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Im Test: Far Cry Primal (PS4)

   

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alexking
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xxps3  Im Test: Far Cry Primal (PS4)

Der letzte Teil der Far Cry Reihe konnte uns auf ganzer Linie begeistern. Nun steht mit Far Cry Primal bereits der nächste Open World Shooter vor der Tür, oder besser gesagt vor der Höhle. Denn dieses Mal geht es in die Steinzeit - ein Setting das bei Spielen nicht all zu oft vorkommt und bei Shootern schon gar nicht. Dennoch hat Ubisoft den Versuch gewagt und den Titel beim renommierten Montreal Studio entwickeln lassen.


Publisher Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal

Genre: Ego-Shooter
Release: 23. Februar 2016
Plattformen: PS4, Xbox One, PC

Altersfreigabe: ab 16 (USK)
Uncut: Ja
Sprache/Texte: Steinzeit / Deutsch
Dateninstallation: Ja
Spieleranzahl: 1 (kein Multiplayer)

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Ab in die Steinzeit
Der letzte Teil der Far Cry Reihe konnte uns auf ganzer Linie begeistern. Nun steht mit Far Cry Primal bereits der nächste Open World Shooter vor der Tür, oder besser gesagt vor der Höhle. Denn dieses Mal geht es in die Steinzeit - ein Setting das bei Spielen nicht all zu oft vorkommt und bei Shootern schon gar nicht. Dennoch hat Ubisoft den Versuch gewagt und den Titel beim renommierten Montreal Studio entwickeln lassen. Ihr schlüpft in die Rolle von Takkar, einem Mitglied des Wenja Stammes und findet euch 10.000 Jahre vor Christus in einer Welt namens Oros wieder.

Wer schon mal ein Far Cry gespielt hat, wird sich schnell zu recht finden. Ihr erkundet eine offene Spielwelt, erfüllt Missionen und erobert Stützpunkte. Dieses Spielprinzip ist nicht mehr frisch, aber bewährt und funktioniert auch in Primal tadellos. Das Besondere am Spiel ist aber das Szenario. Ubisoft ist es gelungen die Atmosphäre der Steinzeit wunderbar einzufangen und authentisch wiederzugeben. Das Leben als Steinzeitmensch war hart. Auf den Tisch kam, was die Natur so hergab. Doch dort lauern auch gefährliche Tiere wie Mammuts, Säbelzahntiger oder Wölfe. Diese greifen euch an, können aber auch gejagt werden. Ihre Felle sind kostbar und notwendig, um im Crafting Menü Gegenstände herstellen zu können.


Survival vor Ballerorgie
Was die Waffen anbelangt, ist die Auswahl stark begrenzt. Es gibt den Bogen, den Speer oder die Keule. Diese fühlen sich dafür hervorragend an und bieten ein optimales Treffer Feedback. Viel mehr stand den Jägern früher zwar auch nicht zur Verfügung, dennoch ist dadurch auch die Vorgehensweise arg eingeschränkt. Ihr seid überwiegend im Nahkampf unterwegs und hierbei fehlt uns leider die Möglichkeit zu blocken. Wenn ein verfeindeter Stammeskrieger auf euch losstürmt, seht ihr schnell ziemlich alt aus. Viel mehr noch als in den früheren Teilen der Reihe ist daher Stealth der vorzugswürdige modus operandi. Das Gameplay unterscheidet sich ansonsten nicht von den Vorgängern, aber es ist klar zu merken, dass das Survival-Feeling im Vordergrund steht. Ihr könnt nicht einfach ein paar Magazine in eure Feinde ballern, eure Munition ist stets begrenzt, sodass man sich genau überlegen sollte, wen man angreift oder besser nicht. Hier bei ist mehr Taktik gefragt. So ist es cleverer wilde Tiere durch Köder anzulocken, um die verfeindeten Udam eliminieren zu lassen, als euch alleine gegen 5 Krieger zu stellen.

Far Cry 4 Mod oder eigenständiges Spiel ?
Man merkt dem Spiel dennoch an, dass die Engine aus Far Cry 4 verwendet wird. Leider sind die Missionen nicht besonders abwechslungsreich. Es geht überwiegend darum x zu töten oder y zu beschaffen. Am meisten Spaß macht noch das Jagen. Positiv hervorzuheben ist aber, dass ihr dieses Mal selbst ein Dorf aufbauen könnt mit Bewohnern, die ihr während eurer Reise kennenlernt und sich diese auch unterscheiden. Von ihnen erhaltet ihr unter anderem neue Waffen. Tiere lassen sich zudem später zähmen, wodurch sich neue Pfade im Gameplay öffnen. Dieses Feature bringt nochmal deutlich mehr Schwung ins Gameplay. Zwar konnte man auch in Fra Cry 4 schon auf Elefanten reiten, doch in Primal geht das Ganze einen Schritt weiter. Ein gezähmtes Tier könnt ihr jeder Zeit herbeirufen und es auf eure Feinde hetzen. Wird es dabei verwundet, müsst ihr es auch pflegen. Gleich am Anfang eures Abenteuers zähmt ihr eine Eule. Diese könnt ihr losschicken, um die Gegen auszukundschaften, was euch einen klaren taktischen Vorteil im Kampf bringt. Es ist etwas, was sich durch das ganze Spiel zieht. Ubisoft hat die Steinzeit-Thematik wirklich liebevoll umgesetzt und sich Ideen gemacht. Auch ein dynamischer Tag/Nachtwechsel gehört dazu. Nachts kann man andere Tiere entdecken, es ist aber auch gefährlicher, da einige wilde Kreaturen auf Beutezug gehen, teils in Rudeln.


