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Im Test: The Darkness 2

   

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pvpwinner
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xxps3  Im Test: The Darkness 2



Genre: Action / Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Entwickler: Top Cow / Digital Extremes
Systeme: PS3, Xbox 360, PC

Online-Multiplayer: Ja
Uncut: Nein (USK-Version)
Altersfreigabe: ab 18 (USK)

Lightbulb Angebot: Darkness 2 (Amazon)


Noch dunkler, noch brutaler - The Darkness 2

Düstere Zeiten sind nun angebrochen - The Darkness is back! Mit The Darkness II wollen Top Cow und Digital Extremes die Geschichte des Auftragmörders Jackie Estacado fortsetzen. Mit einer überarbeiteten Steuerung und neuem Grafikstil will der Titel auch die Kritiker unter uns überzeugen. Ein teuflisches Abenteuer mit Mafia-Flair bereitet hier sein Anfang. Jackie will Rache, auch wenn es massenhaft Tote geben wird. Wir begleiten ihn bei diesem Amoklauf und rächen den Tod seiner Freundin. Ein Flop oder etwa doch ein Mordsspaß?



Wenn man vom Teufel spricht...

Das Leben ist hart, in erster Linie für Jackie Estacado - einem ehemaligen Waisenkind, dessen Erziehung hauptsächlich von einem Mafiaboss übernommen wurde. In all den Jahren voller Morde und Erpressung entwickelt sich Jackie zu einem Auftragskiller und macht der Mafiawelt einen Strich durch die Rechnung. Während eines Unfalls entdeckt er eine geheimnisvolle, dunkle und furchterregende Kraft. Diese Kraft ist die Dunkelheit, deren Nutzung Jackie zu schätzen wissen muss. Doch auch die Dunkelheit bringt viele Neider und Feinde mit sich. So wird seine Freundin Jenny, die er seit der Kindheit kennt, kaltblütig ermordet. Das Einzige was Jackie am Leben erhalten hat, ist nun verschwunden. Die Lust nach Rache und die Verzweiflung über den großen Verlust lassen ihn am Rande der Gesellschaft hängen.

Die wesentliche Handlung beginnt genau zwei Jahre nach den bisherigen Ereignissen. Aber Jackie saß nicht tatenlos herum, sondern steigerte sich mittlerweile zu einem respektablen Kopf einer Mafia-Organisation. Immer noch erfüllt ihn der Todesfall seiner Freundin mit Sorgen. So leicht lässt sich die gute Zeit doch nicht vergessen, diesbezogen nimmt er diverse Halluzinationen wahr, welche ihn an die Trauer und Liebe zu Jenny erinnern. Diese Szenen werden zudem sehr gut im Spiel umgesetzt, was dem Story-Telling des Titels zugute kommt. Immer wieder befindet sich Jackie in einer unbekannten Klinik und kehrt doch noch in seine Realität zurück. Was ist eigentlich Realität? Ein Mafiaboss oder doch ein Patient in einem Krankenhaus? Die Wirklichkeit verschmilzt mit den Wahnvorstellungen und erschafft eine komplexe und tiefgründige Story mit einer sagenhaften Rahmenhandlung.


Stirb Jackie, stirb!!!

Mit der namensgebenden Dunkelheit erhält Jackie besondere Fähigkeiten. Ohne die Geschichte zu kennen, könnte man behaupten, es handelt sich um einen Mafia Ego-Shooter. Frei nach Al Pacino-Art nutzt ihr praktisch jede Waffe und schießt euch durch ganze Gegnerscharen. Doch wäre es halb so gut, wenn es die beiden Helfer nicht gäbe. Welche fragt ihr euch? Die riesigen dunklen, schlangenartigen Biester aus Jackies Rücken - kaum zu übersehen. Eine entscheidende Rolle im Nahkampf, als auch Überlebenshelfer - das sind die Blutdrachen. Vom Aussehen gleich, aber ungeachtet davon verfügt jede von ihnen über eine besondere Funktion. Die Linke ist eher für das Greifen, Öffnen und "Penetrieren" von Feinden zuständig. Das andere Biest übernimmt doch eher den "Schläger-Teil" und zeigt den Ganoven wo der Haken ist. Das Letztere ist vielmehr sprichwörtlich zu verstehen, zumal ihr mit dem rechten Analogstick die benötigte Schlagrichtung befehligt.

