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gutster
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xxps3  Im Test: Splinter Cell - Blacklist



Genre: 3rd Person Stealth
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Systeme: PS3, XBox 360, PC, Wii U

Online-Multiplayer: Ja
Altersfreigabe: ab 18 Jahren (USK)
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch

PlayStation Move: Nein
Dateninstallation: Ja
Stereoskopisches 3D: Nein

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Nachdem das letzte Splinter Cell nur für die Xbox 360 und den PC kam, gibt uns Sam Fisher in Splinter Cell: Blacklist sein Comeback auf der PS3. Nachdem die Trailer mehr auf eine actionlastige Ballerorgie schließen lassen, wird unser Test euch darüber aufklären, ob Sam Fisher immer noch der schleichende Held ist oder man ein Michael Bay Werk auf die Reihe gestellt hat a la Call of Duty.




Sam Fisher ist zurück

Die Engineers bedrohen die USA. In einer Reihe von Anschlägen, die durch die Blacklist angekündigt werden, wollen Sie die USA ins Chaos stürzen. Sam Fisher will das natürlich verhindern und geht mit der geheimen Spezialeinheit 4th Echelon auf die Jagd. In insgesamt 13 Missionen, die euch um die ganze Welt schicken, müsst ihr die Engineers stoppen und so die USA vor einer riesigen Katastrophe retten. Die Story rund um Die Blacklist wird dabei gut erzählt und ist bis zum Schluss spannend. Zwar ist die Story an manchen Stellen ziemlich patriotisch, allerdings ist das über die Jahre hin ein Markenzeichen von Tom Clancy geworden. Die Spielzeit variiert stark je nach Stil jedes Spielers, daher können wir dazu keine genau Angabe machen. Der Umfang inklusive der Co-op Missionen ist allerdings recht ordentlich und unterhält einige Stunden. Um mobil zu sein, benutzt Sam ein altes Militärflugzeug, den Paladin, der als Zentrale dient um neue Missionen zu starten. Das Schöne an dem Paladin ist die Möglichkeit ihn aufzurüsten. Ihr habt die Möglichkeit einige Upgrades durchzuführen, die euch das Schleichen am Boden erleichtern oder euch neue Waffen und Gadgets freischalten.

Natürlich müsst ihr diese Upgrades auch bezahlen. Nach jeder Mission bekommt ihr je nach Leistung Dollars, die ihr in Upgrades oder neue Ausrüstungsteile investieren könnt. Durch Abschließen von weiteren Nebenaufträgen, wie zum Beispiel eine bestimmte Anzahl von Kills mit einer Pistole, erhaltet ihr weitere Währung. Die Upgrades helfen euch wirklich am Boden, daher lohnt es sich auch diese Nebenaufträge zu machen. Der Paladin dient übrigens auch als Hauptmenü für das Spiel. Am SMI könnt ihr neben den Blacklist Missionen, die die Story bilden, auch zwischen den Co-OP Missionen und dem Multiplayer wählen. Wollt ihr mal nicht auf die Jagd gehen könnt ihr auch frei im Paladin herumlaufen.



Schleichen oder Ballern - Die Entscheidung ist einfach

Wie bereits anfangs erwähnt, waren die ersten bewegten Bilder für Fans der ersten Teile ein wahrer Schock. So viel Action und Geballere ist man von Sam Fisher überhaupt nicht gewohnt. Zum Glück ist Splinter Cell: Blacklist kein Opfer übertriebener Action geworden und setzt auf Schleichen und taktisches Vorgehen. Das heißt allerdings nicht, dass ihr eine Mission nur durch vorsichtiges Vorgehen beenden könnt. Blacklist lässt dem Spieler offen wie er die Mission spielen und abschließen will. Ihr könnt in Sam Fisher Manier die Gegner ablenken, in dunkle Ecken locken und vorsichtig vorbei laufen oder wie Rambo reinstürmen und alles niedermähen was euch in die Quere kommt. Die Entscheidung liegt ganz bei euch. Allerdings merkt man, dass die Entwickler selbst den Stealthweg bevorzugen würden. Es gibt Situationen in denen man auf den ersten Blick nur mit Geballer durchkommt. Allerdings stirbt Sam Fisher sehr schnell, was mehr oder weniger das Geballere zu einer unsinnigen Lösung macht und dem Spieler beweist, dass Schleichen und Warten oft zum Erfolg führt. Dabei hilft auch das neue Deckungssystem. Mit einem Knopfdruck könnt ihr bequem von Deckung zu Deckung huschen. Das funktioniert auch immer gut und nimmt euch ein wenig Arbeit ab. Während ihr die Deckung mit nur einem Knopfdruck wechselt, könnt ihr derweil schon den nächsten Schritt planen, was wichtig ist um Erfolg zu haben.

