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Chabbanese
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xxps3  Im Test: Headlander (PS4)



Publisher: Adult Swim Games
Entwickler: Double Fine Productions
Release: 26.07.2016

Altersfreigabe: USK
Genre: 2,5D Sidescroller

Multiplayer: Nein
Online-Features: Keine
Sprache / Texte: Englisch/Deutsch
Plattformen: PS4, PC, Xbox One (seit dem 18. November 2016)

PS4 Pro Support: Nein
PlayStation VR: Nein

X zum Angebot (PSN Card)


Der Mensch und der Wunsch nach Unsterblichkeit
Als scheinbar letzter Mensch (oder menschlicher Kopf) im ganzen Universum und auf der Suche nach den Ereignissen, die dazu führten, bringt Double Fine tatsächlich ein Gedankenexperiment in Form eines Spieles auf den Markt. Der Sidescroller verbindet dabei Elemente aus den 70ern mit zukunftsfernem SciFi und lässt den Spieler in der freien Welt entscheiden, welchen Lauf er nehmen möchte. Wie sich das doch kopflastige Spiel bei uns geschlagen hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.



Ein besonderer Helm
In einer Zukunft, wo der Mensch sein Bewusstsein in eine endlos lebende Maschine übertragen hat und ein Dasein im All fristet, kommt der Headlander ins Spiel. Der Kopf weiß nicht, wo er herkommt und warum er der wahrscheinlich letzte Mensch im Universum ist, erkennt aber hinter der idyllischen Roboterpopulation eine Fassade und macht sich auf, dies aufzudecken und die Maschinen zu retten. Kernelement im Spiel ist die Fähigkeit, mit seinem menschlichen Kopf an jeden beliebigen Roboter anzudocken und diesen zu übernehmen. So ergeben sich verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich Bewaffnung und Fähigkeiten, denn das Spiel an sich ist wie ein großes Puzzle aufgebaut, welches man nur mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und der in der Spielwelt verteilten Roboter lösen kann.



Ein Ziel vor Augen
Schnell wird klar, dass es in Headlander nicht rosig zugeht, denn anders als die zugedröhnten zivilen Roboterkollegen merkt das Wachpersonal ganz schnell, dass der Kopf eine Bedrohung für sie ist, weswegen man auf eine Konfrontation immer gefasst sein muss. Neben einer Menge gesperrter Bereiche haben auch nur die dafür vorgesehenen Wachen Zutritt hierzu. Doch der Kopf ist nicht wehrlos, mit einem Arsenal an technisch ausgeklügelten Fähigkeiten kann er so etwa den Robotern den Kopf wegsaugen und dann selbst andocken, um durch die gesperrte Tür zu spazieren. Im gesamten Spiel sind die gesperrten Bereiche nach Farben codiert und öffnen sich dementsprechend nur mit dem passenden Körper. So muss man in einigen Szenen über den Tellerrand blicken und Finesse walten lassen, um weiterzukommen und der treibenden Kraft hinter den seltsamen Ereignissen auf die Schliche zu kommen.



Big Brother lässt grüßen
Nach und nach stellt sich raus, dass eine Art durchgedrehter Supercomputer hinter alledem steckt, womit sich ein Ziel ergibt - der Weg bis dahin ist gespickt von Fallen, den höchsten Sicherheitstüren und ausgeklügelten Puzzles, die die gesamte Fähigkeitenpalette des Headlanders erfordern. Mit den klassischen Spielelementen, die nicht übertrieben eingesetzt werden, wirkt Headlander einfach zu steuern, doch die Rätsel können den ein oder anderen kurz zur Verzweiflung bringen, denn im Spiel selber wird mit Hinweisen sparsam umgegangen.





Fazit
Headlander spielt in einer fernen Zeit, einer gescheiterten Utopie, in der Menschen ihr Bewusstsein in Roboterkörper übertragen haben, um so endlos in den Genuss des Lebens zu kommen. Doch der Computer, der eigentlich alle Parameter für ein gutes Leben überwachen sollte, tat genau das Gegenteil. Als Subroutine eines Überwachungssystems liegt es dann am Headlander, die Dinge wieder in eine positive Richtung zu rücken. Die Stilelemente passen überaus gut zusammen und geben dem Spiel eine eigenständige Note. Die wenigen, aber guten Bosskämpfe runden das Spiel vollwertig ab.



Wertung


+ Tolle Rätsel
+ Ein groß angelegter Skillbaum erlaubt vielseitige Lösungen
+ Coole Bosskämpfe

- Nur die Bosskämpfe sind anspruchsvoll


Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.12.2016 16:03 von Chabbanese.

02.12.2016 16:01
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