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alexking
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xxps3  Im Test: NBA 2K12



Spielname: NBA 2K12
Publisher: Take 2
Entwickler: 2K Sports

Release: 7. Oktober 2011

Altersfreigabe: ab 0 (USK)
Uncut: Ja
Genre: Basketball-Simulation

Spieler: 1-10
Sprache/Texte: Englisch/Deutsch
Dateninstallation: Nein

PlayStation Move: Ja (optional)
Stereoskopisches 3D: Ja
Online-Pass: Nein (aber kostenlose Anmeldung für 2K Service notwendig)


Lightbulb Angebot: NBA 2K12 (Amazon)


Aufgrund eines Tarifstreites befindet sich die NBA in den USA derzeit immer noch im Lockout. Es besteht sogar die Gefahr, dass die komplette Saison ausfällt, wenn sich die Spieler-Gewerkschaft und die Ligavertretung nicht einigen können. Wer trotzdem schon jetzt reihenweise Bälle im Korb versenken möchte, der hat mit dem aktuellen Ableger NBA 2K12 von 2K Sports die perfekte Gelegenheit dazu. Mit dem Vorgänger hat man sich die Messlatte selbst sehr hoch gelegt. Die Basketballsimulation konnte letztes Jahr bereits Spitzenwertungen in Serie absahnen. Und als schienen die Mitbewerber davon geschockt, haben weder Sony noch EA Sports dieses Jahr einen Basketball-Titel im Programm. NBA 2K12 steht also ohne Konkurrenz da. Ob der Entwickler diesen Status ausgenutzt hat, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, oder ob er weiter an der ohnehin schon sehr guten Simulation gefeilt hat, lest ihr in unserem Review.


Was kann man sich von einem Sportspiel erwarten, das bereits im letzten Jahr gut war ? Updates der Kader – klar. Aber sonst ? Bereits im Menü erwarten euch einige Neuerungen. Dieses wird nun als übersichtliche Startseite präsentiert, auf der man schnell ein aktuelles Spiel seines Lieblingsteams starten kann, sieht wie viele Leute online sind oder auch seine Fortschritte im Karrieremodus. Das klassische Menü lässt sich zudem jederzeit über Knopfdruck aufrufen. Wie immer sind alle NBA Teams mit aktuellen Kadern im Spiel vertreten. Fans von deutschen Vereinen wie den Telekom Baskets oder Alba Berlin kommen aber leider weiterhin nicht auf ihre Kosten, da man sich bei 2K Sports erneut dazu entschieden hat, keine Klubs außerhalb Nordamerikas zu integrieren. Amerikaner dürften zudem darüber enttäuscht sein, dass man auch keines der dortzulande extrem populären College Teams auswählen kann, von denen die NBA Teams ihre zukünftigen Stars draften.

Davon abgesehen bietet NBA 2K12 aber einen großen Umfang. Neben der Möglichkeit sich schnell für ein Spiel zu entscheiden, kann man auch eine ganze Saison spielen oder nur die Playoffs. Dazu gibt es einen sehr intensiven Karrieremodus, in welchem man seinen eigenen Spieler erstellen kann und dann vom College-Talent bis hin zum NBA Superstar führt. Hierbei wurden auch Rollenspielemente eingearbeitet. So beantwortet man etwa Fragen in Interviews, trainiert seine Fähigkeiten und levelt entsprechend die Skills auf. Im The Association Modus hingegen, der sich nun auch online spielen lässt, kann man gar die ganzen Geschicke eines Teams übernehmen und ist so Spieler, Coach und Manager in Personalunion. Man kümmert sich um Aufstellungen, Transfers, Sponsoring und wirft auch selber Körbe. Dies alles packt das Game in eine sehr authentische Basketball-Atmosphäre. Daneben gibt es für Fun-Sportler noch den Blacktop-Modus. Hier kann man sich aus allen Stars ein 5er Team selbst zusammen basteln und gegen die CPU auf einem Streetball-Court antreten. Dabei sind die meisten Basketball-Regeln wie die 24sec Shot-Clock oder auch Fouls deaktiviert. Leider hat man sich aus unerfindlichen Gründen dazu entschieden den Slam-Dunk-Contest und das 3-Points-Shootout, welche es noch im Vorgänger gab, aus dem Spiel zu entfernen.


