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Im Test: Alice - Madness Returns

   

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alexking
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xxps3  Im Test: Alice - Madness Returns



Spielname: Alice: Madness Returns
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Spicy Horse Games

Release: 16. Juni 2011

Altersfreigabe: ab 16 (USK)
Uncut: Ja
Genre: Action-Adventure

Spieler: 1
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch


Lightbulb Angebot: Alice: Madness Returns (Amazon)


Ist sie für den Brand verantwortlich, bei der ihre gesamte Familie ums Leben kam ? Dies ist die Frage, die sich Alice zu Beginn ihres Abenteuers stellt. Ihr startet im alten London und macht euch vom Irrenhaus auf, in dem ihr beheimatet seid, um der Frage im Wunderland nachzugehen. Diese fantasievolle Märchenwelt ist dabei alles andere als ein Schlaraffenland, denn an jeder Ecke warten angriffslustige Gegner und fiese Fallen. Madness Returns ist kein Kinderspiel. Zwar gibt es keine übermäßigen Gewaltszenen, aber aufgrund des nicht zimperlich eingesetzten Blutes bekam der Titel zu recht die Altersfreigabe ab 16 Jahren.

Das Gameplay ist dabei ein Mix aus Jump n Run Einlagen, kleinen Rätseln und Kämpfen. Dabei macht der der Hüpfpart insgesamt den größten Teil des Spiels aus. Eine präzise Steuerung des Charakters und das richtige Timing sollte man also drauf haben, wenn man im Wunderland vorankommen möchte. Der Schwierigkeitsgrad ist zuweilen nämlich recht anspruchsvoll ausgefallen. Muss man anfangs nur von A nach B hüpfen, so steht ihr später unter Zeitdruck und müsst euch auch mit unsichtbaren Plattformen und aller Art Fallen auseinandersetzen. Zwischen den Sprungpassagen sind immer wieder Kämpfe eingestreut. Das Gegnerdesign ist den Entwickler dabei besonders gut gelungen. Ihr kämpft etwa gegen dampfende Teekessel, Mörderpuppen oder Schleimmonster. Einige dieser Biester lassen sich nicht durch bloße Haudrauf-Aktionen überwältigen, sondern erfordern taktisches Vorgehen. Leider gibt es keine echten Boss-Gegner, die einen herausfordern. Natürlich gilt es auch das ein oder andere Rätsel zu lösen. Diese laufen aber größtenteils auf niedrigem Niveau ab, sodass man meist nur einen Schalter aktivieren muss.


Damit sich Alice als Mädchen nicht mit bloßen Fäusten wehren muss, hat sie ein paar Waffen und andere Features zu Verfügung. Zur Grundausstattung gehört ein Messer, mit dem ihr in den Gefechten zustechen könnt. Statt einem Maschinengewehr kann Alice zudem eine Pfeffermühle hervorkramen, die als Schusswaffe auch auf weite Distanz dient. Alle Waffen verfügen zum Glück über unbegrenzte Munition, sodass ihr euch nicht mit lästiger Suche nach Munition beschäftigen müsst. Im späteren Spielverlauf erhaltet ihr zudem noch fernzündbare Bomben und einen Schirm, mit dem ihr nicht nur Attacken blocken, sondern das richtige Timing vorausgesetzt, auch Angriffe zurückschicken könnt. Wer God of War gespielt hat, kennt dieses Feature allerdings schon. Davon abgesehen erinnern auch einige andere Dinge an das Hack n Slay von Sony. So könnt ihr anfangs zwar noch an den Feinden vorbeijoggen, später aber dann öffnen sich neue Wege erst, wenn ihr alle Gegner besiegt habt.

