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Im Test: Dragon Age Inquisition (PS4)

   

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Gin-Chan
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xxps3  Im Test: Dragon Age Inquisition (PS4)



Publisher: EA
Entwickler: BioWare

Release: 20. November 2014
Altersfreigabe: USK 16
Genre: RPG

Online-Multiplayer: Ja (4-Spieler-Koop)
Offline-Multiplayer: Nein
Sprache / Texte: Deutsch / deutsch
Originale Sprachausgabe verfügbar: Ja

Test
Zeitraum: 21. November – 09. Dezember
Plattform: PS4
Sprachausgabe: Englisch

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Nobody expects the spanish inquisition ...
Mit Dragon Age: Inquisition bringt uns Bioware in diesem Jahr den dritten Teil der erfolgreichen Dragon Age-Saga – die zahlreichen Ableger nicht mitgezählt. Der Kontinent Thedas ist in Gefahr: Zusätzlich zum Bürgerkrieg, in dem Magier und Templer um die Vorherrschaft kämpfen, tun sich überall im Land Rifts auf, über die Dämonenscharen in die Gefilde der Menschheit eindringen können. Und nur ein mutiger Held kann sie stoppen. Oder eine Heldin – heutzutage muss man ja politisch korrekt sein. Selbst bei Fantasy-Rollenspielen.



Im Charaktereditor habe ich 45 Minuten für meine Heldin Noroelle gebraucht ...



And should my people fall ...
Inquisition verfügt über eine sehr umfangreiche Hintergrundgeschichte, die zu Anfang nur schwer zu durchschauen ist, wenn man die Vorgänger nicht gespielt hat. Dabei gibt sich Bioware viel Mühe, auch neuen Spielern eine Chance zu geben, sich in das Universum einzufinden. So kann man online nicht nur die Vorgeschichte nachlesen, sondern sogar wichtige Entscheidungen bezüglich der Handlung treffen und so einen individuellen Zustand der Spielwelt generieren. Dieser kann zu Beginn importiert und als Ausgangspunkt für das Spiel verwendet werden.

Auch wenn man sich nicht ewig mit den Hintergründen beschäftigen möchte, versteht man das Wesentliche recht schnell: Templer und Magier befinden sich im Krieg miteinander. Der Protagonist schließt sich jedoch der Inquisition an, die irgendwie niemand leiden kann – zumindest zu Beginn. Viel drängender sind jedoch die Rifts – große, grün leuchtende Dimensionsspalten – über die Dämonen einfallen und den ohnehin nicht wirklich existenten Frieden bedrohen. Glücklicherweise hat der Held noch mehr grün leuchtendes Zeugs an der Hand, mit dem sich die Rifts schließen lassen. Damit erweist er sich als wichtigster Faktor im Kampf gegen die Dämonen.



Die Rifts spucken Dämonen aus. Rift … das habe ich doch irgendwo schon mal gehört ...



RPG++
Dragon Age ist ein RPG, wie es im Buche steht. Eigentlich ist es sogar noch mehr; es ist so RPG-mäßig, dass kaum ein RPG-Fan sich mehr wünschen könnte. Es beginnt mit der Charaktererstellung: Welche Rasse soll es sein? Männlich oder weiblich? Welche Klasse und welcher Kampfstil? Fehlt nur noch die Blutgruppe. Natürlich gibt es auch einen umfangreichen Charaktereditor, in dem jedes noch so kleine Detail des Gesichts angepasst werden kann – bis auf die Länge der Nasenhaare.

Natürlich muss unser Charakter auch ausgerüstet werden. Waffen und Rüstungen können entweder mit Materialien aus der Wildnis selbst geschmiedet oder unterwegs von gefallenen Gegnern gesammelt werden. Die besten Stücke sind natürlich nicht leicht zu ergattern: In bester Looting-Manier muss man sich durch tausende schrottreife Zahnstocher wühlen, bis man endlich das erhoffte Mega-Ultra-Dämonenschlachter-Langschwert mit Rüstungsbonus gefunden hat ...



