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Im Test: The Amazing Spider-Man

   

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pvpwinner
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xxps3  Im Test: The Amazing Spider-Man



Genre: Action-Adventure
Publisher: Activision Blizzard Deutschland
Entwickler: Beenox
Systeme: Xbox 360, Wii, DS, PC und PS3

Online-Multiplayer: Nein
Uncut: Ja
Altersfreigabe: ab 12
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch

Move-Unterstützung: Ja

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Eine Kinoverfilmung? Ne, oder?!

Kurz nach der Filmpremiere von "The Amazing Spiderman" entschließt sich "Beenox Studios" dieses Setting in ein Videospiel umzusetzen. Doch sind diese Umsetzungen nicht meistens grottenschlecht? Bis auf ein paar Ausnahmen stimmt es allerdings schon. Jedoch gibt es bei diesem Titel eine Besonderheit. Wie Beenox in einem Interview auf der E3 mitteilte, haben die Filmproduzenten ihnen jegliche Freiheiten für das Gameplay eröffnet. Dies ließen sich die Entwickler nicht zweimal sagen und bauten brandneue Gameplay-Features in "The Amazing Spider-Man" ein. Dazu zählt das sogenannte "Web-Rush" und das überarbeitete Kampfsystem. Wir sind sehr gespannt, wie das aktuelle Abenteuer von Spidey aussieht und gucken nun genauer unter die Maske. Ob man mit dem aktuellen Teil wieder einmal einen Lizenz-Misthaufen entwickelt hat, erfahrt ihr jetzt bei uns.




Ein Tag wie jeder andere...

Eigentlich hat doch alles so schön angefangen. Peter hat endlich die Zeit für einen kurzen Besuch bei der Arbeitsstelle von seiner Freundin gefunden. Die Blondine arbeitet als Wissenschaftlerin bei Oscorp mit und erforscht dort die Nanotechnologie, samt den sogenannten Arten-Kreuzungen. Diese ehemaligen Tiere haben eine Dosis der menschlichen DNA abbekommen und sind zu Virus-ansteckenden Bestien mutiert, die in Quarantäne hausen. Und wie das Schicksal so will, reagieren die Biester auf das Spinnen-verseuchte Blut von Peter Parker und rasten vollkommen aus. Aus diesem Ereignis heraus entstehen nach und nach größere Probleme, bis nach kürzester Zeit ganz Manhattan in Flammen steht und eine infizierte Bevölkerung mit den herausbrechenden Monstern zu kämpfen hat. Währenddessen befreit Spiderman die Echse höchstpersönlich um bei der Herstellung eines Gegenmittels Beihilfe zu leisten.

Insgesamt entwickelt sich die Story stets in eine negative Richtung; von schlecht, zu schlimmer usw. besitzt keine besonderen Highlights und ist außerdem zu vorhersehbar. Man möchte Peter einfach fragen; "Hey, wieso hast du dich in ein mit Mutanten gespicktes Labor geschlichen?" Denn allein aus diesem Besuch ist eine ganze Katastrophe entstanden. Das muss doch nicht sein. Naja, zurück zum Thema. Die Geschichte hat leider keine besondere Tiefe und ist seltsamerweise immer locker gehalten, immer hat Spiderman einen Spruch auf Lager, der zu einer ernsten Situation gar nicht passt. Aber das kennen wir ja bereits aus den früheren Spidey-Spielen. Eine Story mit durchschnittlicher Handlung und einem mittleren Motivationswert, dazu gibt es nichts mehr zu sagen.




Manhattan - Dein persönlicher Spielplatz !

Spielerisch unterscheidet sich "The Amazing Spider-Man" fast gar nicht von "Batman: Arkham City". Dies lässt sich deutlich aus dem neuen Kampfsystem schließen, das sich genauso wie bei der Vorlage mit nur einer Taste bedienen lässt. Mit Hilfe seines Spinnen-Sinns über dem Kopf könnt ihr den Attacken ausweichen und gegebenenfalls kontern. Nach 10-Kombo-Attacken am Stück geht Spidey in einen stärkeren Modus über. Die Attacken sind schneller und verursachen dementsprechend mehr Schaden, was deutlich zu spüren ist. Außerdem können die herumstehenden Gegenstände wie Mülltonnen und Automaten in den Kampf mit einbezogen werden. Einmal auf die Gegner geworfen, kann Spidey die benommenen Kontrahenten mit dem Netz außer Gefecht setzen.