Wenn die Gesundheit von Alice zu Neige geht, gerät sie in Rage. In diesem Zustand ist sie für begrenzte Zeit unverwundbar und teilt größeren Schaden aus - eine Art Rettungsanker in den Gefechten. Das Kampfsystem ist dabei aber relativ simpel gehalten - es gibt leider keine Kombos oder Spezialattacken. Dafür kann sich Alice auf Knopfdruck ein paar Meter weiter teleportieren und so Angriffen ausweichen. Außerdem könnt ihr euch jederzeit schrumpfen lassen. Nur in diesem Zustand lassen sich Geheimgänge entdecken, die leider nicht allzu gut versteckt sind. Außerdem könnt ihr so unsichtbare Plattformen sichtbar machen. An einigen Stellen ist dies nötig, um voranzukommen. Da man sich beim Springen zurück in die große Alice verwandelt und dann die Spezialsicht wieder verliert, kann dies mitunter recht knifflig sein. Die Steuerung ist insgesamt gut und durchdacht umgesetzt worden. In Kämpfen erleichtert euch eine automatische Anvisierhilfe das Leben. Die Kamera müsst ihr dafür ständig mit dem rechten Analogstick nachjustieren, woran man sich aber mit der Zeit gewöhnt. Mit rund 15h bietet Madness Returns eine überdurchschnittlich lange Spielzeit, ohne dabei in unnötige Längen zu verfallen.


In den abwechslungsreichen Abschnitten könnt ihr Zähne sammeln, die entweder in Gefäßen schlummern oder von besiegten Gegnern fallen gelassen werden. Diese Fundstücke könnt ihr dann für Upgrades eurer Waffen eintauschen. Außerdem lassen sich u.a. Erinnerungen sammeln, die euch Neues über Alices Geschichte verraten. Auf eurem Weg begleitet euch von Mal zu Mal eine finstere Katze, die wertvolle Tipps gibt und dabei recht sarkastisch wirkt. Überhaupt zieht sich durch das gesamte Spiel ein herrlich morbider Humor. Insgesamt muss man aber sagen, dass das Gameplay recht 08/15 ist, wenn man schon andere Vertreter des Genres gespielt hat. Wirklich neue Ideen vermisst man leider, wenn man die Märchenanspielungen außen vor lässt. Zwar wurde alles ganz nett und fehlerfrei inszeniert, aber mehr innovative Passagen, wie etwa die zu seltenen Rutschpartien, hätten dem Titel gut getan. So hätten etwa Passagen, in denen man Tiere reitet, gut ins Geschehen gepasst.


Optisch sieht die Umgebung einerseits einzigartig aus, anderseits aber weisen die Texturen auch nicht die größte Qualität auf und einzelne Abschnitte wirken recht farblos. Mit einigen Popups muss man leben und zudem stört der Umstand, dass viele Plätze die man sehen kann, nicht erreichbar sind, weil es unsichtbare Mauern allerorts gibt. Hier hätte man sich mehr Bewegungsfreiheit gewünscht. Immerhin müsst ihr an Abgründen aufpassen, denn in diese fallt ihr schneller als euch lieb ist, wenn ihr Abstände zu Plattformen nicht richtig einschätzt. Außerdem freezt das Spiel beim Laden eines neuen Abschnitts für kurze Zeit ein, was allerdings nicht allzu häufig auftritt. Ansonsten sind die Ladezeiten angenehm kurz. Die Sprachausgabe ist ebenfalls sehr gelungen. Die Synchronstimmen sind passend und bringen die Emotionen gut rüber. Auch der Soundtrack weiß zu gefallen, hätte aber etwas bedrohlicher ausfallen können.


Alice: Madness Return erfindet das Rad nicht neu, mischt aber Altbekanntes gut ab und verpackt es in einer fantasievollen Welt, die man gerne entdecken möchte. Da es ohnehin nicht viele Titel dieser Art auf der PS3 gibt, lohnt sich ein Blick für alle, die abseits von Shootern etwas Abwechslung suchen. Außerdem erhält man den Vorgänger American McGee's Alice kostenlos als Download dazu, der auch noch ein paar Stunden zusätzlichen Spielspaß bietet.




Wertung
_________________________________________________


+ Fantasievolle Welt und abgefahrene Gegner
+ Vorgänger kostenlos als Download
+ Tolle Synchronisation
+ Recht lange Spielzeit


- Keine neuen Gameplay-Ideen
- Viele unsichtbare Mauern
- Kamera muss ständig nachjustiert werden



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2011 22:29 von alexking.

27.06.2011 22:28
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RE: Im Test: Alice - Madness Returns

Das ist doch mal etwas Geiles Lol

28.06.2011 01:03
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ta-081
Halbprofi
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RE: Im Test: Alice - Madness Returns

Super Review! Wird auf jeden Fall gekauft.

28.06.2011 10:05
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kutasinho
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Alice - Madness Returns

schönes review!

29.06.2011 09:53
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