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alexking
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xxps3  Im Test: Titanfall 2 (PS4)

Der erste Teil von Titanfall erschien 2014, war aber Microsoft Anhängern vorbehalten. Damals schielten PS4 Spieler neidisch auf die Titanenkämpfe. Für die Fortsetzung des Shooters galt der Deal mit EA aber nicht und so darf man Titanfall 2 auch auf der PS4 erleben. Mutigerweise hat man sich für einen Release Ende Oktober entschieden. Mutig deshalb, weil mit Battlefield 1 die hauseigene Konkurrenz nur eine Woche zuvor und mit Call of Duty: Infinite Warfare die Konkurrenz von Activision eine Woche später erschien. Ob dies taktisch clever war, sei mal dahingestellt, ob der Titel aber gelungen ist, haben wir für euch herausgefunden.



Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Respawn Entertainment

Release: 28. Oktober 2016
Genre: Ego-Shooter
Plattformen: PS4, Xbox One, PC

Altersfreigabe: ab 18 (USK)
Uncut: Ja
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch

Dateninstallation: Ja
PS4 Pro Support: Ja
PlayStation VR: Nein

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Die Titanen landen auf der PS4
Der erste Teil von Titanfall erschien 2014, war aber Microsoft Anhängern vorbehalten. Damals schielten PS4 Spieler neidisch auf die Titanenkämpfe. Für die Fortsetzung des Shooters galt der Deal mit EA aber nicht und so darf man Titanfall 2 auch auf der PS4 erleben. Mutigerweise hat man sich für einen Release Ende Oktober entschieden. Mutig deshalb, weil mit Battlefield 1 die hauseigene Konkurrenz nur eine Woche zuvor und mit Call of Duty: Infinite Warfare die Konkurrenz von Activision eine Woche später erschien. Ob dies taktisch clever war, sei mal dahingestellt, ob der Titel aber gelungen ist, haben wir für euch herausgefunden.

Titanfall 2 erhält sowohl eine Einzelspieler-Kampagne als auch einen Multiplayer. Überraschend ist dabei, dass die Kampagne erstaunlich gut gelungen ist. So etwas erwartet man von einem Shooter in heutigen Zeiten gar nicht mehr und ob dies vom Entwickler so beabsichtigt war, wissen wir nicht. Klar ist aber, dass der Einzelspieler den Mehrspieler deutlich in den Schatten stellt. Zwar benötigt man für einen Durchlauf auch nur knapp 7h und somit nicht bedeutend mehr als bei anderen Vertretern des Genre, jedoch wird man währenddessen blendend unterhalten. Das Gameplay setzt nicht nur auf stumpfes Geballere, sondern erinnert in Zügen an die geniale Half Life Serie.


Singleplayer ist das Herzstück
Neben der schnellen Reaktion am Abzug, geht es vor allem darum, den richtigen Weg zu finden. Auch einige kleinere Rätsel sind zu lösen. Dank Doppelsprung und Wallruns, muss man oft erst überlegen wie man vorankommt. Gleich im ersten Spieldrittel ist man etwa in einer vollautomatisierten Fabrik unterwegs und muss die Abläufe der Maschinen genau beobachten, um an bestimmte Stellen zu gelangen. Die Areale bieten ausreichend Größe, um den modus operandi selbst zu bestimmen. Man kann schleichen, als Scharfschütze agieren oder sich direkt in den Close Quarter Combat stürzen. Die Waffen fühlen sich allesamt sehr gut an und das Treffer-Feedback überzeugt.

Hinzu kommt der Einsatz des Titans. In dieses Exoskelett kann man an vielen Stellen im Spiel schlüpfen und ist dann mit übermächtiger Power ausgestattet. Dieser Gameplay-Aspekt macht besonders viel Spaß. Zum einen liegt dies an der toll funktionierenden Steuerung, zum anderen auch am flüssigen Spielablauf. Schnell gerät man in einen Flow und will nicht mehr aufhören. Da stört die doch recht bescheidene KI der Gegner nur marginal. Neben Soldaten und Kampf-Robotern, bekommt ihr es unter anderem auch mit Dinos zu tun. Im späteren Verlauf des Spiels findet man ein Gerät, mit dem Zeitsprünge möglich sind. So kommt man durch versperrte Durchgänge oder positioniert sich taktisch klug hinter Feinden. Dies funktioniert hervorragend, denn das System merkt sich die exakte Position aller Gegner. Auch einige Timing- und Geschicklichkeitspassagen müssen so bewältigt werden. Die Story interessiert dabei nur am Rande, auf Zwischensequenzen zur künstlichen Spielverlängerung hat man komplett verzichtet.


Schöner Look trotz alter Engine
Optisch macht Titanfall 2 auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Das Level-Design kann sich absolut sehen lassen und überzeugt mit abwechslungsreichen Felsformationen, Wildbewuchs und Wasserfällen. Man merkt auch sofort, dass der Titel mit 60 fps läuft. Auch die Effekte sehen toll aus. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Engine doch ein wenig betagt ist. Zum Einsatz kommt hier die Source Engine, die in früherer Version schon Spielen wie Portal 2 Leben einhauchte. Schwächen gibt es bei den automatisierten Animationen. So sind etwa viele Pflanzen im Spiel starr und bewegen sich nicht im Wind oder bei Kontakt. Dafür sind die Texturen aber sehr scharf. Wirklich meckern kann man also nicht. Der Soundtrack inklusiver deutscher Synchronisation ist gelungen, auch wenn sich der Audioaspekt ziemlich zurückhält.

Standardkost im Multiplayer
Als Shooterfan hätte man vermuten können, dass die Stärke des Spiels im Mehrspieler liegt. Doch dem ist nicht so. Der Multiplayer kann zwar durchaus unterhalten, fällt aber hinter der Kampagne ab. Die gebotenen Modi sind die üblichen Verdächtigen, also Variationen von Team Deathmatch. Man kann jedoch auch mit den Titanen gegeneinander kämpfen. Für etwas Abwechslung sorgt zudem ein Modus, in dem man Geld für Kills bekommt und dieses dann an einer Bank einzahlen muss. Unterwegs kann man des Geldes aber wieder beraubt werden, wenn man selbst getötet wird. Der Multiplayer leidet etwas an einer geringen Spielerzahl, was dem eingangs erwähnten Releasezeitraum geschuldet sein dürfte. Ein Online-Dauerbrenner wird Titanfall 2 daher wohl nicht. Erfreulich ist aber, dass alle DLCs kostenlos angeboten werden sollen. Dennoch hätten wir uns persönlich gewünscht, den Mehrspieler ganz zu streichen und stattdessen eine doppelt so lange Kampagne zu entwickeln.




Fazit
Titanfall 2 ist ein sehr guter Shooter, der überraschenderweise seine Stärken nicht im Multiplayer, sondern in der Kampagne hat. Dort überzeugen das leichtgängige Gameplay und die erfrischenden Spielideen so sehr, dass man über die eher mäßige KI und die völlig beiläufig erzählte Story mühelos hinwegsehen kann. Wer sich überwiegend in Online-Gefechte stürzen möchte und die Kampagne nur als Tutorial ansieht, ist mit der Konkurrenz von Battlefield und Call of Duty besser bedient, verkennt dabei aber auch was das Spiel darstellt.



Wertung


+ Starke Kampagne mit frischen Ideen
+ Hervorragender Spielfluss dank 60fps und leichtgängiger Steuerung
+ Kostenlose DLCs
+ Titanen machen viel Spaß

- Schwache KI
- Story wird kaum präsentiert



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.11.2016 09:29 von alexking.

06.11.2016 09:28
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