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Im Test: Catherine

   

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xxps3  Im Test: Catherine



Genre: Adventure / Horror / Puzzle
Publisher: Koch Media
Entwickler: Atlus

System: PS3
Online-Multiplayer: Nein
Uncut: Ja
Altersfreigabe: ab 16 (USK)

Lightbulb Angebot: Catherine (Amazon)


Atlus, die vor allem für ihre Persona-Reihe berühmt sind, entwickeln den Ausnahmetitel "Catherine". Die ganz untypische Mischung aus Rätsel, Horror und Liebesgeschichte soll unter anderem den japanischen Markt ansprechen. Koch Media entschließt sich für einen westlichen Release und übernimmt die Rolle des Publishers. Mit einer originellen Idee und erwachsenen Geschichte bietet das Spiel eine Menge Erfrischung und sticht aus der Masse seiner Konkurrenten förmlich hervor. Die kreativ gestalteten Rätsel-Einlagen bieten eine hohe Suchtgefahr und reichlich Abwechslung. Wie schneidet das Spiel auf dem westlichen Markt ab? Ein Liebesjuwel oder doch zum Scheitern verurteilt? Das und vieles mehr haben wir für euch ausführlich getestet.




Die Welt ist eine Bühne, die Menschen sind Schauspieler.

Die Geschichte von Catherine entpuppt sich als eine Art Liebesgeschichte für Erwachsene mit einer Menge von Horror-Momenten. Eine seltsame, doch originelle Mischung. Ihr spielt Vincent Brooks, einen Software-Entwickler mittleren Alters. Vincent ist ein ganz normaler Typ und lebt sein durchschnittliches Leben nach den Regeln der Gesellschaft. Alles läuft wirklich sorgenfrei, bis seine Freundin Katherine den nächsten Schritt wagen will. Dieser Entschluss ist für ihn womöglich das schlimmste was er sich vorstellen kann. Heiraten und Kinder kriegen, ist er wirklich bereit dafür? Im Laufe der Geschichte entwickelt Vincent diverse Bindungsängste und schiebt seine Entscheidung immer wieder vor. Inmitten dieser stressigen Situation, taucht plötzlich ein Mädchen mit dem bekannt klingenden Namen "Catherine" in seinem Leben auf. Blond, naiv und wunderschön - so ziemlich das Gegenteil seiner reifen Freundin "Katherine". Und wie das so ist, landet Vincent samt Catherine im Bett und wird früh am Morgen mit der Wahrheit konfrontiert. Ein Seitensprung?! Wohl das Letzte was er momentan gebrauchen kann.

In seiner Stammbar macht ein Gerücht um seltsame Albträume die Runde. Wer im Traum stirbt, sieht auch in der Realität das Licht der Welt nicht mehr. Ist da wirklich was dran? So ein Quatsch! Doch die nachfolgende Nacht beweist ihm das Gegenteil. Von nun an wird er täglich von Albträumen geplagt, in deren Verlauf Vincent immer höher klettern muss. Nach und nach finden sich immer mehr Tote und schon bekommt unser Held seine Zweifel. Wann hören die Albträume endlich auf und was ist deren Ursprung? Auch seine Freunde scheinen vor diesen Albträumen nicht sicher zu sein. Wer ist daran schuld?! Eine komplizierte Story, welche vor allem erwachsene Spieler ansprechen könnte. Immer mehr Frust lastet auf Vincents Schultern, wird er mit allem fertig oder bringt ihn die Liebe doch um?




Klettern Vincent, klettern!

Der übewiegende Aspekt sind wohl die einzigartigen Kletterpassagen. Die meiste Zeit seid ihr in den Albträumen gefangen, doch ihr seid nicht allein. Auch andere "Gefangene" wollen den Gipfel erreichen und die unendliche Freiheit erlangen. Euer Aussehen wird dabei stets beeinflusst. Im Traumzustand trägt Vincent die Hörner eines Schafs und wird auch als solches von anderen Kollegen wahrgenommen. Es gestaltet sich so, dass niemand den anderen im Traum erkennen kann. Diesbezüglich laufen alle als Schafe rum und tragen ihre Merkmale mit sich. Im Falle von Vincent, ist es seine Frisur und ein Kissen. Wer weiß, vielleicht trefft ihr auch auf den ein oder anderen Bekannten in der Realität?

