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Im Test: NieR Automata (PS4)

   

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alexking
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xxps3  Im Test: NieR Automata (PS4)

In Nier:Automata seid ihr die letzte Hoffnung der Menschheit, welche von außerirdischen Invasoren eingenommen wurde und die Welt in eine tiefe Einsamkeit gestürzt hat. Aus diesem Grund wird eine Androiden-Armee auf die Erde geschickt, um den Kampf mit den Maschinen aufzunehmen; der Menschheit zur Ehre! Viel mehr von der Story wird zu Beginn des Spiels nicht verraten. Als Android folgt ihr strickt den Anweisungen eures obersten YoRHa Kommandos. Ohne Emotionen, ohne Vernunft.



Publisher: Square Enix
Entwickler: Platinum Games

Release: 10. März 2017
Genre: Action
Plattformen: PS4

Altersfreigabe: ab 16 (USK)
Uncut: Ja

Spieler: 1
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch

Dateninstallation: Ja
PS4 Pro Support: Ja
PlayStation VR: Nein

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Das menschliche Leben beginnt jenseits der Verzweiflung
In Nier:Automata seid ihr die letzte Hoffnung der Menschheit, welche von außerirdischen Invasoren eingenommen wurde und die Welt in eine tiefe Einsamkeit gestürzt hat. Aus diesem Grund wird eine Androiden-Armee auf die Erde geschickt, um den Kampf mit den Maschinen aufzunehmen; der Menschheit zur Ehre! Viel mehr von der Story wird zu Beginn des Spiels nicht verraten. Als Android folgt ihr strickt den Anweisungen eures obersten YoRHa Kommandos. Ohne Emotionen, ohne Vernunft.

Worte sind geladene Pistolen
Bevor ihr auf der Erde angekommen seid, müsst ihr euch allerdings zunächst den Weg mit Hilfe eures im Flug gesteuerten mechanischen Titanen freikämpfen. Insgesamt wird das Spiel nämlich von 3 unterschiedlichen Gameplay-Ausrichtungen geprägt. Neben den Flugeinlagen seid ihr hauptsächlich zu Fuß unterwegs und kämpft dabei im klassischen Action-Adventure Stil des Vorgängers (Nier; 2010) in einer offenen, von Beginn an frei zugänglichen Welt. Zur Abwechslung gibt es allerdings ebenfalls „Side-Scrolling“ Passagen, welche zwar das Kampfsystem an sich nicht verändern, aber durch die fixe Kamera nochmal unterschiedlich zur Atmosphäre beitragen.


Donnerlittchen!
Insgesamt bietet das stimmige Setting ein tolles Flair. Die Welt ist zwar durch ihr postapokalyptisches Umfeld relativ leer, dennoch weiß sie stellenweise durch das Leveldesign zu begeistern. Dabei ist es ein wenig bedauerlich, dass es gesamt gesehen wenig Abwechslung gibt. Neben Beton und Stahl werdet ihr zwar noch durch andere Klimazonen geführt, allerdings sind das insgesamt nur etwa fünf unterschiedliche Areale die ihr dabei erkunden könnt. Musikalisch werden aber alle Bereiche fantastisch untermalt. Der Soundtrack allein verführt einen dazu Nier:Automata wieder ins Laufwerk zu legen. Außerdem überzeugen selbst die Untertitel des Spiels, welche bei einer englischen Sprachausgabe in Deutsch verfügbar sind und auf liebevolle Art und Weise verfasst sind, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hat.

