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Storm
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xxps3  Im Test: Rocksmith 2014



Genre: Musikspiel
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft San Francisco / Ubisoft Shanghai.

Release: 24. Oktober 2013 (Europa)
Plattformen: PS3, Xbox360 und PC

Online-Multiplayer: Nein
Offline-Multiplayer: 2 Spieler

Alterfreigabe: ab 6 Jahren (USK)
Benötigte Hardware: Gitarre oder Bass

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Sex, Drogen und Rock'n Roll, das sind die Regeln nach denen ein Rockstar lebt, aber bis man dahin gelangt, braucht man etwas Übung und diese solltet ihr auch mit Rocksmith kriegen, so zumindest die Theorie. Nun lautet die Frage der Fragen, ob ihr Rocksmith 2014 braucht oder auch der Vorgänger reicht, der in unserem Test 89% erreicht hat.




Neues Design

Ich habe schon beim ersten Teil von Rocksmith gesagt, dass Ubisoft bei dem Titel den Spielspaß mit der Übung vereint. Für Anfänger und Profis gemacht, so zumindest die Vorstellung, aber wie sieht es in Wirklichkeit aus?

Fangen wir bei der Einführung an, denn dort werden wir begrüßt und gefragt, ob wir schon einmal Rocksmith gespielt haben und/oder Gitarre spielen können. Ihr habt außerdem die Möglichkeit entweder Rhythmus- oder Leadgitarrist zu werden. Natürlich könnt ihr während des Spieles eure Spielnatur ändern, jedoch nicht mitten im Spiel. Am Anfang freut man sich über die Entscheidungsmöglichkeit, aber schon nach kürzester Zeit ändert sich dies, denn es gibt viel Kritik dazu.

Nachdem wir ins Menü gelangt sind, ist das Erste was uns auffällt ein sehr übersichtliches Interface - deutlich besser als beim Vorgänger. Zwar kann man nicht sagen, dass das andere Menü schlecht war - vor allem nach einiger Zeit hat man sich an die etwas andere Menüführung gewöhnt, aber dennoch sieht dies übersichtlicher aus.


Kein echter Rockstar mehr

Im ersten Teil gab es die Möglichkeit eure Performance in einer Art Karriere zu verbessern. Natürlich war dies kein entscheidender Punkt für die Langzeitmotivation, aber es macht mehr Spaß den Karrieremodus zu spielen, als irgendwelche Songs. Leider ist dies nicht mehr möglich, da der Modus entfernt wurde oder so gut versteckt wurde, dass ich ihn nach 10 Stunden Spielzeit immer noch nicht gefunden habe. Wegen dieser kleinen Änderung steigt ihr keine Ränge mehr auf und es gibt auch keine Rocksmith Punkte mehr, was mich ein wenig enttäuscht, da ich dieses System besser finde als gar kein System.



Noch mehr vielfältige Song...

Etwas, was ich an dem ersten Teil kritisiert habe, waren die Songs bzw. das Genre, aber ehrlich gesagt, ist es noch etwas schlechter geworden. Die Anzahl der Genre hat sich erhöht, aber leider gibt es nun viele Bands, die sehr unbekannt sind. Abgesehen davon sind die Songs eher an Anfänger gerichtet, da ich mich frage, wie man den Song "Knockin' on Heaven's Door" in Rocksmith integrieren konnte, da dort nur 3 Akkords vorhanden sind. Ich spiele doch kein authentisches Gitarrenspiel, um eins der leichtesten Lieder auf der Welt zu können. Auch für Anfänger ist es eher unpraktisch so etwas in einem Lernspiel zu üben. Bei solchen Titeln lernt man gar keine Technik, man lernt nichts, außer ein paar Akkorde.

Das war die Meinung zu dem größten Teil der Lieder, natürlich gibt es auch Ausnahmen und das sind ungefähr 10 von über 50 Liedern. Diese 10 sind dann aber wirklich anspruchsvoll und sollten nicht unterschätzt werden.

Im aktuellen Teil von Rocksmith bekommt ihr, im Gegensatz zum Vorgänger, die Möglichkeit am Anfang euer Spielprinzip zu wählen. Aber dies ist nicht gut, da diese Songs dadurch komplett getrennt werden. Während ihr im ersten Ableger die Möglichkeit besessen habt entweder Akkorde, Solos oder Kombos/Mischungen zu spielen, erhaltet ihr hier nicht die Auswahl. Meiner Meinung nach stört dies bei der Weiterentwicklung, da eine Auswahl mehr als hilfreich und fördernd wäre.