Wie dem auch sei, um euch in den Rätseln beweisen zu können, sind verschiedene Techniken angesagt. Doch vorerst die Grundlagen: Ihr bewegt die Blöcke so, dass diese eine Art Treppe bilden. Durch und durch schwierig zu realisieren, da die Blöcke unterschiedliche Merkmale aufweisen. Um ein paar davon nennen zu dürfen, sind auch Eisblöcke oder mit Speeren gespickte Blöcke vorhanden. Falls ihr erstere betretet, rutscht ihr bis zum nächstgelegenen "normalen" Würfel oder ihr fallt runter. Dies bedeutet "Love is over" - sehr passend, wenn ihr mich fragt.

Nun zu den Techniken. Diese müssen zunächst immer erlernt und dann eingesetzt werden. Wer eine Menge davon beherrscht, hat bessere Chancen aufs Überleben. Dabei gilt es mit anderen Schafen zu kooperieren und diese Techniken auszutauschen. Wer sich letztendlich mit den Grundlagen und Techniken vertraut macht, erlebt einen suchterregenden Spaß. Doch seid gewarnt, der Schwierigkeitsgrad ist nicht ohne, sodass manche Spieler doch lieber den "Easy-Mode" auswählen sollten. Frustmomente vorprogrammiert! Doch auch hier haben die Entwickler alles richtig gemacht - wenn ihr einen Level schafft, habt ihr Etwas zustande bekommen und euch überflutet ein Gefühl von Freude und Ehrgeiz. Angesichts der Tatsache, ist es keine Seltenheit, dass man einen Level mehrmals wiederholen muss.

Kommen wir nun zu der "Realität", denn hier seid ihr die meiste Zeit in eurer Stammkneipe und verbringt einen netten Abend mit euren Freunden. Insbesondere ist es auch wichtig mit den Gästen zu kommunizieren, zumal ihr sie eventuell in den Albträumen wiederfinden könnt. Trost und Motivation sind notwendig, um die Sterberate niedrig zu halten. Das Handy spielt auch eine wichtige Rolle, da ihr mit euren Nachrichten die Geschichte und eure Meinung (roter/blauer Balken) permanent ändern könnt. Die Entscheidungen im Spiel sind sehr wichtig, ein alternatives Ende ist da keine Ausnahme. Überhaupt ist es angebracht, den Verlauf individuell zu halten - das macht der Titel auch sehr vorbildlich.




Puzzle-Action im Animeformat

Hier macht der Titel einiges her. Besonders die Animeszenen erfreuen das Auge und tragen viel zur Abwechslung bei. Zudem sehen auch die Cutscenes stylisch aus und lassen die Geschichte noch intensiver wirken. Man merkt, dass die Dialoge in den Vordergrund gestellt worden sind. Von Rucklern und Bugs ist hier überhaupt nicht die Rede, da es in unserer Testphase keinen einzigen Patzer gegeben hat. Dennoch gibt es negative Punkte in der Übersicht. Falls Vincent hinter die Würfel geraten sollte (wichtiger Bestandteil mancher Techniken), verschwindet dieser gänzlich von der Bildfläche. Allein durch Raten oder Sterben, "befreit" man sich von diesem Zustand. Das Problem ist, dass die Kamera über keine Hintergrundsicht verfügt und man klare Ansichtsgrenzen bekommt. Allgemein gibt es hier aber fast nichts zu meckern.




"Edge!"

Wie die Grafik, so ist auch die Musikauswahl enorm wichtig um die Stimmung nicht zu verderben. Die Musikuntermalung gelingt auch hier nahezu perfekt. Bei den "Bosskämpfen" motivieren die Klänge und signalisieren die Gefahr. Auch in den Cutscenes unterstreichen die Melodien die Stimmung und lassen den Zuschauer spannend auf der Couch zappeln. Der geniale Soundtrack gibt dabei den letzten Schliff.

Akustisch kommen aber auch einige nervtönende Momente zustande. Beispielsweise kann die Ansagerin und das Glockenläuten nach einigen Spielstunden gewaltig nerven. Bei jeder Bewegung eines Würfels hört man das ständige "Edge!". Die letzten negativen Punkte sind doch eher Kleinigkeiten und können durch die spannende Story völlig übersehen werden.




