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Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

   

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Storm
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xxps3  Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2



Publisher: CI Games
Entwickler: CI Games

Genre: Taktik Shooter
Systeme: PS3, Xbox 360, PC
Altersfreigabe: ab 18 Jahren (USK)

Online-Multiplayer: Ja (2-8 Spieler)
Offline-Multiplayer: Nein

Online-Pass: Nein
Sprache/Texte: Deutsch

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Vor einiger Zeit erreichte uns der erste Teil von Sniper: Ghost Warrior und dieser bekam eher schlechte bis durchschnittliche Bewertungen, was an der Engine, der KI, der Story und dem Multiplayer lag. Im Jahr 2013 folgt der Nachfolger, der mit der CryEngine 3, schlauen KI-Gegnern und einer spannenden Story promotet wird. Ob sich der Entwickler City Interactive diesmal mehr Mühe gegeben hat oder wieder nur ein Spiel hingeklatscht hat, erfahrt ihr in diesem Test.



Urlaub in Sarajevo

In der Story spielt ihr, wie in jeder Geschichte, den Helden, der die Welt vor dem Verderben rettet, aber dieses Mal ein klein bisschen anders. So begebt ihr euch als Scharfschütze in das Jahr 1970, denn ein gefährlicher Virus wurde aus einer Station gestohlen, die in der Antarktis liegt. Nun müssen wir als Teil einer US-Truppe den Virus wieder zurückholen. Die ganze Kampagne besteht eigentlich nur aus Schleichleveln, die fast immer gleich aufgebaut und dazu meist mit der einfachen Pistole zu bewältigen sind, außer ihr seid in einem Skript, das euch zum Benutzen des Scharfschützengewehres zwingt, gefangen.

Ihr spielt während der ganzen Kampagne einen typischen Sniper, der einen Späher als Partner zur Hilfe besitzt. Der Job des Spähers ist einfach erklärt. Euer Partner hält nach den Zielen Ausschau, informiert euch, falls etwas passiert und markiert euch die Ziele. Falls doch etwas dazwischen kommt, könnt ihr in die Thermalansicht wechseln oder einfach euer Fernglas rausholen. Als Hauptwaffe besitzt ihr ein halbautomatisches Snipergewehr und als Sekundärwaffe habt ihr eine kleine Pistole. Beide Waffen sind natürlich mit einem Schalldämpfer ausgestattet, damit ihr euch auch ungesehen fortbewegen könnt.
Unverständlich ist, wieso die Gegner durch das Fernglas markiert werden, aber nicht wenn man sie durch das gewöhnliche Snipervisier sichtet.

Die Schauplätze während der Kampagne lassen keine Wünsche offen, denn die CryEngine 3, welche unter anderem auch in Crysis 3 zum Einsatz kam, zeigt uns Orte wie die Philippinen, den Mount Everest und auch Sarajevo in einem völlig neuem Licht, das nicht unbedingt bezaubernd ist und das obwohl die neue Engine den Entwicklern die Möglichkeit gab, eine wunderbare Grafik zur Verfügung zu stellen. Die Umgebung sieht zum Teil verschwommen aus und kann nicht wirklich genossen werden. Mit einem Satz kann man sagen, dass die Grafik nicht das Gelbe vom Ei ist und die Optik, wie sie uns in den Trailern präsentiert worden ist, nicht im fertigen Spiel gefunden werden kann.


Der Sound

Im Gegensatz zur Grafik ist die Soundkulisse für meine Ohren angenehm gestaltet worden und es ist egal, ob ihr auf den Philippinen im Gebüsch wartet, gerade im Zoom vom Gewehr seid oder durch eine zerstörte Stadt lauft. Wer jetzt denkt, die Soundkullisse sei perfekt, der hat sich geirrt, da sie nur besser ist, aber nicht perfekt. Die kleinen Fehler erkennt man vor Allem bei der deutschen Synchronisation der Figuren, die manchmal außerirdisch klingt.



Willkommen in der Ferienanlage

In der Einzelspielerkampagne wurden die Schauplätze gelobt, aber online gibt es den totalen Gegensatz. Denn wer hier mit Freunden einige Orte genießen will, der hat sich gewaltig geschnitten. Der Multiplayer besteht aus zwei unglaublichen Maps. Einmal ist es "Sarajevo Innenstadt" und die andere Map lautet "Ferienanlage". Dafür gibt es schöne Sniper-Schlachten, die für den ein oder anderen Call of Duty Spieler langweilig sein könnten, da die Kämpfe auf einer relativ großen Map stattfinden und fast jeder Spieler nur auf dem Boden liegt, in der Ecke hockt und auf die andere Seite der Map starrt. Für den ein oder anderen kann das interessant sein, aber hier ist nichts los, weshalb es auf Dauer langweilig wird.