Free for all

Es gibt die Möglichkeit bei dem neusten Ableger von Rocksmith frei zu spielen, naja, relativ frei. Im Session-Mode erhaltet ihr die Möglichkeit bis zu vier Instrumente einzustellen, die mit euch jammen. Ihr werdet überrascht sein, aber es gibt sehr viele Instrumente, die mit euch spielen wollen. Hier könnt ihr alles einstellen, die Instrumente, die BPM (Beats Per Minute) Anzahl, den Spielstil und die Tonart. Nun kommt das "Aber", denn ihr könnt keine zweite Gitarre anschließen. Dies ist für mich ein großer Störfaktor, da man nicht immer Lust hat, mit einem Freund die richtigen Lieder, die meiner Meinung zu einfach sind, zu spielen. Abgesehen davon ist es schon fast zwingend notwendig in der vorgegebenen Lage, die ihr euch zuvor ausgesucht habt, zu spielen, da es ansonsten gruselig klingt.

Natürlich gibt es dabei wieder einen Pluspunkt, denn die Instrumente können sich eurem Tempo (BPM) anpassen. Aber nur, wenn ihr diese Option aktiviert. Ihr wollt bestimmt nicht, dass ihr zu leise klingt oder der ganze Ton aus der räumlichen Mitte kommt. Habt keine Angst, denn dafür gibt es auch Lösungen. Die Lautstärke passt sich während des Spielens etwa automatisch an, das heißt, dass die Band lauter wird, wenn ihr lauter werdet, jedoch ist irgendwann ein Maximum erreicht, wo weder ihr noch die Band lauter klingt. Die zweite Möglichkeit ist es die Lautstärke direkt bei den Instrumenten leiser oder lauter stellen zu können und genau dort gibt es auch die Auswahl, von wo der Klang kommen soll.


Ohrgasmus mit Verzögerung

Es gibt eine Sache, die Rocksmith komplett richig macht, und zwar den Ton, aber leider erhält man immer leichte Verzögerungen von seiner eigenen Gitarre. Im ersten Teil hatte ich dies nicht oder habe es möglicherweise schwächer wahr genommen. Wie detalliert der Sound bei einem reinem Musikspiel ist, muss ich wohl nicht mehr erklären.


Learning by doing

Etwas was ich bei Rocksmith 2014 wirklich loben muss, sind die Technik-Übungen, die einem wirklich alles erklären. Ihr fangt damit an, wie ihr eine Gitarre haltet, die Seiten anschlagt oder einen Gurt umlegt. Alle möglichen Techniken, auch Profitechniken wie Zweihändiges Tapping, werden euch zum Lernen gezeigt. Einige Dinge wie z.B. der Seitenwechsel der Gitarre, werden nur im Video gezeigt, andere Übungen werden euch präsntiert und ihr müsst sie nachspielen. Die Übungen sind wirklich für alle geeignet, und vor allem Anfänger haben es leicht mit Rocksmith 2014.



Guitar Code und das Stimmen der Gitarre

Es gibt einen weiteren Modus, den man erwähnen sollte und zwar den Guitar Code, in dem ihr Mini Spiele bestreiten könnt. Diese Spiele sind nicht umsonst gewählt worden, denn im Guitar Code verbessert ihr eure Skills, in dem ihr die erlernte Fähigkeiten in Highscore Games verfeinert. Abgesehen davon, könnt ihr euch mit Leuten aus dem Rest der Welt messen, was einen weiteren Spaßfaktor und Reizfaktor mit sich bringt, um noch besser zu werden.

Was braucht man um Gitarre spielen zu können? Richtig, eine gestimmte Gitarre, denn euer Instrument muss richtig klingen, aber leider hatte ich hier ein riesiges Problem mit meiner E-Gitarre, denn der eingebaute Tuner will so genau sein, dass er wieder ungenau ist. Damit alles akzeptiert wurde, musste ich die gleiche Seite mehrere Male hintereinander anspielen, da ich ansonsten wieder von vorne anfangen müsste. Dieses Problem bestand jedoch nicht bei dem Vorgänger oder bei meiner Westerngitarre mit Rocksmith 2014, mit 6,3mm Ausgang.





