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alexking
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xxps3  Im Test: Pro Evolution Soccer 2016 (PS4)



Publisher: Konami
Entwickler: Konami

Release: 17. September 2015
Genre: Fußball-Simulation
Plattformen: PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360, PC

Altersfreigabe: ab 0 (USK)
Uncut: Ja

Spieler: 1-22 (online)
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Dateninstallation: Ja

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Auch in diesem Jahr schickt sich Konami wieder an um mit Pro Evolution Soccer die Fifa Reihe auf dem Fußball-Thron abzulösen. Seit dem letzten Jahr und der Einführung der FOX Engine hat man einiges an Vorsprung der Konkurrenz aufholen können. Hinzu kommt, dass das von uns bereits getestete Fifa 16 in diesem Jahr mit schlechtem Balancing zwischen Abwehr und Angriff arg schwächelte. Es wäre also die perfekte Gelegenheit, um eine Wachablösung im Genre vorzunehmen. Ob PES 2016 diesen vermeintlichen Elfmeter verwandelt hat, haben wir für euch getestet.

Zunächst einmal ist die Prämisse aufzustellen, dass PES auch in diesem Jahr wieder mit relativ wenig Lizenzen auskommen muss. Wir ziehen dafür aber nichts von der Wertung ab, denn einerseits kann Konami nichts tun, weil EA Sports mit diversen Ligen und Teams Exklusiv-Verträge geschlossen hat und andererseits kann man sich per Option File auch alle originalen Daten einspielen. In diesem Jahr ist es auch Gott sei dank wieder möglich Bilder zu importieren, sodass man logo und Trikots erstellen kann. Entscheidend ist auf dem Platz und daher werten wir in erster Linie das Gameplay.


Im letzten Jahr hatte man mit der Serie wieder die Kurve gekratzt, nachdem man jahrelang deutlich hinter Fifa herhinkte. Dieses Jahr hat man die positive Entwicklung fortgesetzt und sich dabei nicht allzu mutig gezeigt. Es gibt lediglich kleine Gameplay-Änderungen, die sich vor allem auf den Bereich der Animationen beziehen. Hier kamen einige neue Bewegungen hinzu, die man z.B. bei Ballannahmen und direkten Weiterleitungen bemerkt. Der Spielfluss ist gewohnt gut und dank der starken Ballphysik gibt es immer wieder neue Spielsituationen. Vor allem tödliche Pässe klappen deutlich besser als in Fifa, was unter anderem an der besseren KI der Mitspieler liegt.

Die Torhüter hat man etwas verbessert. Sie neigen nicht mehr so stark zu katastrophalen Aussetzern, aber sind bei Schüssen innerhalb des Strafraums meist chancenlos. Spürbar ist auch das höhere Spieltempo. Dieses enpfindet man aber immer noch als angenehm und man hat immer noch genug Zeit sich Spielzüge zu überlegen. Der Schiri glänzt in diesem Jahr allerdings mit Abwesenheit, weil er fast alles durchgehen lässt. Online muss man daher damit rechnen gnadenlos abgegrätscht zu werden.


Optisch überzeugt der Titel dank der FOX Engine wieder. Die Gesichter sehen teils besser aus als in Fifa. Lediglich die Oberkörperbewegungen der Spieler sehen immer noch recht hölzern aus. Schön ist auch, dass es nun einen dynamischen Wetterwechsel gibt, es kann also z.B. während der Partie anfangen zu regnen. Insgesamt bleibt die Präsentation weiter hinter der Konkurrenz zurück. Dies fängt schon bei den altbackenden Menüs an und setzt sich bei den Stadien fort. Dafür bietet man auch dieses Jahr wieder exklusiv die Champions League und Europa League. Ansonsten sind die anfangs angesprochenen Lizenzen immer noch dünn und fokussieren sich eher auf Südamerika. Aus der Bundesliga ist dieses Jahr nicht mal Dortmund an Bord. Anlass für Kritik bietet aber auch, dass Konami die letzten Transfers nicht berücksichtigt hat. So spielen etwa Vidal und Costa noch nicht bei Bayern.

Den myClub Modus und die Karriere hat man mit einigen Rollenspiel-Elementen aufgepeppt. An den Suchtfaktor von Ultimate Team kommt man allerdings nicht heran. Online läuft es solide, auch wenn das Matchmaking leider immer noch nicht so schnell und unkompliziert wie in Fifa funktioniert. Dafür hat man aber im Multiplayer viel Spaß, weil es kein unfaires Momentum Feature gibt und dank der guten Balance zwischen Offensive und Defensive schöne Partien zustande kommen. Völlig daneben ist leider der Kommentar. Diesen kann man getrost abschalten. Nachdem Wolf-Christoph Fuß zur Konkurrenz abgewandert ist, kann man sich nur noch die Ohren zuhalten. Oftmals passen die Kommentare überhaupt nicht zum Geschehen. So jubelt der Reporter öfters über ein Traumtor, dabei ging der Ball daneben.


Fazit
PES 2016 bietet weniger Atmosphäre, weniger Lizenzen und weniger Umfang als Fifa 16. Aber der Titel hat mehr Herz und überzeugt mit dem ausgewogeneren Gameplay, das die Simulation in diesem Jahr knapp vor der Konkurrenz auf den ersten Tabellenplatz hievt. Für PES 2017 wünschen wir uns aber dennoch mehr Innovation und einen allgemein frischeren Anstrich.


Wertung


+ Sehr schöner Spielfluss
+ Tolle Spielergesichter & Dynamischer Wetterwechsel
+ Neue PRG-Elemente im Karriere & myClub Modus
- Bilder-Import wieder möglich

- Sperriges Matchmaking
- Kommentator erzählt oft völligen Mist
- Keine aktuellen Kader


Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.09.2015 19:05 von alexking.

28.09.2015 18:59
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xGames  RE: Im Test: Pro Evolution Soccer 2016 (PS4)

Ist es möglich mit selbstersterstellten Mannschaften Online zu zocken?
In PES 13 auf der PS3 ging das damals nicht ._.

29.09.2015 11:11
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alexking
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Beitrag: #3
xGames  RE: Im Test: Pro Evolution Soccer 2016 (PS4)

Darktraceur92 :
Ist es möglich mit selbstersterstellten Mannschaften Online zu zocken?
In PES 13 auf der PS3 ging das damals nicht ._.


Wenn du mit einen Patch online spielst, werden Embleme, Kits und Teamnamen geladen aus deinem Option File. Die Kader jedoch nicht, da werden die Standard Einstellungen von Konami geladen, vermutlich um unfaire Fantasy-Teams mit den besten Spielern zu vermeiden.

Wenn du jetzt z.B. aus PE-United Borussia Dortmund erstellst, hast du zwar die Kits usw. aber nicht die originalen Spieler, womit es eigentlich schon unsinnig ist.

03.10.2015 12:58
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