Mit besonders brutalen Aktionen erhält man eine Essenz - diese wird substanziell für das Erlernen neuer Attacken und Fähigkeiten eingesetzt. An bestimmten Stellen im Spiel kann die Essenz eingereicht werden (siehe Bild). In unterschiedliche Bereiche unterteilt, entscheiden wir zwischen Waffenaufrüstungen, Power-Ups oder aber auch der Fähigkeit schwarze Löcher zu erzeugen. Diese saugen alles und jeden in sich ein und drehen gegebenfalls das Blatt bei manch Kämpfen erheblich um. Der Talentbaum motiviert den Spieler weiter zu kämpfen und steigert das Interesse an neuen Attacken enorm. Es wäre jedoch klüger gewesen, diese Option in das Pausenmenü einzubauen, da es manchmal wirklich nötig ist dieses Feature zu nutzen. Kaum hat man ca. 1000 Essenz für eine gewünschte Fähigkeit gesammelt, muss man sich erst zu diesem Punkt durchmöbeln, was sich bei ständig wechselnden Standorten und schwierigen Gegnern mehr als plump gestaltet.

Kommen wir zu einem Punkt, dessen Anwesenheit einige Fans bekannt vorkommen sollte, als auch jener auf die Nerven gehen könnte. Die Rede ist von der ständigen Munitionsknappheit. Warum denn? Ist doch sicher ein gänzlicher Aspekt, wenn man auch den einen oder anderen Resident Evil-Teil betrachten würde. Zu einem ja, zum anderen eher nicht. Ja klar, mit dem jüngst erlernten Finishing-Move könnte man die Patronenanzahl vergrößern. Doch bis man sich endlich zu diesem Schritt bewegt, reißen einem beinahe die Nerven. Doch offensichtlich besteht das schwerwiegende Problem in den zähen Gegnern. Flink und hartnäckig, so könnte man alle Kontrahenten des Titels bezeichnen. Nach einem fünffachen Kopftreffer mit der Shotgun, zuckt derjenige nicht einmal mit der Wimper und greift euch weiterhin fatal an. Wirklich bedauernswert, wenn man bedenkt, dass ihr meistens mit zwei fetten MGs überrannt werdet, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad.



Düstere Welt, Knalleffekte inklusive.

Ein deutlicher Unterschied zum Vorgänger ist der neue Grafikstil. Mit der Comic-Aufmachung will der Entwickler eine besonders düstere Atmosphäre erschaffen und dem Original-Comic Vorbild gerecht werden. Eine gute Wahl, zumal der Titel nicht nach einer realitätstreuen Umsetzung schreit. Wie oben schon beschrieben, lassen die Licht- und Schatteneffekte eine klasse Wechselwirkung von Realität und Wahnvorstellung entstehen. Ein wichtiger Teil ist und bleibt die sehr düstere Welt von The Darkness 2. Überall gibt es Kleinigkeiten zu entdecken, welche vorwiegend die Story betreffen.

Über Unübersichtlichkeit verfügt leider aber auch dieser Teil und knallt euch teils mit übertrieben hellen Lichtern komplett zu. Jackie hat zwar eine richtige Schwäche dafür, doch auch ohne diese debile Vorgehensweise, kann der Umstand offensichtlich erkennbar gemacht werden. Manchmal schießt, greift und peitscht ihr planlos in der Gegend rum und werdet in der Folge arglistig getötet.



Sprachliche und musikalische Umsetzung - "Du siehst Scheiße aus, Jackie"

Um die düstere Stimmung zu überbringen, wird stets auf die richtige Hintergrundmusikauswahl geachtet. An erster Stelle - es ist verdammt gut umgesetzt worden. Unsere deutschen Synchronsprecher haben eine klasse Arbeit abgeliefert. Ein positiver Punkt geht an Jackie, dessen Stimme nahezu perfekt zu ihm passt. Aber auch andere Charaktere sind vorbildlich nachgesprochen worden.

Wer sich trotz dieser Tatsache nicht zufrieden geben will, stellt es auf die englische Variante und schaltet die Subtitel an. Eine gute Zwischenlösung, für den einen oder anderen verwöhnten Gamer. Die Gegner haben leider keine umfangreichen Spruchpaletten bekommen und vergewaltigen mit dem ein oder anderen Satz unsere Ohren. Doppelt so schlimm ist der Fakt, dass man bei einigen Bossen im Spiel neustarten muss. Doch nach jedem Neustart wird man als "Arschloch" und/oder "Hurrensohn" bezeichnet - alles andere als motivierend. Nicht nur, dass Jackie permanent negative Äußerungeng bezüglich seines Aussehens zu hören bekommt, welche meistens doch nur sarkastisch gemeint sind.



