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xxps3  Im Test: Blades of Time



Genre: Rollenspiel
Publisher: Konami
Entwickler: Gaijin Entertainment
System: PS3, Xbox 360

Multiplayer: Ja
Freigabe: USK ab 16 Jahren
Text / Sprache: Deutsch, Deutsch

Lightbulb Angebot: Blades of Time (Amazon)


Wow, seht euch nur das Cover an. Sexy, blond und bewaffnet. Wer sich beim Anblick der knapp bekleideten Dame an X-Blades erinnert fühlt, hat sogar gewissermaßen recht. Die Anderen unterbrechen lieber ihre momentante Tätigkeit und wenden sich besser wieder dem Lesen zu. Mit Blades of Time wollen die Entwickler von X-Blades einen Neustart des eher mangelhaften PS3-Vorgängers wagen. Obwohl das Spiel mit einem neuen Namen "getarnt" wurde, wollen wir dem Titel doch noch eine Chance geben und begleiten die sexy Schatzsucherin Ayumi auf ihrer "Schnetzeljagd". Was Blades of Time tatsächlich bietet und wie das Spiel bei uns ankommt, lest ihr in diesem Test.




Es war einmal im Drachenland...

Ziemlich wirr und konfus schreitet ihr in die belanglose Geschichte ein. Ihr findet euch in einer zufälligen Zeremonie wieder, welche sofort von unserer Hauptprotagonistin Ayumi und ihren komisch frisierten Gefährten Zoro gestört wird. In einem Chaos ausbrechend, berührt die Dame eine magische Lichtkugel und findet sich im kreativ benannten "Drachenland" wieder. Den Sarkasmus bei Seite geschoben, strotzt die Story anfangs eher nicht von Originalität und Vielseitigkeit. Abgesehen davon, bietet sie nicht viel an Motivation und Einfallsreichtum, zumal ihr streng linear und eher chaotisch erzählt durch die Geschichte voran schreitet.

Doch wieso das Ganze? Na wegen einem Schatz! Ayumi ist nicht nur eine Kämpferin, sondern auch eine Schatzsucherin. Legenden zufolge, gibt es einen geheimnisvollen Schatz, der nur im "Drachenland" zu finden ist. Von Habgier geblendet, reist ihr durch verschiedene Wetterareale um doch wieder die gleichen und sinnlosen Gegner zu bekämpfen. Ehe ihr euch verseht, steht ihr mitten im Geschehen und kommt euch so ziemlich verloren vor. Doch dies kann verziehen werden, zumal ihr hinsichtlich der entgeisterten Story sehr leicht den Faden verlieren könnt.




Wenn das Potenzial auf der Strecke bleibt

Wenn ihr nicht gerade der stupiden Geschichte folgt, dann kloppt ihr höchstwarscheinlich Gegnerhorden. Mit Doppelschwertern im Gepäck, setzt ihr eure Kontrahenten gehörig unter Druck. Dies geht sehr flüssig und schnell von der Hand und ist auch wirklich zügig zu erlernen. Sofort fallen erste Steinkrieger vor euch um, wie es selbstverständlich am Anfang zu erwarten war. Mit der Spieldauer kommen ebenso die ersten Frustmomente. Sei es der scheinbar unbesiegbare Zwischenboss, oder aber auch nervige Flugmonster. Neben den Doppelklingen, nehmt ihr später ein Gewehr in euren Besitz auf. Mit diesem kleinen Helfer könnt ihr fliegende Gegner aus der Distanz erledigen. Dies gestaltet sich schwammig und ungenau, sodass ihr beim langen Versuchen einen zu erledigen, doch selbst in die Knie gehen müsst.