Das allein wäre noch nicht so schlimm, falls es einen weiteren Spielmodus außer Team-Deathmatch gäbe, aber dies ist leider nicht der Fall. Außerdem gibt es keine freischaltbaren Gewehre, weshalb man hier auf eine sehr kleine Anzahl von Waffen trifft. Von Anfang an steht euch das gesamte Waffenarsenal zur Verfügung, in dem es fünf verschiedene Scharfschützengewehre und eine schallgedämpfte Pistole gibt. Zusammen gefasst, spielt ihr auf zwei unterschiedlichen Maps, einem unglaublichem Spielmodus, in dem fast alle nur campen. Toll, nicht wahr? Wenn ihr denkt, dass dies alles sei, habt ihr euch geirrt, da der Multiplayer, wie die meisten anderen Titel, keinen Wert auf Server legt, sondern viel lieber Spieler als Hosts aussucht. Dies kann dazu führen, dass man eine Lobby einige Minuten sucht und dann einfach gekickt wird und als Fehlermeldung wird nur angezeigt, dass die Verbindung zum Host verloren wurde, obwohl man es noch nicht einmal in eine Lobby geschafft hat.



Auf die Plätze, fertig...

In der PlayStation 3 Version von Sniper: Ghost Warrior 2 gibt es so viele Feinheiten, die schief gegangen sind, dass sie dafür eine eigene Kategorie in diesem Test bekommen haben, was für sich schon ein Rekord ist.

Fangen wir bei der Story an. Wir starten das Spiel, gucken uns die Gegend an und merken, dass die Texturen grottenschlecht sind, obwohl das Spiel mit der CryEngine 3 entwickelt wurde und von dem Entwickler als hervorragend gepriesen wird. Auch das Material, welches bei den Vorführungen gezeigt wurde, ist im Spiel ganz anders. Aber da wir nicht nur auf die Grafik gucken, fangen wir mal an zu laufen, aber man merkt, dass das Spiel in irgend einer Weise laggt. Es fühlt sich so an, als ob man an einigen Stellen mit 20 FPS spielen würde. Es ist zwar flüssig, aber ein paar gefühlte Frames fehlen trotzdem. Und auch der Rest des Spieles ist gescriptet, da schon bei der ersten Mission klar ist, dass man gar keine Freiheiten besitzt. Der erste Befehl lautet: "Bringe zuerst den Rechten um und dann den im Haus". Aber wenn man es anders machen will, gibt es nicht wie gewohnt ein Game Over, sondern der andere stirbt erst gar nicht, egal wie viel Kugeln man ihm verpasst. Das Prinzip erkennt man auch an einigen anderen Stellen.

Am Anfang spürt man, dass die Entwickler versucht haben sich ins Zeug zu legen, aber nach guten drei Missionen merkt man etwas anderes, da die Umwelt sehr monoton ist. Mit dieser Aussage meine ich nicht, dass die Schauplätze gleich sind, sondern die Bedingungen, da es fast nie großen Wind gibt, der einem die Mission erschwert, sondern es ist eine sehr schwache Brise vorhanden, die fast nichts am Schuss verändert. Dabei wäre doch eine stürmische Mission abwechslungsreich gewesen, aber das gibt es leider nicht.

Im Online-Modus gibt es eigentlich genau die gleichen Fehler, wie im Singleplayer. Dort sind es hauptsächlich die Minilags, die den Multiplayer stören.


Lass sie uns ausrauben!

City Interactive hat eines der schlechteren Spiele des Jahres 2013 entwickelt und versucht mit einer schönen Werbung die Spieler zum Kauf anzuregen. Aber da die Verkaufszahlen nicht das Wahre sind, wurde am vierten Tag nach dem Release direkt ein DLC zum Erwerb bereit gestellt, damit man sich an weiteren Missionen und Maps im Multiplayer erfreut. Das ist nicht nur frech, sondern unnötige Geldverschwendung , da er weitere 10€ für noch mehr Müll ausgibt. Zwar kommt es in der jetzigen Zeit öfters vor, dass direkt nach dem Release ein DLC veröffentlicht wird, aber meistens ist so etwas nur bei den Blockbustern vorhanden, die auch mit dem normalen Inhalt einen umhauen können.