Multiplayer - wähle eins der vier finsteren Charaktere

Wie ihr Boss Jackie, verfügen auch seine Handlanger über einige abgespeckte Varianten seiner düsteren Macht. Ihr habt die Wahl zwischen insgesamt vier Helfern und erfüllt dabei Nebenquests, welche sich parallel zu der Geschichte entwickeln. Dieser Umstand lässt euch in weitere Geschehnisse abseits der Story eintauchen und klärt manch unbeantwortete Frage auf. Anfangs habt ihr die Wahl, ob ihr zusammen mit anderen Spielern auf der Welt online Aufträge erledigen oder doch als Einzelspieler Aufgaben meistern wollt. Jeder dieser Charaktere verfügt über eine spezialle Waffe bzw. Fähigkeit. Eure Kräfte können, ebenso wie bei Jackie, durch Entwicklungsbäume verstärkt werden. Allerdings gestalten sich diese eher dürftig und sind in kürzester Zeit vollständig aufgelevelt. Habt ihr bereits alle Helfer "aufgepimpt" und alle Aufgaben erledigt, ist der Wiederspielwert leider im Keller. Über einen Splitscreenmodus könnte man mit Hilfe eines zweiten Mitspielers doch den Spaßfaktor erhöhen - dieser ist aber nicht vorhanden.



Das Fazit

Nach einer optischen Generalüberholung ist Jackie wieder da! Noch krasser, noch wütender und mit einer eigenen Mafiaorganisation. Eine Welt voller Dunkelheit, gespickt mit diversen Mafia-Klischees. Hauptsächlich wird man von der genial erzählten Geschichte förmlich gefesselt und angetrieben. Die Anwesenheit des schwarzen Humors lockert Jackies missliche Lage auf, zumal seine liebevolle Tante ihn als ein Stück Scheiße bezeichnet, woraufhin sich beide umarmen. Skurill? Jedoch hat hier die USK mächtig zugeschlagen. Anstatt ordentlicher Penetration, gibt es nur Schubser, was die Finishing-Moves der Blutdrachen betrifft.

Auch ein paar kurze Szenen leiden unter dem Jugendschutzgesetz und zerstören einige Spielmomente. Dies kommt jedoch lediglich zwei bis drei Mal im Verlauf der Story vor. Auch wenn die USK hier mächtig zugeschlagen hat, bleibt trotz all dem eine brutale Mischung aus Mafia und teuflischen Kräften übrig. Der Multiplayer klärt viele Fragen auf, hat aber einen niederen Motivationswert, der sich nach einigen Stunden bemerkbar macht. Für Zwischendurch perfekt geeignet, doch für lange Partien nicht ausreichend gestaltet. Ein Splitscreenmodus ist hier strengstens erwünscht.




Wertung
_________________________________________________


+ Packende und sehr schön umgesetzte Story
+ Passender Grafikstil
+ Düstere Atmosphäre
+ Sehr gute Syncronsprecher
+ Multiplayermodus mit Bezug auf die Story
+ Viele unterschiedliche Gegnertypen


- Stark geschnitten (USK-Version)
- Kurzweiliger Multiplayer
- Teils unübersichtlich
- Unnötig zähe Gegner



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2012 16:09 von pvpwinner.

26.02.2012 15:53
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elbarto101
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Beitrag: #2
RE: Im Test: The Darkness 2

Die Finishing moves sind die besten wurde an aber fast alle Raußgeschnitten, die Vorbesteller im Gamestop Memmingen haben zum Glück die ungeschnittene Fassung bekommen.

26.02.2012 16:09
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Reider91
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Beitrag: #3
RE: Im Test: The Darkness 2

Hab mir vorhin die Demo aus dem SEN geladen...die macht ja schon ordentlich Spaß...denke darüber nach mir das Spiel zu holen Smile

26.02.2012 21:36
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RedBull301
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Beitrag: #4
RE: Im Test: The Darkness 2

hab mir das Spiel mal UNCUT von der Videotheke ausgeliehen , Story war in 1-2 Tagen Fertig (nicht 24h Tage) , und den Multiplayer fand ich ziemlich langweilig -.- , die Story ist der Beste Teil der Spiels ^^

06.03.2012 17:16
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