Zur Orientierung eignet sich der beiliegende Kompass, damit man sich die versteckten Schätze unter den Nagel reißen kann. Dessen andere Funktion ist die Wegweisung mittels eines kleinen Zeigers. In manch einem Level ist dies jedoch sehr verwirrend und führt dazu, dass ihr planlos rumlauft. Bei der Suche nach Truhen, finden sich die eine oder andere neue Ausrüstung, welche ihr dann im Menü auswählen könnt. Dies gestaltet sich recht einfach und doch eher ideenarm. Die recht knappe Auswahl, bringt nur wenige deutliche Verbesserungen mit sich. Alles weitere läuft eher auf ein und dasselbe heraus - ihr schnetzelt euch wieder durch die gleichen Gegner, um am Ende einen größeren Boss töten zu müssen. Die Bosskämpfe unterscheiden sich offensichtlich von der restlichen Klopperei und verlangen besondere Taktiken sowie perfektes Timing. Der Einsatz von neu erworbenen Fähigkeiten wird hier neben der normalen Arenen stark gefragt. Diese normalen Kämpfe sind doch eher eine reine Fließbandarbeit, die ihr wie nach Schicht erledigen müsst.

Neues Spiel, neues Glück - "Blades of Time" zeigt nun ein neues Feature, was in diversen Prince of Persia-Ablegern ähnlich ausgesehen hat. Auf Knopfdruck spult ihr die Zeit zurück und beobachtet euch selbst, bei der gerade eben ausgeübten Tätigkeit. Dies könnt ihr so oft wiederholen, bis mehrere "Klone" auf dem Schlachtfeld für Chaos sorgen. Alles andere als übersichtlich, doch ziemlich cool. So könnt ihr euch auf zwei Schalter gleichzeitig stellen, um ein Tor zu öffnen. Leider wird diese besondere und einfallsreiche Funktion eher bedingt und zu einseitig eingesetzt. Es ist immer wieder traurig, wenn Spiele das Potenzial dessen nicht ausschöpfen können, was sie tatsächlich durch innovative und kreative Ideen erreichen könnten. Leider ist es auch hier der Fall, sodass viel kreatives Denken auf der Strecke bleibt.




Fantasievolle Landschaften, unscharfe Texturen

Grafisch macht der Titel oberflächlich betrachtet etwas her. Die herrlich beleuchteten und fantasievollen Landschaften sehen sehr schön und stimmig aus. Dabei begleiten wir Ayumi an abwechslungsreiche Orte. Als Gegensatz zu der Wildnis und Lavahöhlen, gibt es etwa noch schneeweiße Gebirge, die letztendlich doch eher durchschnittlich dargestellt werden. Außerdem findet man häufig sehr undetaillierte und vor allem unscharfe Texturen vor. Sei es der Boden oder die Gebirge selbst - man kann es einfach nicht ignorieren.

Als grafische Standardkost hätte man es vor einigen Jahren noch bezeichnen können, doch aktuell reicht es sogar an das durchschnittliche Niveau einfach nicht mehr heran. Zumal die Charaktere und sogar Ayumi selbst sehr emotionslos durch die Spielewelt schreiten. Eine Tiefe und Einzigartigkeit der Charaktere wird hierbei vor allem sehr stark vermisst. Der inoffizielle Vorgänger machte mit der Comicgrafik etwas her, doch das aktuelle Realitätsprinzip wird dem Spiel einfach nicht gerecht. Vielleicht hätte man doch auf einige Kritiker hören sollen.




Wenn die Syncro flöten geht...

Gleich am Anfang des Spiels wird man hier mit der Wahrheit konfrontiert. Das Intro liegt komplett daneben! Während die Handlung bereits angefangen hat, läuft erst später die "Tonspur", was dazu führt, dass das Video aussichtslos als völlig unzulänglich bezeichnet werden kann. Dies passiert jedoch nur beim Intro, die restlichen Spracheinlagen sind trotzdem schlecht oder nicht gelungen. Meistens läuft ihr mit Ayumi durch den Level, während diese belanglos unpassende Selbstgespräche führt. Naja, Storytelling wird hier ganz klein geschrieben - das sei gesagt.