Die Steuerung kommt euch dabei nicht in die Quere. Diese funktioniert sehr gut, Serienveteranen gewöhnen sich innerhalb von Minuten daran, aber auch Neulingen wird nichts erschwert. Auch das Zielen geht gut von der Hand, was für ein Stealthspiel selbstverständlich sein sollte. Vor jeder Mission könnt ihr euch vollständig ausrüsten. Von Handschuhen über die Waffen bis hin zum Licht der Sonarbrille von Sam, die serientypisch grün leuchtet. Dabei habt ihr Einiges zur Auswahl, so kann man seinen persönlichen Spielstil wieder einfließen lassen, statt Gasgranaten lieber Blendgranaten in den Rucksack packen. Die Ausrüstung erkauft ihr euch durch die Dollar, die ihr pro Mission verdient.



Spione gegen Söldner - Teamplay empfohlen

Neben der Singleplayer-Kampange bietet euch Splinter Cell: Blacklist einen etwas anderen Multiplayermodus, der sich Spione gegen Söldner nennt. Dieser bietet euch ein 4vs4 Multiplayer Mix aus First Person- und Third Person Shooter. Die Söldner spielen in der Ego Perspektive, die Spione in der Third Person. Die Spielmodi sind recht klassisch gehalten. Aber in allen Modi kommt es wirklich auf das Teamplay an, vor allem wenn man Spion ist. Und das gefällt uns richtig gut. Es kommt auf Kommunikation und taktisches Vorgehen an um erfolgreich zum Beispiel einen Server zu hacken und während dessen den Bereich zu verteidigen. Dabei muss man sich gut verteilen, dunkle Ecken darf man auch mal nutzen um die Gegner in einen Hinterhalt zu locken. Insgesamt wird dadurch ein klassisch wirkender Multiplayer deutlich anspruchsvoller.

Ungefähr das selbe gilt auch für den Co-Op Modus, der euch nochmal weitere Missionen bietet. Dabei kann man mit bis zu 4 Spielern das 4th Echolon Team übernehmen und gemeinsam durch die Gegend schleichen. Auch hier greift wieder das Prinzip des Teamplays optimal und bringt spielerische Herausforderung mit sich.



Grafisch solide

Splinter Cell: Blacklist basiert auf der Unreal Engine. Blacklist ist allerdings ein wenig Zwiegestalten. Es gibt zwar keine totalen Verunstaltungen, an ein The Last of Us kommt es allerdings nicht heran. Besonders positiv aufgefallen sind uns die Schauplätze in Blacklist. Diese sehen sehr gut aus und bringen eine gute Atmosphäre rüber. Egal ob es sich dabei um eine verlassene Schlucht handelt oder ein Hochsicherheitsgebäude. Die Lichteffekte sind dabei eines der Highlights im ganzen Spiel. Nicht so schön sind manche Gesichter der Nebencharaktere. Sam sieht gut aus und vermittelt auch ein wenig Ausdruck. Was man allerdings zum Beispiel von Charlie, den Technikguru des 4th Echolon nicht behaupten kann. Das Gesicht ist sehr kantig und vermittelt überhaupt nichts. Auch Grim, die Sam während der Missionen unterstützt ist nicht gerade gut gelungen. Da merkt man ein wenig die Schwächen der Unreal Engine. Aber im Großen und Ganzen sieht Blacklist gut aus und vermittelt eine gute Stimmung.

Soundtechnisch ist Splinter Cell aber sehr gut gelungen. Der Soundtrack passt sich den Missionen gut an, die deutsche Sprachausgabe geht auch klar. Wer lieber die Originalsprache will, kann auch die englische Sprachausgabe wählen, allerdings ist der langjährige Synchronsprecher vom Sam abgesprungen, was Serienverteranen negativ auffallen wird. Jedoch ist auch hier die Qualität auf einem hohen Level.




Fazit

Splinter Cell: Blacklist ist glücklicherweise keine Ballerorgie geworden und kehrt tatsächlich zu den Wurzeln der Reihe zurück. Wer auf Schleichaction steht, wird sich hier sehr wohl fühlen. Selbst Spieler, die gerne mal mit dem Kopf durch die Wand wollen, werden schnell einsehen, dass man auch langsam, leise und präzise die Missionen durchspielen kann. Daher eignet sich Blacklist dank einfacher Steuerung auch gut für Anfänger. Der Multiplayer- und Co-Op Modus machen Spaß und erfordern Teamplay, was ganz neue Herausforderungen mit sich bringt und den Spielspaß lange am Leben hält. Danke Ubisoft, dass ihr Splinter Cell vor dem aktuellen Mainstream beschützt habt und uns einen der spielerisch besten Titel des Jahres geliefert habt, trotz der teils durchschnittlichen Grafik.


12.09.2013 06:09
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