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Im Test: FUSE

   

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pvpwinner
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xxps3  Im Test: FUSE



Genre: Action / 3rd Person Shooter
Publisher: Electronic Arts

Entwickler: Insomniac Games
Systeme: PlayStation 3, Xbox 360

Online-Multiplayer: Ja (Nur Co-Op)
Uncut: Ja

Altersfreigabe: USK ab 18 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch

PlayStation Move: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein

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Wieder da !

Vor einigen Jahren haben Insomniac Games einen Titel namens Overstrike angekündigt, der mit seiner Comic-Grafik und dem einzigartigen Humor viele Spieler neugierig gemacht hat. Nun haben die Entwickler bis zum Release letzten Monat einige Änderungen vorgenommen und den Namen zu „FUSE“ geändert. Mit dem Spiel tritt Insomniac Games den Versuch an, eine neue IP zu erstellen. Den Machern sei es besonders wichtig, da viele Spieler sich nach neuen Titel sehnen. Immerhin haben wir in letzter Zeit viele Fortsetzungen diverser Spiele mitbekommen, was den Wunsch nach neuen Ideen vergrößert.

Der neue Titel hat auch für die Entwickler viele positive Seiten. Insomniac möchte deswegen das FUSE-Universum voll ausnutzen und nicht nur die eine Geschichte erzählen. Wenn das mal keine Andeutung für ein Prequel oder Sequel ist ? Immerhin konnte man mit Ratched & Clank ebenso viele Storys innerhalb der selben Welt erzählen. Ob „FUSE“ nun die Qualität für so ein Grundgerüst bietet, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.




Lockere Handlung mit einer Prise Humor

Die Geschichte ist in naher Zukunft angesiedelt. Eine Welt, wo Militär zum Alltag gehört. Wir übernehmen die Kontrolle über eine ganze Mannschaft an Söldnern, die sich Overstrike 9 nennen. Diese gehören nämlich einer privaten Militär-Organisation an. Bei einem Auftrag entdecken die vier Mitglieder des Teams – Dalton, Naya, Izzy und Jacon – ein geheimes Labor und damit eine Substanz, die sich „FUSE“ nennt. Diese Energiequelle ist bereits im Jahr 1945 entdeckt worden, die Forschungen dauerten jedoch viele Dekaden an. Nun haben die Wissenschaftler die Energie für sich nutzen können und erschufen eine Waffe, die auf gar keinen Fall in falsche Hände geraten soll. Die „Raven Corporation“ sind übrigens diese bösen Jungs, gegen die wir uns bereits in der ersten Mission verteidigen müssen. Doch bevor die Gegner-Gruppierung alles aus dem FUSE-Arsenal mitnehmen konnte, endeckten die Helden auch einen eigenen Nutzen für die verbliebenen Waffen. Doch dazu später mehr. Auf der „guten“ Seite müssen Dalton & Co. die Substanz von der „Raven Corporation“ verteidigen und für dessen Sicherung sorgen, sonst wird FUSE unter der Kontrolle der Terroristen-Organisation stehen und somit die ganze Welt.

Die Story wird alles in allem recht linear erzählt. Überraschungen oder nicht vorhersehbare Wendungen bleiben uns vorenthalten. Es fühlt sich im Gesamten einfach locker und etwas oberflächlich an. Diese Tiefe, die man beispielsweise in „Spec Ops: The Line“ erleben durfte, ist nicht vorhanden. Man erzählt hier auf jeden Fall keine tiefgründigen Geschichten, sondern wird von einem Labor bzw. einer versteckten Einrichtung bis zur nächsten Location gejagt. Besser wäre es auch, wenn die Welt von FUSE nicht so isoliert wäre. Da man meistens in geschlossenen Räumen und in den immer wieder kehrenden Laboren agiert, hat man nicht so wirklich das Gefühl in der Zukunft zu sein. Klar, Alienwaffen hin oder her, aber die Atmosphäre bleibt leider auf der Strecke. Aus dieser lockeren Handlung heraus, folgt eine Art Humor, der jedoch keine wirklichen Grenzen überschreitet und nur so an der Oberfläche verbleibt. „Ich habe Angst vor Katzen“ oder „Ich mag die Wumme“ sind einfach nur schlechte Witze, die von der deutschen Synchro nicht sonderlich perfekt umgesetzt werden.




