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Im Test: F1 2011

   

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alexking
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xxps3  Im Test: F1 2011



Spielname: F1 2011 - Formula 1
Publisher: DeepSilver
Entwickler: Codemasters

Release: 23. September 2011

Altersfreigabe: ab 0 (USK)
Uncut: Ja
Genre: Rennspiel

Spieler: 1-16
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Dateninstallation: Ja (~ 700 MB)

PlayStation Move: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein
Online-Pass: Ja


Lightbulb Angebot: F1 2011 (Amazon)


Mit F1 2011 bringt der britische Entwickler Codemasters nun schon die dritte offizielle Formel 1 Simulation in Folge auf den Markt, die vollkommen ohne Konkurrenz ist. Ob man sich aufgrund dieses Status auf den Lorbeeren ausruht oder wieder ein erstklassiges Rennspiel abgeliefert hat, verraten euch die folgenden Zeilen.

Wie die Vorgänger hat auch F1 2011 alle offiziellen Lizenzen mit an Bord. Diese beinhalten die insgesamt 19 Strecken des aktuellen Rennkalenders, sowie alle Teams, 24 Fahrer und die nachgebildeten Boliden. Auch die aus den TV-Übertragungen bekannten Anzeigen sind originalgetreu im Spiel vorzufinden. Auf den ersten Blick scheint die Präsentation also perfekt zu sein, doch bei genauerem Hinsehen und etwas Probespielen merkt man, dass hier und dort doch wichtige Details fehlen, die eine echte Formel 1 Atmosphäre ausmachen. So gibt es etwa keine Siegerehrung nach den Rennen und man muss auf die obligatorische Champagner-Dusche verzichten. Offenbar gibt es Lizenzprobleme, was eine Darstellung von Charaktermodellen der Fahrer verhindert. Denn außer den echten Fotos bei der Fahrerauswahl, werdet ihr Vettel, Schumi und co. im Spiel nicht zu Gesicht bekommen – schade. Auch die heißen Kurven der Grid-Girls darf man im aktuellen Ableger nicht bestaunen. Und für das Safety-Car gibt es zwar eine Option im Menü, aktivieren konnte man dieses aber zum Testzeitpunkt noch nicht. Ob Codemasers dies per Patch nachträglich möglich macht oder sich für F1 2012 aufspart, ist bisher noch unklar.


Doch genug gemeckert. Abseits dieser kleineren Detail-Mängel bietet F1 2011 eine rundum gelungene Simulation, die mit einem tollen Fahr- und Geschwindigkeitsgefühl besticht. Sämtliche Regeln der aktuellen Saison beherrscht der Titel. Darunter auch die beiden neu eingeführten Technologien KERS und DRS. Mit KERS werden im Motor für kurze Zeit 80 zusätzliche PS freigeschaltet, die einen höheren Top-Speed erlauben. Besonders für Überholmanöver auf Geraden ist dies von großem Vorteil. DRS hingegen erlaubt eine Verstellung des Heckflügels während der Fahrt. Durch diese Option wird ein höherer Anpressdruck generiert was in einer besseren Endgeschwindigkeit resultiert. Allerdings erschwert DRS auch das Handling der Rennwagen, sodass man vorsichtig damit umgehen sollte. Ohnehin darf man DRS im Rennen nur einsetzen, wenn der vor einem fahrende Kontrahent maximal 1 sec. von einem entfernt ist. Leider werden diese Regeln für Anfänger nicht erläutert, sodass nur Formel 1 Experten auf Anhieb damit klar kommen. Das Fahrverhalten der Boliden ist äußerst realistisch. Durch zuschaltbare Fahrhilfen haben aber auch Neulinge eine Chance auf einen Podiumsplatz. Wir empfehlen euch den Bremsassistenten abzuschalten und die Traktionskontrolle auf Vollständig zu stellen, um das beste Fahrerlebnis zu haben, sofern man nicht über eines der vielen unterstützten Lenkräder verfügt. Eine Ideallinie, die nun in 3D daherkommt, erleichtert das rechtzeitige Bremsen enorm. Einflüsse der Umwelt wirken sich realistisch auf das Spielgeschehen aus. Rutscht ihr etwa ins Kiesbett, müsst ihr erstmal die Steinchen von euren Reifen abfahren um wieder optimalen Grip zu haben. Außerdem gibt es ein Schadensmodell, bei dem man wählen kann ob es nur optische oder auch physikalische Auswirkungen hat oder man es ganz deaktiviert haben möchte. Wer auf einen Gegner auffährt oder seitlich touchiert, muss sich über einen zertrümmerten Frontflügel oder Plattfüße nicht wundern. Vollkommen realistisch ist das Schadensmodell jedoch nicht, dies hätte auch zu übertrieben häufigen Ausfällen geführt, da der Reiz groß ist, schneller zu fahren als die Strecke es erlaubt.


