions hinzu – damit können Spieler auf ihr PSN-Guthaben zugreifen und Waffen und weitere Komponenten kaufen. Dies ist aber eh nicht notwendig, da man auch ohne sehr gut zurecht kommen kann.

Doch sprechen wir mal den Horror-Aspekt an. Ist in Dead Space trotz der Action-Einlagen noch genug Dead Space drinnen ? Zum Teil ja, allerdings kommt nach Ankunft auf dem Eisplaneten das Gefühl auf, Lost Planet 2 zu spielen. Zu sehr ähneln die riesigen Monster den Akriden von Capcom. Auch die Schwachstellen sehen ähnlich orange aus. Leider ist Isaac von Gefühl her sehr träge was seine Bewegung angeht. Auch das schnelle Ausweichen macht die Sache nicht besser. Die Gegner sind deutlich schneller als der Hauptcharakter. Da hilft oft nur die Stase-Fähigkeit von Isaac. Was wir ebenfalls sehr bemängeln wollen, ist der Fakt, dass die Gegner stets in Überzahl kommen und der Spieler permanent mit dem Nachladen beschäftigt ist. Das Auftauchen der Gegnerwellen ist nahezu vorhersehbar und weist kaum ein Stück Horror auf.

Für zwei Spieler überlegten sich EA und Visceral Games einen Online-Support, der zwei Spieler verbinden soll. Anzumerken ist aber, dass es keinen Offline-Ko Op für Dead Space 3 gibt ! Es ist dieselbe Geschichte wie damals bei Ghost Recon: Future Soldier – auf der Verpackung steht 1 bis 2 Spieler; was aber nicht erwähnt ist, dass eine Online-Verbindung vorausgesetzt wird. Andererseits würde auch nicht die Idee mit den Wahnvorstellungen eures Partners funktionieren. Die Story ändert sich für zwei Spieler nicht bzw. eher im geringeren Maße.


Wunderschöne Weltraumkulissen und weitreichende Panorama-Bilder

Technisch bietet Dead Space 3 eine vorbildliche Leistung. Besonders beeindruckt sind wir von den Außenmissionen im Weltall, wo Schwerkraft keine Rolle spielt und im Hintergrund der Eisplanet zu erkennen ist. Auch die Flare-Effekte sind mehr als passend gewählt worden. Dabei fühlt man sich wirklich wie im Weltraum und bekommt am besten das Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt. Die Monster sehen ebenfalls schaurig aus, was dem ohnehin eingeschränkten Horror zugute kommt. Die richtige Atmosphäre erreichen die Entwickler durch scharfe Texturen, schwach flackernde Lichter und blutverschmierte Wände. Auf dem Eisplaneten kann man hingegen durch die starken Schnee-Stürme ja fast schon gar nichts mehr erkennen. Dass gleich ein Monster auftaucht, kommt jedem Spieler sofort in den Sinn.

Die schneeweißen Landschaften sind einfach atemberaubend und vermitteln, kann man so sagen – ein gewisses Gefühl von Freiheit. Wir sind ebenso skeptisch gewesen, wie es die Entwickler schaffen in einer Winterlandschaft Schrecken hervorzurufen. Unsere Skepsis hat sich wieder einmal bestätigt – gegen Ende schießt ihr euch durch menschliche Feinde durch. Decken & Schießen stehen dabei im Vordergrund. Wir müssen aber noch sagen, dass das Deckungssystem ein totaler Reinfall ist. Besser wäre es, dass sich Isaac an eine Wand anlehnt und darunter duckt, statt sich einfach nur davor hinzusetzen.


Hervorragende Soundkulisse

Die deutschen Sprecher sind bekanntermaßen nicht so beliebt in der Spiele-Brache. Doch ausnahmsweise machen die Synchronsprecher von Dead Space 3 einen guten Job. Die Charaktere sind authentisch und ernst genommen worden. Für den Horror sorgen dafür schreckliche Schreie, die jeden Spieler nervös machen. Man guckt in jede Ecke, dreht sich um, aber es ist niemand da. So kann man natürlich jeden auf Trap halten. Im Weltraum unterstreichen die Entwickler die unendlichen Weiten mit Hilfe der melancholischen Untermalung.


