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Chabbanese
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xxps3  Im Test: Resident Evil HD Remastered (PS4)



Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Release: 20.01.2015

Altersfreigabe: USK 18
Genre: 3rd Person Survival-Horror

Multiplayer: Nein
Online-Features: Rangliste
Sprache / Texte: Englisch / Deutsch
Plattform: PS4 (digital via PSN)

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Das Grauen in HD
Wer kennt nicht das von Capcom im Jahr 1997 im Original veröffentlichte und 2002 auf den GameCube gebrachte Survival-Horror Resident Evil, das den Maßstab für sein Genre setzte und auch noch heute in manchen Spielen zu erkennen ist? Capcom zauberte mit dem Spiel damals eine Perle auf den Spielemarkt von Nintendo und war dort auch lange Zeit exklusiv. Nun dürfen auch endlich PS4-Besitzer Hand anlegen, für die Konkurrenz wurde das Spiel laut Publisher nochmal ordentlich aufpoliert und überarbeitet - wie der Klassiker auf der PS4 nach mehr als zwölf Jahren abschneidet, erfahrt ihr im exklusiven KINGx-Test.


Worum geht's?
Bei einem Rettungseinsatz der S.T.A.R.S (Special Tactics and Rescue Service) stürzt der Helikopter des Teams in einem Wald nahe eines alten Anwesens ab. Angeführt von Albert Wesker wird das Team von monströsen Hunden in die Villa gedrängt und muss von da an einen Weg heraus finden. Doch alles geht schief - Teammitglieder verschwinden oder werden tot aufgefunden und unter der Einheit scheint es eine große Intrige zu geben. Der Spieler muss nicht nur einen Weg durch das düstere Anwesen, gespickt von infizierten Toten finden, sondern auch die Verschwörung rund um die Einheit S.T.A.R.S aufdecken.


Schöne, hässliche Zombies
Weil Resident Evil eher zu den "alten Schinken" gehört, hat Capcom auch insgesamt nur eine befriedigende Leistung in Sachen Optik abgeliefert. An vielen Stellen merkt man deutlich, wie die Texturen und die Auflösung hochpoliert wurden (was auch toll ist), an anderen Stellen leider nicht (siehe Bild oben). Hier kommt der Eindruck "da schaut ja eh keiner hin" rüber, weil die Qualität der Umgebung schwankt und ein verwirrendes Gefühl hinterlässt. Die Charaktere hingegen sehen sehr schön und detailliert aus und können sich durchaus sehen lassen. Der Sound ist insgesamt gut, leider hakt es aber auch hier bei höheren Lautstärken und es geht kurzzeitig mal ins Rauschen über - spätestens bei den als "Crimson Head" bezeichneten Superzombies sollte dies jedem auffallen.



Es ist, wie es ist
Spieltechnisch kann man nicht über Capcom fluchen, immerhin handelt es sich hier um ein Spiel mit Technik aus dem Jahre 2002 bzw. 1996, als der allererste Teil das Licht der Welt erblickte. In Resident Evil Remastered sind die Umgebungen im Spiel immer aus einer festen Perspektive betrachtet. Läuft man mit dem Charakter über den Rand des Gebietes hinaus, wechselt die Kamera auf die nächste festgesetzte Perspektive. In der Remastered kommt eine analoge Steuerung hinzu, welche die Spielfigur in die Richtung laufen lässt, in die man den Analogstick drückt. Fans der alten Schule können alternativ die klassische Steuerung benutzen, welche sich über das Steuerkreuz direkt oder über das Menü für die Analogsticks umstellen lässt.

Ansonsten hat sich nichts geändert, das ist aber auch gut so. Das Haus enthält eine Menge Rätsel, die mehr oder minder schwierig sind und nicht durch Tipps erleichtert werden. So kann es auch mal sein, dass man sich zwei Räume vorher eine Symbolkombination merken muss und später dann bei einem Bedienfeld eben jenen Code eingeben darf. Die Menüführung wurde auch nicht verändert, wünschenswert wäre an der Stelle gewesen, Gegenstände ähnlich wie in Resident Evil Zero auf den Boden legen zu können.