Brettert ihr doch einmal mit Vollkaracho in eine Mauer, habt ihr immer noch die Möglichkeit das Geschehen bis zu 4 mal pro Rennen zurückzuspulen und den Fahrfehler so zu verhindern. Davon abgesehen könnt ihr aber auch die Box aufsuchen und euren Boliden reparieren lassen, denn ein kaputter Frontflügel sorgt bei hoher Geschwindigkeit etwa für heftiges Rütteln, was auch durch das Rumble Feature des Controllers zu spüren ist. Fahrt ihr in die Box, geschieht alles vollautomatisch, ein nettes kleines Minispiel hätte hier für mehr Abwechslung gesorgt.
Das nervige Strafen- und Verwarnsystem aus dem Vorgänger wurde etwas entschärft, sodass nicht mehr jede unsaubere Aktion gnadenlos abgestraft wird. Trotzdem kommt es immer noch vor, dass ein Verfolger auf euch auffährt und ihr unverschuldet wegen Blockierens eine Zeitstrafe aufgebrummt bekommt. Auch Abkürzungen erkennt die Mechanik nicht immer korrekt. Die KI der Gegner ist dafür gut und kommt ohne Gummibandeffekt daher. Die Rivalen verhalten sich meist fair und machen auch Platz wenn sie überrundet werden.


In grafischer Hinsicht sind die Regenrennen das absolute Highlight. Der auf den Asphalt und Wagen prasselnde Regen und wie die Tropfen von den Reifen abperlen – das sieht einfach fantastisch aus. Die Wagen selber wurden sehr detailliert gestaltet, was vor allem in der starken Cockpit-Ansicht ins Auge fällt. Die Rennstrecken, zu denen auch der sich noch im Bau befindende Indien Grand Prix zählt, wurden detailgetreu konstruiert. Auf der Abu Dhabi Strecke gibt es zudem einen dynamischen Übergang zwischen Tag und Nacht.
Die Umgebungsgrafik hat allerdings in Sachen Texturqualität und Animation noch deutlich Luft nach oben. So wirken die Zuschauerränge emotionslos und wenn man auf einem Stadtkurs wie Monaco seinen Blick gen Hafen schweifen lässt, fällt auf, dass etwa die Wellenbewegungen des Wassers gerade mal auf PS2-Niveau sind. Die Motorensounds sind dafür erstklassig röhrend und auch der hilfreiche Boxenfunk, der Infos über Rennstand oder Status des Autos preisgibt, weiß zu gefallen.

Bei den Modi kann man zwischen der Karriere, Grand Prix Wochenenden und dem Testgelände wählen. Auf dem Testgelände darf man nach eigenen Regeln und Einstellungen jeden Kurs so austesten wie man möchte. Beim Grand Prix kann man ein komplettes Wochenende inkl. Training und Qualifying durchleben. Beim Qualifying gibt es erneut eine Vorspulfunktion, denn die wenigsten Spieler dürften Lust haben eine Stunde auf die Ergebnisse zu warten. Auch entsprechen die KI-Zeiten der anderen Fahrer nun tatsächlich der Realität und werden nicht mehr zufallsgeneriert.
Im umfangreichen Karrieremodus startet ihr zunächst bei einem kleinen Team wie Force India und arbeitet euch kontinuierlich nach oben. Dabei bestreitet ihr hauptsächlich Rennen, erfüllt diverse Vorgaben des Rennstallbesitzers und konkurriert mit eurem Team-Kollegen um bessere Autoteile. Die nach den Rennen stattfindenden Interviews sind etwas lieblos und wirken sich zudem nicht auf das Spielgeschehen aus. Zwischen den Rennen hält man sich im Motorhome auf, in dem man seine Daten am Laptop einsehen kann oder sein Helmdesign wechselt und den Rennkalender begutachtet. Insgesamt mangelt es der Karriere an einer authentischen F1-Präsentation und Abwechslung. Nur echte Formel 1-Fanatiker werden hier auf ihre Kosten kommen und sich langfristig motivieren können. Online messen sich bis zu 16 Spieler, die restlichen 8 Fahrer werden hierbei von der KI übernommen. Auch ein Splitscreen-Modus für lokale Rennen und einen Co-Op Modus, bei dem man die beiden Piloten eines Teams übernimmt, stehen zur Auswahl. Wirklich zusammenarbeiten kann man im Co-Op jedoch nicht. Trotzdem ist die Rennerfahrung online insgesamt gut und man muss grafisch nur geringfügige Abstriche in Kauf nehmen.