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Das Fazit:

„Wenn man Dead Space 3 ohne Hinsicht auf die Vorgänger betrachtet, scheint es ein solides Spiel zu sein, welches auch noch viel Spaß bereitet. Man merkt aber auch die Parallelen zu Resident Evil 6, bezüglich der Orientierung an Action sowie Ko-Op-Inhalte. Das Deckungssystem und die Vorhersehbarkeit vor dem Auftauchen der Gegner sind die größten Schwächen des dritten Teils. Die atemberaubende Grafik ist dank der Frostbite Engine 2 gelungen und weist scharfe Texturen auf. Auch die deutschen Sprecher haben ihr Können bewiesen. Für Fans der Serie ist der Titel nicht wegen dem Horror interessant, sondern eher wegen der Story und dem alles aufklärenden Ende. Action-Freaks und Gelegenheitsspieler kommen jedoch mehr auf ihre Kosten.“




Wertung
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+ Spannende Geschichte
+ Waffenbank-Feature mit viel Potenzial
+ Scharfe Texturen und atemberaubende Grafik
+ Stimmige Synchronisation, gute deutsche Sprecher


- Kein Offline-Ko Op vorhanden
- Abgespeckte Horror-Aspekte
- Knapper Einstieg in die Geschichte
- Schwammiges Deckungssystem








RE: Im Test: Dead Space 3 - Nome - 25.02.2013 18:20

Gutes Review! Gibt es keine Pro- und Contras mehr? Fand sie toll!


RE: Im Test: Dead Space 3 - Bugiemann - 25.02.2013 19:13

Wieder eine gute Horrorserie die in Sachen Horror untergeht, leider.


RE: Im Test: Dead Space 3 - A7X - 25.02.2013 19:36

Ist nicht gut das Spiel <.<


RE: Im Test: Dead Space 3 - Wartungsdienst - 25.02.2013 19:43

Echt gutes Review.


RE: Im Test: Dead Space 3 - selphii - 25.02.2013 19:55

Ich kauf es mir vielleicht, wenn es auf der Software Pyramide für 20€ gibt. Vollpreis... neee!


RE: Im Test: Dead Space 3 - Sephirot3000 - 25.02.2013 20:23

Bugiemann :
Wieder eine gute Horrorserie die in Sachen Horror untergeht, leider.


Ich finde es ist immernoch ein gutes bis sehr gutes Horror-Spiel. DIe Atmosphäre ist absolut klasse und weist andere Gerne Ableger noch immer in die Schranken. Ich finde lediglich das in der zweiten Hälfte des Spiels der Actionhahn zu sehr aufgedreht wird, hätte man es so belassen wie in der ersten Hälfte, Dann wäre es meiner Meinung nach mindestens gleichwertig mit Teil 2. Wenn nicht sogar ein Ticken besser.


RE: Im Test: Dead Space 3 - ZuckerKrank - 25.02.2013 20:45

Ich finde deine Arbeit an dem Review wirklich schwer in Ordnung!
Also ich gelesen habe, dass ein "Test" erschienen ist hatte ich schon Sorge, dass es genau so negativ wie alle anderen Bewertungen betrachtet wurde, aber du hast eine wirklich faire Bewertung abgegeben.

Ich habe das Spiel selbst schon 2x durchgespielt und ich kann bestätigen, dass der Horror im Vergleich zu den Vorgängern abgenommen hat, allerdings gibt es immer noch Schock-Szenen, solang man nicht grade auf Stufe "Leicht" spielt. Diese sind dann meistens sogar genau so gemein wie in Dead Space. Man rechnet damit das etwas kommt, sucht alles ab und dann wenn man denkt es kommt doch nichts passiert auf einmal was.

Trotz aller der sonstigen Bewerungen und dem Vorurteil, dass es kein gutes Spiel ist finde ich es wirklich klasse und besonders das Ende war sehr gut inszeniert -wie ich persönlich finde.


RE: Im Test: Dead Space 3 - TrueBent - 25.02.2013 23:48

Ich hätte alleine dafür noch Punkte abgezogen, dass EA so dreist war, Geld für einige Teile zu verlangen.

Es gibt zwar diesen "Bug" (obwohl EA meint, es ist keiner), mit dem man die Teile alle unendlich oft bekommen kann, aber es wäre ohne das Mikrotransaktionssystem einfacher geworden, an sie ranzukommen.

Ich meine, man bezahlt für das Spiel, 50€ und mehr, und dann verlangen die noch das man sich Teile kauft, die nach dem spielen nutzlos sind.



Zum Spiel: Man merkt, besonders im zweiten Teil, des Spieles das der Horror durch Action ausgetauscht wurde, aber das Spiel ist ansich nicht schlecht, nur eben kein richtiges Dead Space.


RE: Im Test: Dead Space 3 - Jamaican - 26.02.2013 02:16

Schwammiges Deckungssystem? Das is Dead Space und kein Gears of War.....


RE: Im Test: Dead Space 3 - Elko_Da_Silva - 27.02.2013 13:49

mir gefiel zar das spiel aber hatte mich trotzdem stark aufgeregt das es wirklich ein Action spiel ist horror kann man das nicht nennen obwohl soweit ich weiss EA uns sowas versprochen hat. Schade wie es aussieht bleibt Dead Space 1 eines der besten horror spiele und das beste der trilogy