Unberührte Natur ist am schönsten
Optisch ist Far Cry Primal erneut sehr ansprechend. Die Umgebung sieht klasse aus, auch wenn sie zu Beginn des Spiels sehr farbarm wirkt. Später erkundet ihr auch Wald, Wasserlandschaften und schneebedeckte Gebiete. Die Vegetation sieht erneut wunderschön aus. Die Welt um euch herum wirkt durch die Tiere und die anderen Steinzeit Menschen sehr lebendig. Auch die Soundkulisse ist wieder erstklassig. Besonders ist dabei, dass sich Ubisoft eine komplett eigene Sprache der Bewohner von einem Linguistik Professor hat entwickeln lassen, um noch mehr Authentizität ins Spiel zu bringen. Dank Untertiteln und schön eingefangener Emotionen bekommt ihr aber dennoch alles mit. Abzüge gibt es leider auch, weil ein Multiplayer und ein Co-Op Modus fehlen. Besonders die fehlende Möglichkeit sich mit einem Kumpel gemeinsam den Mammuts und anderen Gefahren zu stellen, vermissen wir schmerzlich. Hier merkt man, dass wir eben kein Far Cry 5 vor uns haben, sondern eine Art Pausenfüller.


Fazit
Mammuts statt Elefanten, Speere statt Maschinengewehre - man könnte den Eindruck gewinnen, Far Cry Primal sei nur ein Mod zu Far Cry 4. Tatsächlich gibt es keinen echten technischen Fortschritt. Der Umfang ist aufgrund der Streichung sämtlicher Mehrspieler-Funktionen auch noch geringer ausgefallen. Und dennoch kann der Shooter überzeugen, weil er ein interessantes Experiment wagt und abseits der Krawumm-Titel voll und ganz auf die Atmosphäre und das Survival-Feeling setzt. Das ansprechend und liebevoll umgesetzte Steinzeit-Setting ist der einzige Trumpf des Spiels, aber ein Trumpf der sticht und zwar in das Herz eines jeden Jägers und Sammlers.


Wertung


+ Authentisches Steinzeit-Setting
+ Echtes Survival-Feeling
+ Tiere können gezähmt werden
+ Möglichkeit eigenes Dorf aufzubauen

- zu geringe Auswahl an Waffen
- Kein Multiplayer & Co-Op
- Wenig Abwechslung bei den Missionen


Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.02.2016 16:10 von alexking.

28.02.2016 11:27
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sigma-m
Team Sunny
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Far Cry Primal (PS4)

Wenn es tatsächlich nur wie ein Mod erscheint, ist mir der Preis ehrlich gesagt etwas zu hoch angesetzt. Zumal ich auf Amazon so spontan keine PS3-Version finde ?!

28.02.2016 12:18
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alexking
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Far Cry Primal (PS4)

Eine PS3 Version gibt es auch nicht. Da war oben aus Versehen noch der Text aus einem anderen Review drin.

Mod insofern, dass man natürlich merkt, dass es auf Far Cry 4 basiert. Aber die Steinzeit Thematik wurde schon sehr schön umgesetzt. Also es lohnt sich, auch wenn man FC4 gespielt hat. Das Feeling ist ein anderes, es geht viel mehr in Richtung Survival.

28.02.2016 18:03
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Dreiundachzig
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Far Cry Primal (PS4)

Ich habe bereits einige Stunden gespielt und von der Story kaum etwas gemacht. Es macht auf jeden Fall Spaß. Nachts muss man aufpassen, weil gerade dann die Raubtiere aktiver sind, vor allem die Wölfe jagen in Rudeln.

Dass es nur eine geringe Auswahl an Waffen gibt stört mich gar nicht. Neben den genannten drei im Artikel gibt es noch ein Messer und Bomben. Die gezähmten Tiere sind auch eine gute Unterstützung im Kampf.

Das Spiel ist übrigens im Osten Europas angesiedelt.

29.02.2016 12:37
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