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Im Test: Skullgirls

   

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pvpwinner
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xxps3  Im Test: Skullgirls



Genre: Beat 'em Up
Publisher: Konami
Entwickler: Revenge Labs
Systeme: PS3, Xbox 360, PC

Multiplayer: Ja
Uncut: Ja

Wird angeboten auf: PSN, Xbox Live, Steam
Preis: 14,99 EUR



Prügelspiel in Anime-Optik erwünscht?

Mit einer kleinen Verspätung wird das animierte PSN-Spiel "Skullgirls" nun auch bei uns im EU-Store zum Kauf angeboten und fordert besonders hartnäckige Spieler zum Kampfeinsatz auf. Farbreiche Optik, niedliche und vorzugsweise vollbusige Kämpferinnen treten hier in 2D-Arenen gegeneinander an, um ihre Kampfkünste unter Beweis zu stellen. Obwohl der Titel eher oberflächlich daher kommt, bietet er allerlei Herausforderungen für die Beat em Up-Profis unter euch. Dank den Anstrengungen des allseits berühmten Mike "Mike Z" Zaimont - einem hartnäckigen Turnierspieler, der das Kampfsystem mit klassischen Genre-Tricks bei der Entwicklung bestückt hat - haben nun alle Beat em Up-Fans einen Grund zum Feiern. Denn wer auf wichtige Genre-Details setzt, trifft hier auf viele bekannte Elemente. Doch was unterscheidet "Skullgirls" von anderen aktuellen Genre-Vertretern? Wir melden uns direkt vom Schlachtfeld und erstatten euch einen ausführlichen Bericht.




Belanglose Story und wenig Abwechslung, gefolgt von spontanen Auseinandersetzungen.

In der Tat erscheint die Geschichte hinter der "Skullgirl" mehr als leicht gestrickt. Euch steht eine magere Auswahl von lediglich acht weiblichen Protagonistinnen zur Verfügung. Hat man eine davon auserwählt, geht es mit einem lahmen Intro und gelegentlichen "Bild-zu-Bild"-Cuscenes, die von spontanen Kampfeinlagen hinterhergejagt werden, weiter. Zwar hat jede Kämpferin eine individuelle Story auf Lager, doch diese erklärt nicht einmal ausreichend die Geschehnisse, wirkt daher sehr uninteressant und langweilig. Stattdessen haben alle ein einziges Leitmotiv, und zwar das sogenannte "Skullgirl", welches bei einem Sieg jeden Wunsch erfüllt. Vereinzelt treffen die Mädchen aufeinander, was größtenteils in einem weiteren Zickenkrieg endet. Des Weiteren kommt die einzigartige Charakteristik von jedem einzelnen Mädchen während den Zwischensequenzen nicht gut rüber. Die kleinen Filmchen haben nur eine wichtige Funktion, nämlich einen Grund zum Kämpfen geben und die scheinbar wirksame Motivation für den Spieler darstellen, welche es aber nicht gibt. Umso herausfordernder sind die Kampfsequenzen und regen den Wiederspielwert eindrucksvoll an.




Vollbusig und einspruchsvoll - so sehen die knackigen Kämpfe aus!

Ein ganz wichtiger Punkt in Skullgirls ist der pompöse Schwierigkeitsgrad. Die Genre-Neulinge nehmen sich doch lieber die Zeit und schlagen sich durch den umfangreichen und vorbildlich entwickelten Trainingsmodus durch, der jeden obligatorischen Move dem Spieler näher bringt und infolge von Versuch und Irrtum alle einzelnen Kombos, Verteidigungs- und Angriffstechniken minutiös darlegt. Als kleinen Push gibt es auch noch eine Trophäe zum Bestehen aller Prüfungen oben drauf. Wer alle Tipps und Tricks verinnerlicht hat, darf sich schon mal im Story und/oder Arcade-Modus beweisen. Auch hier können eine Reihe von Einstellungen vornommen werden, unter anderem sechs unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Wir empfehlen jedoch auf "normal" zu spielen, zumal ihr euch für den Online-Modus warm machen könnt.

Im Multiplayer hat man ebenso die Qual der Wahl - der Spieler kann bis zu drei Kämpferinnen auswählen, doch deren Stärke ist trotzdem von der Anzahl der gewählten Charaktere abhängig. Dies ist ein interessanter strategischer Ansatz, der nicht so häufig in Beat em Ups auftritt. Ziemlich spaßig im Ko-Op, da ihr eure Mitspieler gehörig unter Druck setzen könnt, wenn ihr deren Kämpfer aus dem Ring schmeißt und ein anderer dadurch ersetzt wird. Hin und wieder geht es so weit, dass ihr euch gegenseitig nur "rausschmeißt", wodurch es ein wenig eintönig, aber dennoch gut ins Szene gesetzt wird.