Doch nicht immer muss es zu einem Kampf kommen. Wie eine echte Spinne schleicht sich unser Held an die Feinde von oben bzw. hinten heran, um sie dann in ein Kokon einzuwickeln und an der Decke festzukleben. Mit einer gewissen Erfahrung kann Spiderman sogar zwei Gegner auf einmal ausschalten, ohne die anderen zu alarmieren. Falls ihr doch entdeckt werden solltet, zieht ihr euch mit einem Knopfdruck zurück und weg seid ihr. Danach kann das lautlose Ausschalten von vorne beginnen. Mit Level-Aufstiegen können wie auch in der Batman-Vorlage neue Attacken erlernt und verstärkt werden.

Dennoch beherrscht Spidey nicht genügend Attacken, um Abwechslung innerhalb der Kämpfe zu bieten. Allgemein wiederholen sich die Schritte immer wieder. Erst klettert ihr durch Lüftungsschächte, erledigt die Gegner lautlos, bekämpft einen Zwischenboss und huscht anschließend zum nächsten Punkt um die gerade eben erwähnten Schritte zu wiederholen. Doch das Hin unter Her in der Stadt macht wohl mehr Laune als der größte Teil des Spiels. Die Bewegungen von Spiderman sind während der Netzpassagen sehr flüssig und lassen euch wie eine Luft-Ballerina aussehen.

Mit Hilfe von Web-Rush könnt ihr in Zeitlupe den nächsten Standort auswählen, der unmittelbar danach von Spidey sehr elegant erreicht wird. Uns steht außerdem die Möglichkeit offen Nebenmissionen abzuschließen, die überall in der Stadt zu finden sind. Leider besteht die Auswahl nur aus kleinen sich zu oft wiederholenden Prügeleien und sinnlosen Verfolgungsjagden. Ab und zu lasst ihr euch von einem Scanner blitzen, der sofort einige fliegende Roboter zu sich ruft, infolgedessen sehr gut aussehende Zwischenkämpfe entstehen. Doch auch hier gilt - nach drei bis vier solchen Kämpfen vergeht die Lust nach mehr deutlich.




Heldenhafte Luft-Passagen und eintönige Innenmissionen

Wie oben bereits erwähnt unterscheiden sich die Innenmissionen von denen, die außen in der Stadt stattfinden. Fangen wir vorerst mit dem Negativen an. Spidey wird es in Labore und Kanalisationen verschleppen, die mit ihren engen Luftschächten und spartanischen Texturen den Spieler eher langweilen. Es ist einfach eintönig den immer wieder kehrenden Luftschacht zu durchqueren, der total lieblos gestaltet wurde. Außerdem bieten die Kanalisationen und Labore gar keine Abwechslung außer den fast gleich aussehenden Gegnern, die es auf eine ebenso immer wieder kehrende Weise zu erledigen gibt. Ein totaler Reinfall, was das Gameplay anbelangt.

Natürlich gibt es diverse Aktionen in der Story, die es nur ansatzweise spannend aussehen lassen, jedoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Innenarchitektur langweilig und monoton gestaltet wurde. Eine entsprechende Atmosphäre konnte daher nicht erzeugt werden. Batman: Arkham City besitzt beispielsweise ein düsteres Feeling, das in Spiderman zu steril rüberkommt.

Die Außenwelt sieht jedoch fantastisch aus. Manhattan wirkt sehr lebendig und aktiv. Fahrende Autos, herumgehende Passanten - das Alles zeigt mehr oder weniger wie die Atmosphäre in Spiderman sein sollte. Die Stadt fühlt sich frei an und so ist es auch. Die Bewegungen von Spidey und der ganze Stil werden der Kino-Vorlage mehr als gerecht. Ihr springt vom höchsten Standpunkt und rast mit höchster Geschwindigkeit nach unten, im letzten Moment greift ihr zum Netz und schießt euch wieder in die Lüfte. Diese "magischen" Situationen lassen euch ganz Spiderman sein und bringen das nötige Gefühl der Freiheit mehr als genügend zur Geltung.




"Was mache ich hier? Wieso zocke ich nicht WoW?!"

