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Chabbanese
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xxps3  Im Test: Shovel Knight (PS4)



Publisher: Yacht Club Games
Entwickler: Yacht Club Games
Release: 21.04.2015

Altersfreigabe: USK6
Genre: 2D-Sidescroller

Multiplayer: Nein
Online-Features: Keine
Sprache / Texte: Keine / deutsch, englisch
Plattformen: PS4, PS Vita (Cross-Buy), PC, Nintendo 3DS, Nintendo Wii U

X zum Angebot (PlayStation Store)



Oh du Schaufelichkeit
Die Indie-Industrie boomt förmlich. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch immer wieder mal die ein oder andere Perle mit im Sortiment ist - so auch Shovel Knight. Als Kickstarter Kampagne kamen rund 300.000$ zusammen, mit denen Yacht Club Games etwas tolles geschaffen hat. Die Entwickler kreierten ein Spiel, welches witzige Parallelen zu alten, bekannten Titeln hat und sich dabei doch wie etwas eigenes anfühlt. Wie sich der 8 Bit Platformer im Retro-Stil bei uns schlägt, erfahrt ihr im folgenden Test.



Es war einmal...
Wie der Name schon verrät, geht es im Spiel um den berühmten Ritter Shovel Knight. Anders als die anderen Kämpfer in seinem Rang, benutzt dieser eine altertümliche Schaufelwaffe, welche ihm auch als Schwert dient. Nach einem etwas längeren Ruhestand erscheint aus dem Nichts eine miese Zauberin, welche alle im Land herrschenden Ritter auf ihre Seite zieht und alles ins Chaos stürzen will - Schaufelritter macht sich auf den Weg zu ihrem Schloss, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.



Mario, Mega Man und Onkel Dagobert vereint
Die Levelauswahl erinnert direkt an Super Mario World - von oben herab blickt man auf die einzelnen Levelpunkte und kann erst zum nächsten Gebiet, wenn das vorherige gesäubert worden ist. Dabei ist die Karte relativ knapp gehalten und bietet neben einigen Ausflügen in Nebengebiete kein Level ohne Endboss - das erinnert doch irgendwie an Mega Man. Im Level selbst spielt sich Shovel Knight wie ein Sidescroller, doch auch hier sind Parallelen zu bekannten Spielen zu erkennen. So kommt Onkel Dagoberts Geist zum Vorschein, wenn man im Sprung mit der Schaufel nach unten drückt - der berühmte Pogo-Stick! Auch die Schaufelschwünge und deren Sound lassen uns das Spiel wie einen alten Bekannten vorkommen - da war doch was - ach ja, Adventures of Link.



Da schaufelt doch was
Die Schaufel eignet sich natürlich nicht nur zum vermöbeln von Gegnern, sondern kann auch dazu genutzt werden, Schätze auszugraben oder Erdblöcke zu zerstören. Gesammeltes Gold kann der Schaufelritter dann in neue Rüstungen, neue Schaufeltechniken und Upgrades auf Lebensenergie oder Magie investieren. Auch Relikte gibt es zu kaufen, die dem Shovel Knight spezielle Fähigkeiten für einen kurzen Zeitraum gewähren - sei es ein Feuerball oder kurzzeitige Unverwundbarkeit, für jeden Spielstil und für jede Situation ist etwas dabei. Die Übersicht bleibt dabei gut erhalten und keins der Relikte wird wirklich im Inventar verstauben.

Anders als die meisten 8-Bit Spiele spendiert Yacht Club Games den Leveln Checkpoints (welche sich für Hardcore-Fans aber auch zerstören lassen) und überbrückt damit die frustrierende Seite des Genres geschickt, denn in den Jump & Run Passagen kommt es gerne mal vor, dass man in ein bodenloses Loch fällt oder die super-tödlichen Zacken berührt. So wie in Spielen der Souls-Reihe Seelen beim Ableben verloren gehen, lässt der Schaufelritter etwas Gold an der Stelle seines letzten Todes liegen, welches dann in Form von fliegenden Säcken am Todesort schwebt. Hier hat man nochmal die Chance, hart ergrabene Währung zurückzuholen.



[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=SgnD4WRzgjI[/youtube]



Fazit
Yacht Club Games vereint mit Shovel Knight viele Spiele, die wir in guter Erinnerung behalten haben, unter einem Banner. Dabei fühlt sich das Spiel trotzdem als ein eigenständiges an, weil es die Dinge grundlegend verbessert hat und überzeugt durch sein abwechslungsreiches Leveldesign und die schlichte, aber durchaus nicht einfache Spielmechanik. Im Spiel kommt nie Langeweile auf, weil jedes Level und jeder Boss total unterschiedlich sind - das ganze wird teils mit einer Portion Humor serviert, was den Retro-Fan in Erinnerungen schwelgen lässt und Shovel Knight zu einem der Top Indie-Titel des Jahres macht.



Wertung


+ Nostalgischer 8-Bit Retro Sidescroller
+ Viele Hommagen an bekannte Retro-Games
+ Forderndes, aber faires Gameplay
+ Abwechslungsreiches Leveldesign

- Relativ kurze Spielzeit
- Die Story hat nur wenig Tiefgang


Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.05.2015 10:32 von Chabbanese.

07.05.2015 15:53
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