Geniale Animationen oder eine optische Täuschung?

"Skullgirls" bedient sich ebenso wie der PS3-Ableger "BlazBlue" an einer animierten Comic-Grafik. Als Folge gibt es bunte und satte Farbpaletten mit individuell und einzigartig gehaltenen Charakteren, bei denen die Persönlichkeit zum größten Teil als Schwerpunkt gewählt wurde, wobei diese Entscheidung nahezu perfekt umgesetzt worden ist. Jede Dame hat ihre eigenen markanten Fähigkeiten, was dazu führt, dass sich jeder Kämpfer absolut eigensinnig und unverwechselbar spielen lässt. Als Beispiel könnte man "Cerebella" nehmen, die einen riesigen Dämon als Hut missbraucht und diesen als eine flexible Kampfwaffe einsetzt. Es ist ziemlich erstaunlich, wie die Moves aller Kämpferinnen förmlich "zusammenwachsen" und im Kampfsequenzen sehr interaktiv aufeinander folgen. Viel Liebe zum Detail und scharf gezeichnete Charaktere wirken sich letztendlich sehr entscheidend bei diesem Spiel aus und tragen positiv zur allgemeinen Wertung bei.




Ladys and... Gentlemen? Ready to fight!

Ein großes Lob geht an den englischen Kampf-Ansager, denn dieser Bursche heizt euch mit sarkastischen Äußerungen und guter Betonung mächtig ein. Daneben gibt es auch aufregende und stimmige Kampfschreie und Technik-Ansagen der Mädchen mit darauf folgenden wilden Kloppereien. Die Begleitmusik gestaltet sich überaus stimmig und nervig zugleich. Eine Mischung aus Jazz- und Bass-Einlagen macht zwar etwas her, leidet aber an ständiger Wiederholung und nervt sogar an manchen Stellen im Spiel.




Das Fazit:

Es ist kaum zu glauben, aber was Revenge Labs hier abliefert, ist Gameplay-technisch eine Wucht. Obwohl der Titel durch den Umfang an Charakteren eher wenig überzeugt, reizt er jedoch mit dessen qualitativen Unterschieden, sodass jede Kämpferin sich sehr individuell spielen lässt. Eine knackige und professionelle Steuerung, die nur eine spezielle Gamer-Gruppe ansprechen sollte. Wer sich also nicht mit "Skullgirls" jüngsten Genre-Kollegen richtig herausgefordert fühlt, dem empfehlen wir zumindest die Demo anzuspielen, um sich wiederum vom hohen Schwierigkeitsgrad beeindrucken oder abschrecken zu lassen.



Wertung
_________________________________________________

+ Bunte und detailreiche Animationen
+ Fordernder Schwierigkeitsgrad
+ Sehr gute Anfänger-Tutorials
+ Bestens durchdachte Genre-Elemente
+ Beachtliche Synchronsprecher und Ansager
+ Individuelle Charaktere
+ Multiplayer..


- der wiederum wenig Modi bietet
- Keine Move-Liste, nur Online ansehbar
- Uninteressante Story mit wenig Anreiz und durchschnittlicher Inszenierung
- Teils nervige akustische Momente
- Geringe Charakterauswahl



12.05.2012 19:52
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Skullgirls

Die geringen Charakterauswahl stört mich, die schlechte Story hingegen ist mir egal.
Die Optik ist mal etwas anderes und scharf.

12.05.2012 20:09
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Skullgirls

Mit einem Patch könnten die ja neue Chars hinzufügen.

13.05.2012 07:09
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ToXXiN
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Skullgirls

Ja, das mit den Chars ist echt etwas doof. Erinnert mich an Ridgeracer Wink

13.05.2012 12:34
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pvpwinner
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Beitrag: #5
xPSP  RE: Im Test: Skullgirls

ToXXiN :
Ja, das mit den Chars ist echt etwas doof. Erinnert mich an Ridgeracer Wink


Es werden zukünftig mehr Damen via DLC dazukommen, höchstwahrscheinlich auch kostenpflichtig. Gerüchten zufolge, sollen auch diverse "Skullboys" hinzustoßen (ha-ha, Wortspiel). Wink

MfG.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.05.2012 13:20 von pvpwinner.

13.05.2012 13:07
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