Schwache KI und fette Alien-Flinten

Beim Start müssen wir uns gleich für einen der vier Protagonisten entscheiden. Macht euch deswegen keinen Kopf, es ist vollkommen gleichgültig für welchen ihr euch entscheidet. Während der Missionen ist es jederzeit möglich die Charaktere zu wechseln. Jeder von ihnen kann bis zu drei unterschiedliche Waffen tragen, inklusive der FUSE-Gewehre. Dies ist auch das große Markenzeichen des Titels, dem Insomniac während der Werbe-Phase viel Beifall gespendet hat. Diese Flinten haben nicht nur eine große Durchschlagskraft, sondern auch positive Effekte während der Kampfsituationen. So kann Delton eine Laser-Wand aktivieren, mit dessen Hilfe keine Patronen durchgelassen werden. Für Attacken schleudert Delton eine Energie-Welle auf die näher stehenden Gegner und schaltet diese komplett aus. Sehr hilfreich ist es übrigens bei den kleinen Robotern, die mit der wachsenden Anzahl gefährlicher werden.

Auch wenn die Mitstreiter von der anderen Seite durch die Energie-Wand schießen, werden ihre Attacken verstärkt, ein sehr vorteilhafter Effekt. Etwas wackelig wird die Angelegenheit, wenn Dalton von der KI gesteuert wird, da er dann eigentlich niemals in der richtigen Position steht. Und so kommen wir zu der KI, die bei den Mitstreitern öfters mal aussetzt. Insbesondere ist dieses Dilemma bei den Zwischenbossen bemerkbar, nämlich dann, wenn die Kollegen in jede Richtung laufen, außer zum Gegner. Deshalb sind wir bei solchen Situationen immer auf uns allein gestellt.

Da kommt es sehr entgegen, dass Insomniac einen Ko-Op-Modus eingebaut hat. Bei höheren Schwierigkeiten ist es sehr ratsam auf menschliche Hilfe zu zählen, da schnelle Reflexe von Vorteil sind. Wenn also die Einzelspieler-Kampagne keine große Herausforderung bietet, kann man zu zweit immer noch Gegner-Wellen für Punkte besiegen, die sich dann auf auf die Entwicklung der Charaktere auswirken. Oh ja, auch bei „FUSE“ ist die Anpassung der Entwicklungspunkte von enormer Wichtigkeit. Demnach können Magazine erweitert, die FUSE-Wirkung vergrößert und die Heilungskräfte rapide gesteigert werden. Die Charaktere müssen separat aufgestuft werden, womit die Spieler eine Zeit lang beschäftigt sein sollten.




Langweiliges Level-Design

Optisch macht „FUSE“ nicht ganz so viel her, wie wir es uns eigentlich von Insomniac Games erhofft haben. Hier und da verschwommene Texturen und Clipping-Fehler, da es bei uns ein paar Mal passiert ist, dass der ein oder andere Charakter in der Wand stecken bleibt. In einem Punkt ist „FUSE“ besonders problematisch. Bei der Gestaltung der Umgebung sind uns meistens nur Labore und Verstecke aufgefallen, die mit den grauen Texturen nicht sonderlich beeindrucken konnten.

Klar, wir konnten auch mal das ein oder andere Mal raus kommen und die wunderschönen Kulissen von Schnee bedeckten Bergen bewundern, aber das war es auch schon. In einigen Levelabschnitten gibt es brennende Bereiche, das ist wohl der einzige Kontrast zum eigentlich öden Level-Design. Positiv gefallen uns hingegen die Gesichts-Animationen. Die Charaktere bekommen dadurch eine markante Mimik und hauchen den Zwischensequenzen etwas Abwechslung ein.

Was wir auch unbedingt ansprechen wollen, sind die Effekte der FUSE-Waffen, schließlich sind diese der Dreh- und Angel-Punkt bei dem Spiel. Wir würden uns gerne genug mehr Detailreichtum wünschen, wenn Izzy beispielsweise die Gegner einfriert. Diese sind dann lediglich von schwarzen und hässlichen Texturen umgeben. Auch durch Daltons Energie-Wand ist nur schlecht etwas erkennbar – dies versperrt öfters mal die Sicht.