Das Fazit

Nach einigen Stunden mit Catherine ist mir einiges klar geworden - der europäische Markt besitzt einfach zu wenig Abwechslung, was die Genre-Auswahl angeht. Rätsel waren bislang nur auf dem Handheld bzw. Nintendo erfolgreich, doch ein Release für die großen Platformen tut gut. Mit einer kreativen und spannenden Geschichte treibt "Catherine" den Spielfluss immer höher und belohnt den Spieler mit einem ausgefallenen Ende.

Mir persönlich macht das Spiel sehr viel Spaß, zumal ich ein großer Persona-Anhänger bin. Ich konnte einige Merkmale der Persona-Reihe erkennen. Beispielsweise hat der Hauptprotagonist ein Doppelleben, welches eine Wechselwirkung besitzt. So auch hier - mal verbringt Vincent einen schönen Abend mit seinen Freunden, und in der Nacht kämpft er ums Überleben. Ich empfehle den Titel auf jeden Fall weiter und freue mich sogar es nochmals durchspielen zu können, auch auf einer höheren Schwierigkeitsstufe. Dies ist einer jener Titel, bei denen man denkt: "Oh nein, ist es bereits das Ende?! Bitte nicht!" Spieler, welche sich gerne mit ruhigen Titeln befassen, greifen hier unbedingt zu. Und solche Spieler, die mal etwas Neues ausprobieren wollen, kriegen hier die perfekte Gelegenheit dazu.




Wertung
_________________________________________________

+ spannende und erwachsene Story
+ Genialer Soundtrack
+ Ko-Op Modus
+ Sehr schöne Animeszenen
+ Suchterregender Rätselspaß
+ Perfekte Musikuntermalungen


- Nervige Ansager und Glockenläuten
- Wenig Übersicht im Hintergrund



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2012 16:37 von alexking.

20.02.2012 17:49
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Catherine

Schon komisch...
Dieses Spiel hat eine bessere Bewertung als Skyrim.

21.02.2012 12:00
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Catherine

hätte ebenfalls nicht gedacht, das Catherine eine bessere bewertung hat als skyrim

21.02.2012 12:56
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Beitrag: #4
xPSP  RE: Im Test: Catherine

Catherine ist ein sehr gutes Spiel und hat die Wertung auch verdient, aber hier handelt es sich um 2 verschiedene Redakteure. Leider müsste Skyrim auch meiner Ansicht eigentlich im Vergleich zu anderen Spiele eine höhere Wertung bekommen.

Catherine und Skyrim kann man allerdings nicht vergleichen.

21.02.2012 13:29
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Catherine

Skyrim ist auf PS3 aber von Bethesda auch schlampig programmiert worden. Sowas sollte man auch abstrafen. Dass das Spiel an sich ein Potential von 90%+ hat steht außer Frage, aber bewerten müssen wir das was letztlich bei rum gekommen ist.

Catherine jetzt etwa ist ein Nischenprodukt, bei dem es schon erstaunlich ist, dass es überhaupt den Weg von Japan zu uns gefunden hat. Aber es bringt mal ein paar ganz neue Ideen mit und das sollte dann auch honoriert werden.

Und natürlich sollte man sowas nicht genreübergreifend vergleichen. Ich kann ja auch nicht sagen, in Fifa ist die "Spielwelt" aber winzig, das darf keine 90% bekommen. Es sollte dann schon eher ein Vergleich zu Kingdoms of Amalur gezogen werden bei Skyrim und warum das besser bewertet wurde, lest ihr im Review.

21.02.2012 14:08
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Beitrag: #6
xPSP  RE: Im Test: Catherine

Falls jemand Persona 3 Portable gespielt hat, sollte ihm auffallen dass der Hauptcharakter von Catherine seinen Auftritt bereits in P3P hatte, als betrunkener Mann. siesta

Hier der Beweis:

21.02.2012 15:48
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Beitrag: #7
xPSP  RE: Im Test: Catherine

Zypharium :
Falls jemand Persona 3 Portable gespielt hat, sollte ihm auffallen dass der Hauptcharakter von Catherine seinen Auftritt bereits in P3P hatte, als betrunkener Mann. siesta

Im Persona 4 Anime gibt es auch ne Anspielung auf Catherine

22.02.2012 15:46
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RE: Im Test: Catherine

echt ein netter test Smile werds mir wohl zulegen Big Grin

22.02.2012 15:52
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Beitrag: #9
RE: Im Test: Catherine

Finde das Game schon cool aber ob ich dafür kohle ausgeben will weiss ich auch nicht so recht

24.02.2012 12:42
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