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Im Test: Gran Turismo Sport (PS4)

   

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alexking
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xxps3  Im Test: Gran Turismo Sport (PS4)

Polyphony Digital lässt die Motoren wieder aufheulen. Für gewöhnlich lässt sich das auf Rennspiele spezialisierte und exklusiv für Sony produzierende Studio viel Zeit mit der Entwicklung. Dies gilt auch für Gran Turismo Sport, denn seit dem Release von Gran Turismo 6 sind nunmehr bereits vier lange Jahre ins Land gezogen und dennoch präsentieren uns die Japaner nicht den siebten Teil der Rennspiel-Simulation, sondern ein Spin-Off mit abgespeckten Inhalten, welches aber natürlich zum Vollpreis angeboten wird und exklusiv für PS4 erhältlich ist.



Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Polyphony Digital

Release: 18. Oktober 2017
Genre: Rennspiel
Plattformen: PS4

Altersfreigabe: ab 0 (USK)
Uncut: Ja
Texte: Deutsch

Dateninstallation: Ja
PS4 Pro Support: Ja
PlayStation VR: Ja (kostenlos enthalten)

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Polyphony Digital lässt die Motoren wieder aufheulen. Für gewöhnlich lässt sich das auf Rennspiele spezialisierte und exklusiv für Sony produzierende Studio viel Zeit mit der Entwicklung. Dies gilt auch für Gran Turismo Sport, denn seit dem Release von Gran Turismo 6 sind nunmehr bereits vier lange Jahre ins Land gezogen und dennoch präsentieren uns die Japaner nicht den siebten Teil der Rennspiel-Simulation, sondern ein Spin-Off mit abgespeckten Inhalten, welches aber natürlich zum Vollpreis angeboten wird und exklusiv für PS4 erhältlich ist.

Beim ersten Starten des Spiels wird man mit einem opulenten mehrminütigen Intro verwöhnt, welches verdeutlichen soll, dass sich der Titel an Raser aller Art richtet. Im Hauptmenü angelangt, folgt die Ernüchterung aber auf dem Fuß. Denn eine große Modi-Vielfalt wird hier nicht geboten. Man hat die Wahl ein schnelles Rennen auf den insgesamt 26 Strecken zu starten oder aber man wagt sich an die Fahrschule bzw. Missionen. GT Sport überzeugt dabei vor allem durch einen hohen Grad an Realismus. Experten schalten die Fahrhilfen ab und spielen mit Lenkrad. Es geht dabei also alles andere wie bei einem Online Casino vor. Es geht viel mehr darum, die Boliden durch richtiges Timing beim Bremsen und Rausbeschleunigen aus den Kurven auf der Ideallinie zu halten.


Schmerzlich vermisst wird hingegen ein echter Karriere-Modus. Eine Story oder Zwischensequenzen gibt es nicht. So fällt die Langzeitmotivation eher gering aus. Einige Funktionen stehen auch nur bei bestehender Online-Verbindung zur Verfügung, die wiederum ein kostenpflichtiges PlayStation Plus Abo voraussetzt. Löblich ist dafür, dass GT Sport auch PlayStation VR Support vom Start weg integriert hat. Es besteht zwar kein Zugriff auf alle Inhalte, aber ein tolles Erlebnis ist es allemal.

Der Fuhrpark umfasst insgesamt knapp 160 Fahrzeuge. Unter den Vehikeln sind dabei sowohl Rennwagen als auch Straßenfahrzeuge verschiedener Preisklassen, angefangen bei Einsteiger-Karren wie dem VW Golf bis hin zu Luxus-Sportwagen wie dem Lamborghini Veneno. Alle namhaften Fabrikate sind vertreten, darunter auch die nicht einfach zu erhaltenen Lizenzen von Porsche und Ferrari. Die Auswahl ist also groß genug, dennoch muss man festhalten, dass GT 6 beispielsweise fast achtmal so viele Schlitten bot. Auch gibt es keine ausgefallenen Vehikel wie Trucks, Karts oder Quads.


Dennoch wird man für den geringeren Umfang des Titels mit einer hohen Detailgenauigkeit entschädigt. Die Autos sehen nicht nur von außen und in den fantastischen Replays nahezu fotorealistisch aus. Auch die Cockpits wurden mit allen Armaturen, Schaltern und Displays liebevoll nachgestaltet. Dies gilt auch für die Strecken, die zudem mit dynamischen Lichtwechsel und Wettereffekten überzeugen. Auf der PS4 Pro sieht das Ganze dann optisch nochmal eine Spur knackiger aus. Etwas schade ist hingegen, dass es wieder kein Schadensmodell gibt. Wer also wie Rambo fährt, bekommt dafür zumindest kein optisches Feedback.




