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alexking
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xxps3  Im Test: Marvel vs. Capcom Infinite (PS4)

Eigentlich hatte Capcom geplant, dass Street Fighter V das Ausgängeschild im Beat 'em Up Sektor werden sollte. Doch so richtig ging der Plan nicht auf. Obwohl das Gameplay gewohnt ausgefeilt und gut balanciert war, stellte sich der Erfolg nicht wirklich ein. Die Fans schwärmten immer noch von den klassischen Teilen vergangener Tage und einige sind sicherlich auch zur Konkurrenz Injustice abgewandert. Dort gibt es Superhelden und Schurken als Charaktere, mit denen sich viele Gamer identifizieren können.



Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom

Release: 19. September 2017
Genre: Beat 'em Up
Plattformen: PS4, Xbox One, PC

Altersfreigabe: ab 12 (USK)
Uncut: Ja

Spieler: 1-4
Sprache/Texte: Englisch/Deutsch

Dateninstallation: Ja
PS4 Pro Support: Ja
PlayStation VR: Nein

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Eigentlich hatte Capcom geplant, dass Street Fighter V das Ausgängeschild im Beat 'em Up Sektor werden sollte. Doch so richtig ging der Plan nicht auf. Obwohl das Gameplay gewohnt ausgefeilt und gut balanciert war, stellte sich der Erfolg nicht wirklich ein. Die Fans schwärmten immer noch von den klassischen Teilen vergangener Tage und einige sind sicherlich auch zur Konkurrenz Injustice abgewandert. Dort gibt es Superhelden und Schurken als Charaktere, mit denen sich viele Gamer identifizieren können. Nun dachte sich Capcom also, warum nicht Beides kombinieren, also das etablierte Gameplay mit Superhelden auffrischen und bringt uns nun Marvel vs. Capcom Infinite.

Wie der Name schon vermuten lässt, sind im Spiel sowohl Kämpfer aus dem Marvel als auch dem Capcom Universum vertreten. Von Marvel erfreuen uns etwa populäre Figuren wie Hulk, Spiderman, Ironman, Thor oder Captain America. Von Capcom sind neben den Street Fighter Veteranen Ryu und Chun-Li auch aus anderen Spielereihen bekannte Protagonisten wie Dante (Devil May Cry), Chris Redfield (Resident Evil) oder Mega Man X vertreten. Insgesamt kann man zum Launch aus 30 Kämpfern auswählen, weitere sollen per DLC nachgereicht werden.


Wer den Titel das erste mal spielt, wird aufgrund der Hektik vielleicht etwas überfordert sein. Das Spieltempo ist hoch und anfangs etwas chaotisch, aber daran gewöhnt man sich nach wenigen Kämpfen. Für die Kamera gilt dies aber leider nicht. Diese ist nicht immer ideal platziert und insbesondere wenn sich die Action in die Vertikale verlagert, also bei Sprüngen, geht die Übersicht verloren, da man nicht mehr erkennen kann wo sich der Kontrahent am Boden befindet. Ansonsten funktioniert die Steuerung aber gut und die meisten Moves lassen sich leicht ausführen, sodass man auch als Genre-Einsteiger schnell zu Erfolgserlebnissen kommt. Etwas schade ist jedoch, dass die Kämpfe wenig Interaktion mit der Umgebung bieten. Die Stages sind zwar durchaus lebendig, bieten aber keine zerstörbaren Objekte und verlagern sich auch nicht auf verschiedene Ebenen.

Die Kämpfe laufen grundsätzlich im Tag Team Modus ab, man spielt also 2 vs. 2 und kann jederzeit durch Drücken von R1 zwischen Ihnen wechseln. Neben den normalen Kämpfen, gibt es natürlich auch einen Trainingsmodus und einen Online-Multiplayer. Man muss allerdings sagen, dass ein paar Charaktere wie etwa Hulk oder Moves wie die Drehung von Haggar overpowered sind.


Für Einzelkämpfer am interessantesten ist sicherlich der Story-Modus. Dieser ist allerdings nicht so gut gelungen wie in Injustice 2 und läuft eher wie eine undurchdachte Aneinanderreihung von wahllosen Kämpfen ab. Dabei treten auch gute und böse Figuren zusammen im Team an. Der große Widersacher ist dabei Ultron Sigma, sodass die Story immerhin einen roten Faden hat.

Optisch macht der Titel einen schönen Eindruck. Die Kämpfe laufen sehr dynamisch mit hoher und stabiler Framerate ab. Es gibt massenhaft Effekte und die Special Moves sehen auch toll aus. Für die Vertonung gilt dies leider nicht. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, sondern nur Untertitel. Aber auch die englischen Sprecher wirken zu gleichförmig. Man hat das Gefühl ein Speaker hat gleich das halbe Roster jeweils mit leicht verstellter Stimme eingesprochen.


Fazit
Das große Plus von Marvel vs. Capcom Infinite ist das attraktive Roster mit einer Vielzahl von beliebten Charakteren wie Ryu, Hulk, Spiderman oder Thor. Diese bietet die Konkurrenz aus lizenzrechtlichen Gründen nicht. Ansonsten ist das Spiel im Genre aber nur Mittelmaß. Dafür mangelt es vor allem der Story an Elan und dem Gameplay an Pfiff. An Injustice 2 kommt man daher nicht heran, aber für Marvel Fans gibt es keine echte Alternative.


Wertung


+ Große attraktive Charakterauswahl
+ Einsteigerfreundlich
+ Hohes Spieltempo

- Kamera teils schlecht positioniert
- Story-Modus uninspiriert
- Balancing-Probleme



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.09.2017 19:11 von alexking.

28.09.2017 19:08
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