Diesen und mehr solcher ähnliche Sprüche werdet ihr im Laufe des Spiels stets zu hören bekommen. Dass die Situation gerade eskaliert und über zwei Millionen Menschen mit einem Virus infiziert sind, scheint Spidey nicht so richtig klar zu sein. Abgesehen von zahlreichen debilen Diskussionen zwischen den Charakteren, sind die Synchron-Sprecher nicht sonderlich präzise gewesen. Die Stimmen haben zwar gepasst, dennoch konnte man die Lippen der Charaktere nicht perfekt treffen.

Dies merkt man in Zwischensequenzen mehr als deutlich, wenn Spidey zu reden aufhört und der Mund sich immer noch bewegt. Manchmal gerät die Sprache völlig in den Hintergrund, was für Verständnis-Probleme sorgt. Die Musik, welche man vorerst gar nicht beachtet, dominiert in den Cutscenes, was diesen Effekt auslöst. Da müsste man trotz allem noch an diesen schwerwiegenden Fehlern feilen. Nebenbei gibt es allerlei nette Kleinigkeiten wie das Rauschen des Windes während man auf den Dächern von Manhattan sein Unwesen treibt. Die Musik ist, wie bereits geschrieben, nicht ausschlaggebend und rückt in den Kämpfen und meistens auch unterwegs weit in den Hintergrund.




Das Fazit

Trotz einiger Macken können wir mit größter Sicherheit sagen, dass das aktuelle Spiderman-Abenteuer einen Erfolg als Videospiel feiern darf. Denn eigentlich macht der Titel viel Spaß und beeindruckt durch die offene Welt, die jedoch spielerisch recht wenig zu bieten hat. Die größten Kritikpunkte liegen bei den Synchron-Sprechern sowie der langweiligen Innenarchitektur. Das Kampfsystem kann in manchen Fällen herausfordernd sein, erfordert aber etwas Eingewöhnungszeit. Motivation zum mehrmaligen Durchspielen bietet "The Amazing Spiderman" nicht nur durch die Sammlung an Comics, sondern auch aufgrund der umfangreichen Garderobe, welche wie in zahlreichen Vorgängern mit neuen Kostümen aufgefüllt werden darf. Eine klare Empfehlung für die Fans der Serie.





Wertung
_________________________________________________


+ Offene und rasante Spielwelt
+ Spiderman-Feeling
+ Alternative Wege zum Bekämpfen von Feinden
+ Langzeitmotivation durch unterschiedliche Kostüme und Comics


- Nicht sonderlich synchron
- Teils schlechte Kameraführung
- Wenig Abwechslung
- Langweilige Innenarchitektur



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.07.2012 21:36 von pvpwinner.

29.07.2012 17:36
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Beitrag: #2
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

Sehr schönes Review kann in dein meisten punkten nur zustimmen ^^

29.07.2012 17:59
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Musik_Arab
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Beitrag: #3
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

Ich find das Spiel einfach Geil Big Grin Bestes Spider-Man spiel nach Spider-Man 2 <3

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2012 01:08 von Musik_Arab.

29.07.2012 22:42
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Beitrag: #4
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

Ich finde das ist wieder so ein Game, dass zwar kein Platin ist, aber trotzdem echt Spaß macht. Ich wurde so einige Stunden prima unterhalten...

30.07.2012 07:57
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Beitrag: #5
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

Dicker Minuspunkt: Keine zufälligen Verbrechen mehr wie in alten Spider-Man Spielen (z.B. 3). Nachdem man 100% beendet hat, kann man nichts anderes mehr wie Rumschwingen. Alle Kostüme und Comics findet man schon in 3 Stunden Tongue Außerdem spielt JEDE Mission Größtenteils in einem Interrior und nicht in der freien Stadt.


Aber mal abgesehen davon, das Spiel bockt einfach. Hätte ihm 80% gegeben.

01.08.2012 13:23
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Beitrag: #6
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

Die Grafik sieht echt gut aus! Für so ein Spiderman game Wink

17.08.2012 03:39
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burak
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Beitrag: #7
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

schade kein online-multiplayer

17.08.2012 16:34
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Beitrag: #8
RE: Im Test: The Amazing Spider-Man

@burak: so ein ol-mp modus hätte ich auch gut gefunden. mich wundersts oft, dass der so selten ist. ändert sich aber bestimmt bald :-)

20.08.2012 12:09
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