Fazit
Gran Turismo Sport ist ein schöner Pausenfüller zwischen dem sechsten und siebten Teil. Besonders die detailgetreu nachgestalteten Fahrzeuge sehen beeindruckend aus. Leider ist der Gesamtumfang des Spiels nicht allzu groß, wobei inbesondere ein ordentlicher Karriere-Modus fehlt. Rennspielfans kommen aufgrund des hohen Realismusgrades aber trotzdem voll auf Ihre Kosten.


Wertung


+ Hoher Realismusgrad beim Fahrverhalten
+ Beeindruckend detailreich nachgebildete Fahrzeuge
+ PlayStation VR Support für lau
+ Alle namhaften Hersteller lizenziert

- Kein richtiger Karriere-Modus
- Fuhrpark könnte abwechslungsreicher sein
- Kein Schadensmodell



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.11.2017 09:05 von alexking.

09.11.2017 09:03
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greenieZ
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RE: Im Test: Gran Turismo Sport (PS4)

Ein großer Kritikpunkt für mich ist auch, dass man um Platin Trophäe zu bekommen, auch zwingend Online spielen muss. Sprich, wenn Sony bzw. Polyphone Digital weiter daran festhält, kann es sein das man eines Tages nicht mehr alle Trophäen erspielen kann. Ich hoffe natürlich das sich das im Laufe der Zeit noch ändern wird, denn das Spiel macht an sich recht Spaß. Ich finde auch die Fahrschule, Missionen und Streckenerfahrungen nicht schlecht gemacht und es reizt einen alles auf Gold zu fahren. Wenn man dies geschafft hat, möchte man natürlich Rennen fahren um die restlichen Trophäen noch zu bekommen, jedoch möchte ich nicht zwingend Online fahren da man so relativ schwierig an die Trophäen kommt, und man den Spaß am Fahren verliert.

09.11.2017 11:49
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RE: Im Test: Gran Turismo Sport (PS4)

greenieZ, das ist Sony so gewollt damit die Spieler gezwungen wird die PSN Plus Abo zu kaufen. Wer viele Trophäen-Punkten sammeln will soll auch für Online Trophäen zahlen.

09.11.2017 18:04
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Nordic711
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xGames  RE: Im Test: Gran Turismo Sport (PS4)

Leider geht der Test nicht wirklich auf den Kern des Spiels ein, nämlich die Online-Rennen mit denen man sich Erfahrung, Meilen, Credits und eine Fahrerwertung erspielt. Eigentlich finde ich die Idee toll. Aber die Umsetzung ist eine Katastrophe.
1. Mir ist es mittlerweile schon mindestens 5 mal passiert, dass ich auf Pole stehe und direkt in der ersten Kurve rausgerammt werde und letzter bin. Dadurch kann ich das Fahrerranking nicht verbessern und man fährt im nächsten Rennen mit den gleichen "Ramm-Holzköpfen". Ich wurde einmal in zwei Rennen hintereinander sogar vom gleichen Typ rausgerammt...
2. Wer jetzt denkt, "aber halt, dafür gibt es doch ein Strafsystem", täuscht sich. Der Täter bekommt (wenn es gut läuft!) eine 10s strafe, die er während des gesamten Rennens abbauen muss, indem er langsamer fährt. Im Normalfall baut sich allerdings eine Strafe aus der ersten Runde locker automatisch während des Rennens ab durch Abbremsen auf Kurven oder vom Gas gehen in Kurven. Es gibt aber auch den anderen Fall: Vor einem fahren sich 3 Leute in die Karre, man versucht auszuweichen, kollidiert trotzdem mit einem und fliegt ab. Dann passiert es häufig, dass man ans Ende des Feldes zurückfällt und dafür auch noch eine 10s Strafe passiert! Äußerst ärgerlich und frustrierend in diesem Moment, vor allem, wenn das in der letzten Runde passiert und man die Strafe entweder tatsächlich durch aktives vom Gas gehen auf einer Geraden abbauen muss (und das funktioniert auch nicht zuverlässig!) oder man bekommt die Strafe an das Rennergebnis addiert.

Fazit: Ohne vernünftiges Strafsystem ist der Online-Modus für mich reiner Frust. Das Spiel an sich ist unglaublich toll. Die Grafik ist der Hammer und immer flüssig. Die Autos fühlen sich toll an (vielleicht nicht ultrarealistisch, aber halbwegs realisitisch) und sehen so gut aus, dass man oft nach einer neu erstellten Lackierung erstmal mit seinem Auto ein paar Scopes Fotos schießen möchte. Man kann die Missionen sogar mit Gamepad mit Gold anschließen, wobei ich persönlich das Lenkrad bevorzuge. Das ForceFeedback gefällt ebenfalls.

ForceFeedback und vor allem die Grafik sind besser als Project Cars 2.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2017 06:51 von Nordic711.

13.11.2017 06:46
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