Mit vier Witz dabei !

Dass „FUSE“ einen leichten Tick Humor enthält, haben wir schon erwähnt. Dieser spiegelt sich in den teils humorvollen Dialogen wider. Nicht nur bei den Zwischensequenzen, sondern auch während der Kämpfe beweisen die deutschen Sprecher, dass sie humorvolle Gespräche verkraften können. Auch ansonsten machen die einheimischen Sprecher ihre Arbeit ganz gut und nur mit kleinen Defiziten, wie zum Beispiel die teilweise unpassenden Lippenbewegungen.

Aber wie oben angesprochen sind die Witze nicht wirklich gut durchdacht oder einfach nur kindisch, wobei das jetzt wirklich Ansichtssache ist. Die akustische Untermalung in den Levels ist ebenfalls gelungen, mal ist es ruhig, von einem Moment auf den anderen bricht der energische Sound ein und ein Gefühl der Vorhersehbarkeit kommt zu Stande. Solche Situationen lassen deswegen keinen Raum für Überraschungen. Bei solchen akustischen Mitteln ist es eine Entscheidung der Macher, ob sie nun überraschen wollen oder nicht. Insomniac hat sich hierbei offenbar dagegen entschieden.





Das Fazit:

„FUSE“ ist deutlich auf die Ko-Op-Spieler ausgelegt, weshalb man nicht so viel Wert auf die Story gelegt hat. Diese ist nämlich nur oberflächlich erzählt worden, bietet keine Tiefe und keinen Widerspielwert. Diese Schwäche wird von der Ko-Op-Komponente überdeckt, so dass es bei mehreren Spielern wenig auffällt. Innovationen sind hier besonders bei den Waffen zu finden. Da jeder Charakter nicht nur äußerlich, sondern auch spielerisch eine Individualität entwickelt. Besser wäre es natürlich, wenn man die Waffen hätte mehr ausbauen können, um die Effekte auch optisch noch explosiver zu gestalten. Die Grafik ist eher Durchschnitt und hätte wegen diverser Bugs einen Patch gebraucht. Auf der akustischen Seite bleibt alles solide und weist nur kleinere, nicht nennenswerte Defizite auf. Alles in allem ein sehr auf Ko-Op fokussiertes Spiel, das wir vor allem für die Leute empfehlen, die auch gerne zusammen mit Freunden spielen und keinen großen Wert auf die Story legen.




Wertung




+ Teils humorvolle Story
+ FUSE-Waffen sehr interessant
+ Gute deutsche Sprecher
+ Solider Ko-Op-Spaß


- Oberflächliche Story
- Keine Überraschungen oder Wendungen
- Debile Ballereien
- KI-Aussetzer
- Keine optischen Verbesserungen an den FUSE-Waffen
- Clipping-Fehler
- Veraltete Grafik



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.06.2013 17:02 von alexking.

10.06.2013 16:58
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Xeomorph
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Beitrag: #2
RE: Im Test: FUSE

Das Game hat den Reiz verloren, als es seinen eigendlichen Namen verlorern hat.
Overstrike sollte es ja heißen. Der Trailer dazu war eigendlich richtig geil Big Grin

10.06.2013 18:43
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Aroro
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Beitrag: #3
xGames  RE: Im Test: FUSE

Ich hab irgendwie mal zwei Fragen zur Bewertung.
1. Was ist denn mit "Debile Ballerei" gemeint? Ich mein das in nem Shooter geballert wird ist ja eigentlich selbstverständlich. Darum frag ich mich gerade was das bedeuten soll.
2. Wieso ist denn die fehlende Möglichkeit zur optischen Veränderung von Waffen nen Minuspunkt? Ich meine okay in CoD und vielleicht auch in Battlefield kann man Camos auf die Waffen hauen, aber bei einer vielzahl von Spielen kann man ja nix an den Waffen verändern.

Hatte auch schon überlegt das Spiel zu kaufen, nur war mir der Preis bisher zu hoch. Wenn das nen bissel billiger wird, werd ichs mir aber trotzdem mal holen.

11.06.2013 15:08
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