Fazit:

Sniper: Ghost Warrior 2 besitzt zu viele Kritikpunkte, die ein gutes Spielgefühl verhindern. Das einzig gute an dem Spiel war die Story, die trotzdem mit ihren technischen Problemen zu kämpfen hat. Wer sich seit Langem auf ein Sniper-Spiel freut, der sollte sich noch bis zum 16. Mai 2013 gedulden, da an diesem Tag Sniper Elite V2 für die PlayStation 3 erscheint, das in vielen Punkten wohl besser wird als dieser Titel. Von Sniper: Ghost Warrior 2 sollte man lieber die Finger lassen.



Wertung
_________________________________________________

+ Kampagne interessant
+ Viele Schauplätze in der Story
+ Angenehmer Sound


- Viele Bugs
- Mini-Lags
- DLC direkt nach dem Release
- Schlechter Multiplayer
- Schlechte Grafik, trotz CryEngine 3
- Keine Freiheiten bei den Missionen
- Schlechte deutsche Synchronisation
- Kurze Story



06.04.2013 17:02
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roxas950
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Schlecht grafik ist das nicht guck mal bei den anderen shootern von city interactive das ist eine schlechte grafik diese grafik geht eig noch sie ist zwar nicht grade ne augenweide aber sie sieht nicht sooo schlimm aus wie 0815 spiele das ist für mich schlechte grafik.

06.04.2013 17:07
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go-boy
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Es gibt ein Spiel was komplett auf die Sniper ausgelegt ist. Aber warum gibt es kein Spiel in dem sie diese drecks Camper-Klasse mal komplett auslassen?!

06.04.2013 17:07
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mipez
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Beitrag: #4
xGames  RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

go-boy :
Es gibt ein Spiel was komplett auf die Sniper ausgelegt ist. Aber warum gibt es kein Spiel in dem sie diese drecks Camper-Klasse mal komplett auslassen?!


Warum lässt man nicht einfach mal den Sturmsoldaten weg?

Brain.

06.04.2013 17:10
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pvpwinner
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Man muss aber beachten, dass sehr viele Spieler sogar den ersten Teil gut fanden und mit dem zweiten Teil ein deutliches Upgrade erhalten. Als Fan dieser Reihe soll man andere Shooter ausblenden und den schwersten Schwierigkeitsgrad auswählen - so kriegt ihr auf jeden Fall authentische Sniper-Action. Der Multiplayer ist ebenso nicht für jedermann - alle liegen eigentlich nur rum und töten alles was sich auf dem Bildschirm bewegt, und zwar nur auf drei Karten.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2013 17:12 von pvpwinner.

06.04.2013 17:12
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Bugiemann
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Beitrag: #6
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Aber immerhin kostete das Game schon zum Release nur 35€ als Limited Edition.

06.04.2013 18:31
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elbarto101
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Beitrag: #7
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Für den Preis das ist so ein hammer Spiel ich finde die Bewertung oben ist quatsch hast wohl zu sehr mit bf3 und cod verglichen.

06.04.2013 21:45
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Beitrag: #8
RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

Ist zwar grottenschlecht, aber immernoch das beste was unsere polnischen Nachbarn City Interactive bis jetzt gemacht haben Wink

06.04.2013 22:46
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Beitrag: #9
xGames  RE: Im Test: Sniper: Ghost Warrior 2

roxas950 :
Schlecht grafik ist das nicht guck mal bei den anderen shootern von city interactive das ist eine schlechte grafik diese grafik geht eig noch sie ist zwar nicht grade ne augenweide aber sie sieht nicht sooo schlimm aus wie 0815 spiele das ist für mich schlechte grafik.


Ich denke mal die Aussage "schlechte Grafik" hat der Titel bekommen weil das Game trotz CryEngine sowas abliefert. Und wenn man alle Games die mit der CryEngine entwickelt wurden vergleichen ist das meiner Meinung nach mit Abstand das schlimmste.

So ein Test vergleicht doch nicht nur mit anderen Games des Entwicklers sondern mit allen (ich stell jetzt einfach mal so eine Behauptung auf xD)

06.04.2013 22:58
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