Das Fazit:

Rocksmith 2014 bietet einiges an Abwechslung und einige Neuerungen, aber es gibt genauso viele Sachen, die meiner Meinung verschlechtert bzw. weggelassen worden sind. Wer totaler Anfänger ist, darf hier herzlich zu greifen, wer jedoch schon Gitarre spielen kann, dem würde ich den Vorgänger empfehlen, da er für mich mehr Abwechslung geboten hat.




Wertung



+ Übersichtlicheres Menü
+ Es werden mehr Techniken erklärt
+ Jetzt sind wirklich keine Vorkenntnisse nötig
+ Session Mode bietet Abwechslung
+ Multiplayer erneut gelungen
+ Coole Retro Mini Games
+ Erneut über 50 Songs
+ Für komplette Anfänger sind die Songs gut
+ Tuner vorhanden
+ Songs können importiert werden...



- ... wenn ihr 10€ extra zahlt
- Stimmgerät manchmal etwas ungenau / zu genau
- Gar kein Story ähnlicher Modus
- Songs bieten weniger Herausforderung als im Vorgänger
- Viele unbekannte Lieder dabei
- Keine Punkteanzeige bei den Songs




Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.11.2013 20:08 von alexking.

19.11.2013 20:06
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Beitrag: #2
xGames  RE: Im Test: Rocksmith 2014

Vielen Dank für den Test erstmal, ist super geworden Big Grin Ich hätte nur noch eine Frage.
Da ich mir demnächst eigentlich Rocksmith holen wollte, und ich jetzt nicht weiß ob ich mir den neuen oder den letzen Teil kaufen soll, frage ich einfach mal hier Tongue
Ich kann schon ein bisschen Gitarre spielen, also nur ein paar Griffe und 2 Lieder, aber so richtig drauf hab ich es eben nicht. Beigebracht hab ich mir das soweit selber, da weiß ich jetzt aber auch nicht ob ich es mir richtig beigebracht habe.
Da der neue Teil jetzt anscheinend Anfänger-freundlicher ist, sollte ich vielleicht mit dem Teil anfangen, mir gefällt aber das Feature mit dem Punkte-sammeln was es wohl nur im neuen Teil gibt. Erinnert mich ein wenig an Guitar Hero, worin ich ziemlich gut bin.

Also, mit welchem Spiel sollte mal als fast-Anfänger starten?

mfg kick

19.11.2013 20:57
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Rocksmith 2014

Ich persönliches kann damit nichts anfangen. Nichts für meinen Musikgeschmack dabei. Ausserdem ist das Tuning, bzw. die Tabs für die Songs die vorhanden sind nicht übereinstimmend mit den originalen. Zum Gitarre-lernen empfehle ich immernoch ein eigenes chromatisches Stimmtool und paar Youtubevideos, bzw. Lernbücher und DVDs. Ausserdem finde ich, dass man das lernen der Gitarre an seinen Musikgeschmack anpassen soll. Was will ich mit Countrymusik wenn ich Metaler bin? ...



21.11.2013 20:43
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Storm
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Beitrag: #4
xGames  RE: Im Test: Rocksmith 2014

KICKinYaFACE :
Vielen Dank für den Test erstmal, ist super geworden Big Grin Ich hätte nur noch eine Frage.
Da ich mir demnächst eigentlich Rocksmith holen wollte, und ich jetzt nicht weiß ob ich mir den neuen oder den letzen Teil kaufen soll, frage ich einfach mal hier Tongue
Ich kann schon ein bisschen Gitarre spielen, also nur ein paar Griffe und 2 Lieder, aber so richtig drauf hab ich es eben nicht. Beigebracht hab ich mir das soweit selber, da weiß ich jetzt aber auch nicht ob ich es mir richtig beigebracht habe.
Da der neue Teil jetzt anscheinend Anfänger-freundlicher ist, sollte ich vielleicht mit dem Teil anfangen, mir gefällt aber das Feature mit dem Punkte-sammeln was es wohl nur im neuen Teil gibt. Erinnert mich ein wenig an Guitar Hero, worin ich ziemlich gut bin.

Also, mit welchem Spiel sollte mal als fast-Anfänger starten?

mfg kick


Ich würde dir den neuern Teil empfehlen, da dieser wirklich Anfänger freundlicher ist. 2 Lieder und paar Griffe ist noch nicht viel Wink

24.11.2013 19:12
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