Wer lieber erst einmal üben möchte, bevor er sich in eine Partie stürzt, dem hilft ein sehr umfangreicher Trainingsmodus, indem Legende Michael Jordan oder andere Stars alle Moves vormacht und ihr euer Können in Challenges unter Beweis stellt. Apropos Jordan – in NBA 2K12 wurde der Legendenmodus nun deutlich erweitert. Neben His Airness dürft ihr nun auch in die Rolle anderer ehemaliger NBA-Superstars schlüpfen wie etwa Magic Johnson, Larry Bird oder Wilt Chamberlain, der einmal 100 Punkte in einem Spiel erzielte. 2K hat dafür die Teams aus früheren Zeiten zusammengestellt. Insgesamt gibt es 15 klassische Teams und auch die Arenen, Bälle, Trikots und sämtliche andere Details wurden auf die vergangenen Glanzzeiten der NBA getrimmt, wodurch sich ein tolles Retro-Feeling ergibt. Online könnt ihr natürlich auch wieder antreten und euch mit bis zu 9 menschlichen Mit- und Gegenspielern messen.


Der Titel hat den Anspruch eine Simulation zu sein und erfüllt diesen voll und ganz. Sämtliche Dribblings, Pässe, Würfe und Dunkings sehen absolut natürlich aus und sind kaum von einer Fernsehübertragung zu unterscheiden. Die Spieler erschöpfen und können sich auch nicht wie in anderen arcadelastigen Spielen unfassbar schnell drehen. Jede Animation sitzt hier und läuft butterweich ab. Dies Ballphysik wurde noch einmal verfeinert, so prallen Bälle nun realistisch von Körperteilen ab und auch die Spieler kollidieren wie in echt und gehen zu Boden.

Dazu gelingt es der Steuerung die perfekte Balance zwischen voller Kontrolle und Einstiegsfreundlichkeit zu meistern. So kann man theoretisch mit nur zwei Tasten auskommen, eine zum Passen und eine zum Werfen sowie in der Defensive zum Stehlen eines Balles und zum Blocken/Rebounden. Für alle Freunde des Tiefgangs gibt es aber unzählige Spezialmoves und Spielzüge einzustudieren. Außerdem ist auch die Stellung zum Korb wichtig und jeder Spieler hat eine andere Wurfhaltung sowie verschiedene Vor- und Nachteile. Während ein Allen Iversen super im Dribbling ist, glänzt Dirk Nowitzki durch den geschickten Einsatz seines wuchtigen Körpers. Wer die NBA näher verfolgt, kann bereits am Spielstil seine Lieblinge erkennen – großartig. Außerdem ist die KI überaus fordernd. Anfänger sollten daher auf dem Rookie-Level beginnen, um keine Klatsche zu kassieren.


Wem die Steuerung mit dem Controller noch nicht intuitiv genug ist, der kann auch auf PlayStation Move zurückgreifen. Die Bewegungssteuerung wurde sehr gut umgesetzt. Ihr bewegt mit dem Motion-Controller einen Cursor über das Parkett und könnt so Mitspieler anwählen, zu denen ihr passen wollt. Alle Akteure bewegen sich automatisch. Außerdem kann man durch Gesten einen Spieler zum Korb ziehen lassen oder herrlich einfach spektakuläre Alley-Oops ausführen. Stereoskopisches 3D bietet das Spiel außerdem auch noch. Und wer sich keinen teuren 3D Fernseher leisten kann, der darf auch auf einen rot/cyan Modus umschalten, für den eine simple Pappbrille ausreicht um trotzdem noch einen deutlichen Tiefeneffekt zu erleben.