Wer nichts getan hat, ist niemand
Nier:Automata stößt einen nicht direkt auf die vielfältigen Modifikationen, die in dem Spiel verfügbar sind. Trotzdem sind diese da und müssen von dem Spieler entdeckt werden um erfolgreich voran zu kommen. Euer Level steigt natürlich passiv mit dem Fortschritt des Spiels durch das Besiegen eurer Gegner. Zusätzlich ist es euch möglich, neue Waffen zu finden und eure Ausrüstung zu verbessern. Eure Nahkampfwaffen, die an unterschiedlichen Orten des Spiels gefunden werden können, sind mit Hilfe von simplen, aber seltenen Gegenständen leicht zu verstärken. Ebenfalls könnt ihr die Programme eures Pods, einem ständigen Begleiter der euch im Kampf auf Distanz unterstützt, je na Situation variieren um mächtige Schläge auszuführen oder um euch bei der Suche nach versteckten Gegenständen zu helfen. Die größte Komplexität bietet euch allerdings die Zusammensetzung eurer Ausrüstung durch Plugin-Chips. Hier könnt euren Spielstil individuell anpassen, und euren Charakter in bspw. Angriff, Verteidigung, Geschwindigkeit oder Ausdauer verbessern. Aber Vorsicht! Solltet ihr an einem unbestimmten Zeitpunkt sterben, müsst ihr euch eure Ausrüstung zurückholen. In Nier:Automata verliert ihr also nicht eure Münzen zur Bezahlung von Waffen, Heilgegenständen oder Verbesserungschips, sondern ihr verliert tatsächlich eure ausgerüsteten Plugin-Chips. Zusätzlicher Frust entsteht dann, wenn ihr vergessen habt zu speichern. Automatisches Speichern ist insofern nicht vorhanden. Die Suche nach Speichermöglichkeiten ist daher stets notwendig und so kann es leider mal vorkommen, dass man durch den Tod eine halbe Stunde an Zeit vergeudet hat.


Das Kampfsystem selbst weiß zu begeistern! Es ist äußerst rasant und Bedarf viel Übung um sich Geschickt durch die gegnerischen Angriffswellen zu bewegen. Ausweichen ist dabei euer bester Freund. Der perfekt getimte Einsatz von leichten und schweren Schlägen ist dabei überlebenswichtig. Die Übersicht sollte dabei nicht verloren werden, was sich teilweise recht schwierig gestalten, da euer Begleiter-Androide in manchen Situationen euch zum Verwechseln ähnlich sieht.

Der Mensch ist im Grunde Begierde, Gott zu sein
Nier:Automata lässt den Spieler die größte Zeit des Spiels im Dunkeln tappen und gibt dem Spieler nur bruchstückhaft Antworten auf alle seine Fragen. Als Androide werdet ihr als gewissenlose Maschine auf die Erde geschickt. Doch recht schnell versteht ihr eure Umgebung zu beobachten und von den Maschinen zu lernen. Nier:Automata besitzt recht philosophische Ansätze und stellt sich selbst dabei die Frage, was die Menschheit, aber auch selbst Existenz an sich eigentlich ausmacht.


Fazit
Die Inszenierung in Nier:Automata ist mitunter genial und das schnelle Kampfsystem macht auch in der Abwechslung viel Spaß. Das Spiel ist durchsetzt von wundervollen Momenten und weist sehr viel Liebe fürs Detail auf. Viele Geheimnisse werden ebenfalls erst nach mehrmaligem Durchspielen aufgedeckt. Insgesamt fehlt es dennoch an Gegner-Abwechslung. Die Welt wirkt alles in allem relativ klein und es gibt insgesamt nicht wirklich viel zu entdecken.



Wertung


+ Flüssiges, temporeiches Gameplay
+ Grandioser Soundtrack
+ Liebevolle Untertitel
+ Stimmiges Setting
+ Tolle Inszenierung
+ Variierendes Spieldesign
+ Neue Geheimnisse nach mehrfachem Durchspielen
+ Schwierigkeitsgrad frei wählbar

- Schwache Texturen
- Wenig Abwechslung
- Zu Beginn des Spiels relativ lange, öde Laufwege
- Sperrige Menüführung
- Spartanische, nebulöse Erzählstruktur



29.03.2017 17:37
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RedBull301 (Mar-29-2017)
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