Falls einige Spieler auf englische Sprecher umschalten wollen - Pech gehabt, denn diese wurde ebenso unpassend in das Spiel intergriert. Wobei ich mich persönlich auf die russische Syncro gefreut habe - diese Freude mir aber beim ersten Zuhören wieder genommen wurde. Schade, denn hier könnte man wenigsten die Grundregeln beachten und auf Lippen der Spielfiguren mehr Acht geben. Die Hintergrundmusik spielt, wie der Name schon sagt, im Hintergrund und enthält keine wirklichen Highlights. Die Musik wird aber schnell vergessen, wenn neue Monsterhorden in Ayumis Nacken sitzen. Eine echte Bedeutung hat die Titelauswahl für das Spiel eher nicht, zumal ihr während der nervigen Levels keinen Wert darauf legen werdet.




Magerer Online-Spaß

Gerne hätten wir euch über etwas mehr Multiplayer-Material berichtet, doch leider enthält "Blades of Time" lediglich 3 Maps, welche man nur mit einem Freund teilen kann. Und zwar nicht im Splitscreen, sondern online. Dabei muss derjenige ein weiteres Exemplar des Spiels besitzen, um mit euch zusammen die Kämpfe bestreiten zu können. Auch im Solo-Modus kann die Kampagne bestritten werden, wodurch noch mehr Frust und Langeweile aufkommt. Eine Abwechslung gegenüber dem Singleplayer besteht hier leider nicht. Spannende Online-Partien sind hier nicht zu finden. Wer sowas sucht, ist hier völlig Fehl am Platz.




Das Fazit

Ach, habe ich mich im Vorfeld gefreut als ich das Spiel von den russischen Entwicklern samt Syncro einlegen durfte. Leider wurde ich schnell enttäuscht und doch eher bestätigt, dass die Entwickler sich an etwas anderes hätten wagen sollen, anstatt mit dem Strom von Hack'n Slay, Ego-Shooter etc. zu schwimmen. Bereits der erste Ableger konnte die Spieler nicht überzeugen, was der aktuelle Titel "gelungen" fortsetzt. Was mich allerdings besonders stutzig macht ist, dass das Zeitsprung-Feature nicht genug ausgeschöpft werden konnte. Es bieten sich doch so viele Möglichkeiten es einzusetzen! Stattdessen gibt es nur das langweilige "drück dies", "töte das". Wem kann ich es empfehlen? Wenn ihr auf sinnlose, nervige und durchschnittliche Schnetzelaction steht, könnt ihr hier bedenkenlos zugreifen. Eine Kaufempfehlung ist es definitiv nicht wert, sodass man doch eher auf andere Vertreter des Genres ausweichen sollte.




Wertung
_________________________________________________


+ Fantasievolle Welt
+ Flüssige und leicht zu erlernende Kampfeinlagen
+ Teils schöne Kulissen
+ "Zeitsprung"-Feature...


- ...welches nicht genug ausgeweitet wurde.
- Eintönige Kämpfe
- Nervige Flugmonster
- Unpräzise Steuerung
- Zielhilfe mangelhaft
- Verschwommene Texturen
- Unpassende und nicht synchrone Sprecher
- Sehr knapper und unpraktischer Multiplayer



27.03.2012 14:43
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Nemthros
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Blades of Time

..und wir haben das schlechste Spiel das je auf pspking.de getestet wurde Big Grin

27.03.2012 15:10
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Pain1Akatsuki
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Blades of Time

Danke. Mein Bro wollte sich dieses Spiel holen.

27.03.2012 18:20
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S.T.Y.L.E.Z
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Blades of Time

WIRD GEKAUFT!

27.03.2012 19:15
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Tigrexx007
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Blades of Time

Gut, wird gleich aus meinem Amazon Wunschzettel gelöscht Big Grin

28.03.2012 18:06
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PspUnbreakable
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Beitrag: #6
RE: Im Test: Blades of Time

Naja macht doch nichts Konami , neue Runde neues Glück

01.04.2012 08:57
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Bugiemann
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Beitrag: #7
xPSP  RE: Im Test: Blades of Time

konami einfach weiter yugioh karten drucken. -.-

03.04.2012 10:33
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