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Naisco
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xGames  Im Test: Dustforce (PS3)


Genre: 2D-Jump´n Run
Publisher: Capcom
Entwickler: Hitbox Team
Systeme: PS3 / PS Vita

Online-Multiplayer: Ja
Altersfreigabe: USK ab 0 Jahren

Texte: Deutsch
PlayStation Move: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein

Vertrieb: PlayStation Network
Preis: 9,99 EUR


Sauberkeit ist eine Tugend! Nun, wie viele von euch gehöre ich zu der Art Mensch, der gerne ein aufgeräumtes Heim hat, aber trotzdem meide ich es oft, meine Fenster zu putzen, den Staub von den Regalen zu wischen oder den Boden mit einem Reiniger zu wischen. Habt ihr gewusst, dass es ein Spiel gibt in dem es mehr oder weniger um Sauberkeit geht? Der Titel nennt sich Dustforce und um was für ein Spiel es sich handelt, erfahrt ihr in diesem Test.



3, 2, 1, Dust!

Eine Story hat Dustforce keine, soviel sei schonmal gesagt. Aber eine spannende und verstrickte Geschichte mit zahlreichen Wendungen und glaubwürdigen Charakteren braucht so ein Spiel nicht. In Dustforce geht es darum, die Level in denen ihr euch befindet von Laub, Staub und anderem Schmutz in Pixelform zu befreien. Dabei hüpft ihr in typischer 2D-Jump´n Run-Manier im Stile von Spielen wie N+ oder Super Meat Boy von Plattform zu Plattform, säubert Böden, Wände und Decken und besiegt Gegner wie Bären oder Wölfe. Was so simpel klingt ist umso schwerer zu meistern, aber fangen wir von vorne an.

Ihr startet in einer Oberwelt, in der ihr eine von vier verschiedenen Schauplätzen wählen dürft. Zur Auswahl stehen euch ein Wald, eine Stadt, eine Labor und ein Schloss zur Verfügung. In den einzelnen Schauplätzen gibt es mehrere Level, von denen einige von Anfang an schon freigeschaltet sind. Manche Level, die verschlossen sind, sind umso schwerer auf der Oberwelt zu erreichen. Als blutiger Anfänger ist es nicht gerade leicht diese zu erreichen, auch wenn man noch gar keinen Schlüssel für das Level hat. Hier kommen einem die einsteigerfreundlichen Anfangslevel gut entgegen. Euer Ziel in Dustforce ist es, jedes Level komplett vom Schmutz zu befreien um am Ende jedes Levels einen Schlüssel zu erhalten, den man für spätere Level benötigt. Dabei spielen Faktoren wie Finesse und Completion eine wichtige Rolle. Erhaltet ihr in beiden Punkten ein S, erreicht ihr 100% und erhaltet einen Schlüssel. Während des "sauber Machens" erhaltet ihr Punkte und baut eine Combo auf. Wird diese Combo abgebrochen, beispielsweise durch einen Treffer eines Gegners und wenn ihr zu lange braucht, weiteren Schmutz zu wischen, könnt ihr am Ende eines Levels keinen S-Rang im Punkt "Finesse" mehr erhalten. Überseht ihr Schmutz, ist kein S-Rang in "Completion" erreichbar. Das ist nicht ganz einfach, denn die Steuerung fühlt sich oft etwas schwamming und träge an. So kann es schon passieren, dass ihr nicht an den Dreck an der Wand rankommt, da sich der Charakter zu träge bewegt. Oft gilt es, ein Level perfekt zu beherrschen bevor ein Doppel S-Rang möglich ist. Hier sind Wutausbrüche vorprogrammiert.


König des Hügels

Dustforce ist kein reiner Einzelspielerspaß, denn es hat einen Online- sowie Offlinemehrspieler- Modus mit bis zu acht Spielern. Hier gibt es zwei verschiedene Modi, den König des Hügels- und den Überleben-Modus. Im König des Hügels-Modus geht es darum, einen Punkt vor dem gegnerischen Team einzunehmen und zu verteidigen. Hierbei könnt ihr zwischen verschiedenen Charakteren wählen. Die "Guten", die auch im Singleplayer-Modus zu Verfügung stehen und die "Bösen". Es gibt zwar jeweils vier verschiedene Charaktere, diese unterscheiden sich jedoch nur in der Waffe die sie tragen und nicht durch die Akrobatik, die sie an den Tag legen. Anders als in der PC-Version, gibt es in der Konsolen-Version von Dustforce leider keinen Map-Editor. Es wäre spannend zu sehen, was sich die Community in der Hinsicht hätte einfallen lassen.


Gute Grafik, bessere Musik!

Dustforce hat einen sehr schönen Comic-Look, welcher mit schönen und bunten Hintergründen und vor allem sehr guten Animationen beeindrucken kann. Besser als die Grafik ist aber die Musikuntermalung des Spiels, welche einen fast schon durch die einzelnen Level "trägt". Die stimmungsvolle und abwechslungsreiche "9-Bit"-Musik wird nie langweilig und bringt sich sehr gut in den Hintergrund ein. Als nervig habe ich die Musik nie empfunden.




Das Fazit

Dustforce ist ein guter Jump´n Run-Titel für zwischendurch. Mit seinem Look und der schönen Musik kann es beeindrucken. Das Leveldesign brachte mir schon das eine oder andere mal schwitzige Hände und dennoch war es jedes mal eine Freude, ein Level mit einer Doppel-S-Bewertung abzuschließen. Schwächen weist das Spiel bei der etwas schwammigen Steuerung und dem fehlenden Map-Editor auf. Super Meat Boy-Fans und Fingerakrobaten finden aber sehr viel Spaß an diesem Titel. Spieler, für die selbst die Super Mario-Spiele zu schwer sind, sollten die Finger von Dustforce lassen, denn hier ist ein hoher Frustfaktor Gesetz!


Wertung



+ Einsteigerfreundliche Level
+ Sehr schöne Musik
+ Toller Grafik-Look
+ Abwechslungsreiche Level
+ Online- und Offlinemultiplayer


- Hoher Frustfaktor
- Kein Level-Editor
- Schwammige und träge Steuerung



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.02.2014 19:18 von alexking.

13.02.2014 19:05
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