Auf der anderen Seite macht aber genau dies auch den Reiz im Spiel aus, eben nicht alles so bequem zu können wie in den aktuellen Spielen, die größtenteils nur auf Komfort getrimmt sind. Trotz der Bemühungen von Capcom irritiert die neue Steuerung teils mehr als die klassische, da bei einem Szenenwechsel der Charakter plötzlich in eine andere Richtung schaut und man bei einem erneuten Bewegen des Analogsticks aufgrund der geänderten Perspektive auch umdenken muss. In Krisensituationen oder für besonders Eilige kann dies ohne Übung zum Problem werden, da man so mal gerne in die Arme eines Zombies läuft oder an Kanten hängen bleibt - die klassische Steuerung wird von mir an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Als Malus kann man die immer noch langen Ladezeiten beklagen. Bei jedem Raumwechsel wird eine Szene abgespielt, in der sich die gewählte Tür öffnet - danach kann man weiterspielen. Die Speicherzeiten haben sich auf der PS4-Version jedoch leicht verkürzt.





Fazit
Zeiten ändern sich und so gerät Resident Evil in eine Zwischenwelt, die keinem Erstspieler so wirklich gut gefallen wird. Neben der Steuerung, die man mögen muss, fällt im Vergleich zu heutigen Spielen einfach die sehr kurze Spielzeit auf. Im Grunde genommen gibt es nur drei Gebiete und fest vorgelegte Vorgehensweisen, um voranzukommen - dominiert wird das Spiel durch die nervigen Ladeszenen zwischen jedem Raum. Als Neuling kann man aber schon mal 12 Stunden am ersten Durchgang sitzen, Veteranen durchbrechen aber leicht die Mauer und legen Zeiten hin, die unter drei Stunden angesiedelt sind. Die Spielzeit wird daher zwar zu den negativen Punkten gezählt, fließt aber fairerweise nicht mit in die Bewertung ein, weil die Spielgröße damals durch die Technik auch irgendwo limitiert war.

Leider hakt es in der Remastered aber auch manchmal an der Optik. Während viele Bereiche wirklich schön aufpoliert aussehen und sich sehen lassen können, kommen andere Gebiete wie Pixelmatsch vor. Auch der Sound lässt manchmal zu wünschen übrig und klingt stellenweise wie komprimierte Audiodateien blechig und rauschend - dabei benötigt das Spiel rund 15GB an Speicherplatz. Mit dem Remake kann man schöne Momente haben und seine Trophäensammlung aufpolieren, jedoch kann man für diese Arbeit keinen KINGx-Award an Capcom verleihen. Neulinge der Reihe sollten sich den Titel aber trotzdem nicht entgehen lassen, da er den Grundstein für Resident Evil gelegt hat und die Geschehnisse darin auch noch weitreichend in den Nachfolgern zu spüren sind.


Wertung


+ Nostalgischer Wert
+ Hoher Wiederspielwert durch verschiedene Modi, Charaktere und Enden
+ Tolle Story, die maßgeblich für die Hauptreihe war
+ Rätsel ohne Beihilfe


- Extrem kurze Spielzeit (fließt nicht in die Bewertung mit ein)
- An einigen Stellen doch nicht so HD wie propagiert
- Steuerung kann stark irritieren (fließt nicht in die Bewertung mit ein)
- Trotz Remastered viele nervige Ladezeiten



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.02.2015 12:57 von Chabbanese.

03.02.2015 21:20
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Beitrag: #2
xGames  RE: Im Test: Resident Evil HD Remastered (PS4)

Chabbanese :

Als Malus kann man die immer noch langen Ladezeiten beklagen. Bei jedem Raumwechsel wird eine Szene abgespielt, in der sich die gewählte Tür öffnet - danach kann man weiterspielen. Die Speicherzeiten haben sich auf der PS4-Version jedoch leicht verkürzt.


Das sehe ich nicht als Minuspunkt. das ist Bestandteil der alten serie. Es soll die spannung erhöhen

Im übrigen erschien das original 1996 und nicht 97. 1997 erschien Resident Evil: Directors Cut

03.02.2015 23:11
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Resident Evil HD Remastered (PS4)

Ich bin auch der Meinung, die Animationen erzeugen eine Spannung. Gehört einfach zu resident evil.

Schlimmer finde ich den Pixelbrei, obwohl HD propagiert wird.

04.02.2015 22:12
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RE: Im Test: Resident Evil HD Remastered (PS4)

Ladezeiten? ehm nein?

06.02.2015 03:18
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