Grafisch ist NBA 2K12 ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Die Spielergesichter sehen fotorealistisch aus. Auch an Details wie Tattoos, Schuhe, Socken oder Bandagen wurde gedacht. Lediglich die Proportionen einige Basketballer stimmen nicht ganz. Diese haben dann viel zu dünne Arme, was in der Nahansicht etwas seltsam anmutet. Dafür ist aber das Publikum animiert und bewegt sich unabhängig voneinander, und die erste Reihe springt gar zur Seite, wenn ein Spieler in die Menge fällt nach einem Bodycheck oder Rettungsversuch. Dies hebt den Titel deutlich von anderen Sportsimulationen ab, in denen man nur flache Zuschauer-Texturen vorgesetzt bekommt. Das Parket spiegelt herrlich, man erkennt alle Feinheiten außerhalb des Platzes und auch an Maskottchen und Cheerleader wurde gedacht. Dazu gesellt sich eine überragende Soundkulisse, die echte Live-Atmosphäre vermittelt und ein lässiger Soundtrack. Die Reporter sind zudem hervorragend, analysieren die Szenen stets perfekt, nennen Statistiken korrekt und glänzen sogar mit Hintergrundwissen über die Stars. Einen deutschen Kommentar gibt es leider nicht, allerdings würde dieser auch aufgesetzt wirken. Etwas missmutig stimmten im Test nur die überdurchschnittlich langen Ladezeiten und seltene kurze Freezes während der Partien.


NBA 2K12 ist auch in diesem Jahr wieder konkurrenzlos und gäbe es Konkurrenz, dann müsste sich diese gewaltig ins Zeug legen um an den Realismus, die ausgefeilte Spielmechanik und die Optik des 2K Titels heranzureichen. Die Basket-Simulation thront daher auch 2012 wieder über den Körben, wenngleich Besitzer des Vorgängers nur ein nettes Update erhalten und kein komplett neues Spiel. Aber wie heißt es so schön: “Never change a winning game“.




Wertung
_________________________________________________


+ Überragende Spielergesichter
+ Sehr authentische NBA-Atmosphäre
+ Komplexer Karrieremodus
+ Sehr intuitive Steuerung mit Playstation Move
+ Realistisches Gameplay und Ballphysik
+ Erweiterter Legenden-Modus mit vielen neuen Altstars


- Proportionen der Spieler stimmen oft nicht
- Keine Slam Dunk und 3-Points-Contests mehr
- Weder College noch deutsche Teams



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.10.2011 21:20 von alexking.

13.10.2011 22:15
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RE: Im Test: NBA 2K12

Auch hier finde ich die Grafik einen Hauch verschmiert und unscharf aber ansonsten ganz OK!
Siehe Bild Nowitzki

MFG

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2011 22:19 von DaRkRaPiD.

13.10.2011 22:18
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xPSP  RE: Im Test: NBA 2K12

DaRkRaPiD :
Auch hier finde ich die Grafik einen Hauch verschmiert und unscharf aber ansonsten ganz OK!
Siehe Bild Nowitzki

MFG


Die Bilder habe ich runtergerendert, weil sie sonst zu groß sind. In echt ist das Geschehen super scharf. Mit Abstand die besten Gesichter, die ich je in einem Spiel gesehen hab.

13.10.2011 22:29
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RE: Im Test: NBA 2K12

Wenn du das sagst, wird das wohl stimmen Wink

13.10.2011 22:33
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Beitrag: #5
xPSP  RE: Im Test: NBA 2K12

Hier mal ein Bild mit schärferer Auflösung, auf dem TV sieht es aber noch besser aus.

13.10.2011 22:36
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RE: Im Test: NBA 2K12

hm finde es wirkt ein bisschen kanntig, grad der "Achsel" Bereich is Super-Eckig Big Grin
Täuscht vielleicht??

13.10.2011 22:38
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xPSP  RE: Im Test: NBA 2K12

DaRkRaPiD :
hm finde es wirkt ein bisschen kanntig, grad der "Achsel" Bereich is Super-Eckig Big Grin
Täuscht vielleicht??


Naja Perfektion kann es ja auch nicht geben. In Bewegung bemerkt man sowas nicht. Auf einem Screen kommen natürlich auch die Reflexionen und Lichteffekte nicht rüber.

Man muss auch bedenken, dass dies kein gefaktes Bild ist, wie es viele andere Publisher gerne ins Netz stellen, wo dann Dr. Photoshop nachgeholfen hat.

13.10.2011 22:43
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RE: Im Test: NBA 2K12

Stimmt auch wieder Wink

13.10.2011 22:46
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