F1 2011 ist eine vollwertige Renn-Simulation mit einigen kleineren Schwächen, bei denen man den Gedanken nicht los wird, dass sich Codemasters absichtlich Einiges noch für den Nachfolger aufspart. Formel 1 Fans kommen mit dem Spiel voll auf ihre Kosten, andere Konsolen-Raser könnte die auf Dauer dröge Präsentation mit der Zeit langweilen. Diese lassen dann eher beim abwechslungsreicheren DiRT 3 die Reifen qualmen. Besitzer des Vorgängers F1 2010 werden nur mit einigen Detailverbesserungen zufrieden gestellt, ein absolutes Muss ist für jene der aktuelle Ableger nicht. Trotzdem ist der Codemasters-Titel ein sehr gutes Rennspiel geworden, das die Kernpunkte des Sports nahezu perfekt auf den Bildschirm zaubert.




Wertung
_________________________________________________


+ Vollwertige Rennsimulation mit tollem Fahrgefühl
+ Alle offiziellen F1 Strecken, Fahrer, Teams und Boliden
+ Komplettes Regelwerk inkl. dem neuen KERS & DRS
+ Optisch brillante Regenrennen


- Strafensystem immer noch unausgereift
- Präsentation mit deutlich Luft nach oben



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.09.2011 22:02 von alexking.

25.09.2011 18:06
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Beitrag: #2
RE: Im Test: F1 2011

gutes Review, das game wäre besser wenn das Safety Car hizugefügt wird und einfach alles was es in einem echten F1-Rennen gibt^^

25.09.2011 18:08
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Beitrag: #3
RE: Im Test: F1 2011

Zitat:
- Keine Vorspulfunktion beim Qualifying


Gibts die nicht? Bei F1 2010 konnte musste man auf den Monitor mit den Zeiten gehen und dann konnte man da per Tastendruck die Zeit vorspulen. Dieses Feature MUSS es in F1 2011 auch geben!

25.09.2011 19:13
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Beitrag: #4
xPSP  RE: Im Test: F1 2011

Master_Jens :

Zitat:
- Keine Vorspulfunktion beim Qualifying


Gibts die nicht? Bei F1 2010 konnte musste man auf den Monitor mit den Zeiten gehen und dann konnte man da per Tastendruck die Zeit vorspulen. Dieses Feature MUSS es in F1 2011 auch geben!


Das Feature gibt es immer noch.
Habs selbst mit der Xbox 360 Version getestet.

25.09.2011 19:49
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Beitrag: #5
RE: Im Test: F1 2011

Ihr habt recht, die Vorspulfunkion ist doch immer noch drin, hab sie übersehen.
Sieht auf den ersten Blick aus, als wäre es ne Beschriftung vom Zeiten-Monitor. Vorspulen kann man mittels R1 in 6x oder 30x Tempo.

Hab es im Test natürlich geändert, beeinflusst die Endwertung aber nicht.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.09.2011 12:30 von alexking.

25.09.2011 21:59
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Beitrag: #6
RE: Im Test: F1 2011

Sehr geil, weiß man schon welche Lenkräder unterstützt werden bzw. gehen auch welche für den PC (in meinem Fall Microsoft Sidewinder)?

26.09.2011 11:13
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alexking
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Beitrag: #7
xPSP  RE: Im Test: F1 2011

uPSP_08 :
Sehr geil, weiß man schon welche Lenkräder unterstützt werden bzw. gehen auch welche für den PC (in meinem Fall Microsoft Sidewinder)?


Hier:

X Liste der unterstützten Lenkräder

26.09.2011 12:25
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uPSP_08 (Sep-27-2011)
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RE: Im Test: F1 2011

Ok, danke! Wink

27.09.2011 10:36
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