Dialogoptionen gibt es natürlich auch ( ͡° ͜ʖ ͡°)



Action oder Strategie? Beides!
Statt sich wie gewöhnlich zwischen Echtzeit- bzw. Action-RPG und einem rundenbasierten, taktischen Kampfsystem zu entscheiden, hat Bioware für Dragon Age einfach beides verwendet. Dabei ist ein interessantes Kampfsystem herausgekommen: Im Kampf ist man niemals allein, sondern wird unterstützt von bis zu drei Begleitern. Diese Begleiter kann man nicht nur über knappe Anweisungen befehligen, sondern tatsächlich selbst steuern. Über die Pfeiltasten kann jederzeit zwischen den aktuellen Begleitern gewechselt werden, um das Schlachfeld aus einem anderen Blickwinkel zu erleben und die individuellen Fähigkeiten jedes Kämpfers einzusetzen. Die anderen Begleiter laufen solange auf Autopilot. Wie den eigenen Charakter kann man sie mit neuen Waffen und Rüstungsteilen ausstatten und ihnen beim Level-Up neue Fähigkeiten zuweisen.

Und wenn es aus jeder Perspektive schlecht aussieht, kann man zusätzlich jederzeit in die taktische Ansicht wechseln. Das Spiel wird eingefroren und man kann sich einen Überblick über den Status eigener und gegnerischer Kämpfer verschaffen und jedem Gruppenmitglied befehlen, was es als nächstes tun soll.



Ist das ein Dementor?



And now for something completely different
Inquisition bietet eine große Menge an Möglichkeiten: Es gibt viel zu erkunden, viel zu lesen und viel zu tun. Zwar muss man sich zu Anfang für eine Rasse und Kampfklasse entscheiden, aber über die Möglichkeit, neben dem Helden abwechselnd auch die Begleiter zu steuern, kann man alle Stile ausprobieren und parallel spielen. Auch ein Charakter allein wird nicht so schnell langweilig: Der umfangreiche Fähigkeitenbaum ermöglicht viele unterschiedliche Builds, mit denen man den eigenen Spielstil finden kann. Bis zu acht aktive Fähigkeiten können gleichzeitig eingesetzt werden, sodass es auch im Kampf selbst nicht so schnell langweilig wird.

Grafisch kann Inquisition ebenso überzeugen: Der Kontinent Thedas präsentiert sich als farbenfrohe und abwechslungsreiche Welt, in der es viel zu sehen und zu staunen gibt. Jedes Gebiet hat seinen eigenen Stil, es lässt sich viel Liebe zum Detail erkennen. Unterstützt wird das Ganze von einer gelungenen Tonspur; und wenn es doch mal langweilig wird, kann man auch bei den Dialogen der Begleiter genauer hinhören. Je nachdem, wen man auf einen Streifzug in die Wildnis mitnimmt, ergeben sich unterhaltsame Dialoge, die selbst die tristeste Quest auflockern.




Das Fazit:

Dragon Age macht alles richtig. Am Anfang war ich ein wenig enttäuscht, dass ich mich direkt für eine Klasse entscheiden musste. Gut, Doppelschwerter sind cool, aber eigentlich würde ich auch gerne mal als Magier spielen. Umso erfreuter war ich, als ich herausfand, dass ich alle Begleiter selbst steuern und so alle Klassen mal ausprobieren kann. Das Kampfsystem macht auch Spaß: Jeder Charakter kann bis zu acht Fähigkeiten ausrüsten, bei vier Gruppenmitgliedern ergibt das eine ganze Menge taktischer Möglichkeiten.

Die Welt ist aufregend und es gibt viel zu entdecken. Auch die Grafik spielt mit. Einziger Wermutstropfen: Da man immer gleich vier Charaktere mit neuer Ausrüstung versorgen und neue Fähigkeiten vergeben muss, verbringt man extrem viel Zeit – selbst für ein RPG – in den Charaktermenüs und bastelt an den verschiedenen Builds. Zeit, die ich lieber damit verbringen würde, durch die spannende Spielwelt zu streifen ...



Wertung




+ Interessante Story, die man auch ohne Hintergrundwissen weitestgehend versteht
+ Abwechslungsreiches Kampfsystem
+ Unterschiedliche Charaktere steuerbar
+ Viel zu erleben und entdecken
+ Glänzende Grafik


- „RPG-Overkill“ - teilweise ist es nötig, ziemlich viel Zeit vor den Charaktermonitoren zu verbringen, damit alle Gruppenmitglieder im nächsten Gebiet auch noch mitkommen



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.12.2014 22:15 von alexking.

09.12.2014 15:44
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