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Im Test: Syndicate

   

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cortez442
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xxps3  Im Test: Syndicate



Genre: First Person Shooter
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Starbreeze Studios
Systeme: PS3, Xbox 360

Online-Multiplayer: Ja
Online-Pass: Nein
Altersfreigabe: ab 18 (nur PEGI)
Sprache/Texte: Komplett Deutsch

Lightbulb Bestellung: Syndicate (Amazon)



Mit Syndicate belebt Electronic Arts das gleichnamige Spiel von 1993 wieder. Jedoch handelt es sich dieses mal um einen knallharten Shooter. Gelingt es, den Klassiker wiederzubeleben oder endet das Spiel in einem Paradoxon?


Geschäft ist Krieg

Stellt euch eine Welt vor, in der es keine Regierungen mehr gibt. Die Weltordnung wird von einigen wenigen Großkonzernen beherrscht, welche die Menschen dazu bringen, sich Computerchips implantieren zu lassen. Jeder dieser Konzerne beschäftigt dazu noch etliche Killer, die den Gewinn auch mit Gewalt einholen und die Konkurrenz auch mit Gewalt übernehmen oder eliminieren. Dies ist jedoch kein Ausblick in die Zukunft, sondern die Welt von Syndicate.

Euer Arbeitgeber Eurocorp hat mit dem „DART 6“ einen neuen Chip entwickelt, der den drohenden Krieg zwischen den Konzernen entscheiden könnte. Dieser Chip ist so mächtig, dass er seinem Benutzer erlaubt, die Zeit zu verlangsamen und die Chips anderer Menschen zu manipulieren. Da in dieser Welt über 90% der Menschen sich haben chippen lassen, lässt sich dadurch jeder Gegner beeinflussen.

Doch die anderen Konzerne lassen sich nicht lumpen und haben einen Chip entwickelt, der dem DART 6 sehr ähnlich ist. Weil es kein schlimmeres Verbrechen als Patentverletzung gibt, wird der Protagonist Miles Kilo losgeschickt, den Entwickler zu eliminieren und den Prototypen sicherzustellen.

Um in die fragliche Geschäftsstelle zu kommen, entführen der Protagonist und sein Begleiter kurzerhand einen Zug, dessen Insassen getötet werden. Diese Art des Storrytelling ist wahrscheinlich ein Grund dafür, dass das Spiel in Deutschland keine Freigabe für Erwachsene bekommen hat. Im Laufe der Zugfahrt macht ihr erste Erfahrungen mit einem Bossgegner. Ein riesiges Gunship versucht, euch zu zerstören und bekommt dabei Unterstützung von kleineren Jägern.



Waffen

Durch die Präsenz von Waffengewalt geben die Gegner irgendwann alle auf. Und von diesen gibt es einige. Angefangen von einer Pistole über mehrere Assault Rifles, Schrotflinten und dem Scharfschützengewehr bis hin zu schweren Waffen wie einer überdimensional großen Gatling Gun wird alles geboten, was das Herz begehrt. Passend zu dem Setting gibt es auch eine Strahlenkanone. Diese erinnert aber sehr stark an die Bullseye-Waffe aus der Resistance Reihe und kann einmal anvisierte Gegner auch um die Ecke treffen.

Jede Waffe besitzt noch eine fast schon obligatorische Sekundärfunktion. Ein Assault Rifle kann beispielsweise in der Feuerrate eingeschränkt und durch ein zweites Visier als improvisiertes Scharfschützengewehr verwendet werden.



Supersoldat mit Superkräften

Es gibt besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden Gegner, die sich nicht mit stumpfer Waffengewalt bezwingen lassen. Hierfür beherrscht Kilo durch seinen Chip noch einige Spezialfähigkeiten. Er kann zum Beispiel fast jede Maschine auf die Ferne hacken und so automatische Geschütze gegen die Gegner richten. In einem Kampf müssen sogar Schildgeneratoren gehackt werden, damit ihr dem Gegner Schaden zufügen kann.

Aber nicht nur Maschinen lassen sich beeinflussen. Durch den Chip lassen sich ebenfalls Menschen manipulieren. So können sie durch den Einsatz einer Spezialfähigkeit in den Suizid getrieben werden und durch den Einsatz von Sprengstoff werden hervorstehende Einheiten mit in den Tod gerissen. Wer etwas Feuerunterstützung benötigt, kann einen Gegner für kurze Zeit überlaufen lassen. Sollten während der Einflusszeit alle Gegner beseitigt werden, erledigt sich die „überredete“ Einheit freundlicherweise selber.

Leider wird diese Fertigkeit lediglich einmal im ganzen Spiel benötigt, um weiterzukommen. Wesentlich öfters dürfte der DART Modus zum Einsatz kommen. In diesem wird die Zeit verlangsamt, Kilo bewegt sich schneller und die Gegner werden, auch durch Wände hindurch, gut sichtbar markiert.


All diese Fähigkeiten lassen sich mit den Chips besiegter Schlüsselfiguren ausbauen. Dabei ist es dem Spieler überlassen, was er entwickelt. Dieses System erreicht jedoch zu keinem Zeitpunkt die Komplexität eines Deus Ex Human Revolution. Ebenso gering ist auch die Entscheidungsmöglichkeit. Es gibt zwar im Laufe des Spiels einige Optionen, diese besitzen aber keinerlei Auswirkung auf den Ausgang der Geschichte.



...und es hat Boom gemacht

Grafisch gehört Syndicate zur oberen Klasse der Konsolen-Shooter. Die Waffenmodelle und Charaktere sind ansprechend modelliert und ergeben zusammen mit der Umgebung ein stimmiges, erdrückendes Cyberpunk Setting. Leider gibt es auch einige karge Passagen, die einen ganz schnell wieder daran erinnern, dass es sich nur um ein Spiel handelt.

Akustisch ist das Spiel ebenfalls gelungen. Mit einem entsprechenden Soundsystem hört ihr die Gegner, bevor ihr sie seht und in Gefechten erbebt der ganze Raum. Besonders imposant ist ein Kampf in einer Disko, der sich auch genauso anfühlt. Aber auch für den Adrenalinschub bei den Bosskämpfen ist gesorgt. Die Dubstep Stücke drängen euch regelrecht in die Offensive und passen perfekt.


Multiplayer wie er sein sollte

EA gehört bekanntlich zu den größten Verfechtern des Online Passes. Doch bei Syndicate wurde erstaunlicherweise darauf verzichtet. Für die Spieler eine positive Entwicklung. Doch die Kehrseite ist, dass es keinen vollständigen Multiplayer im eigentlichen Sinne gibt, da die kompetitive Komponente fehlt. Es gibt lediglich einen Co-op Modus, für den seperate Missionen bereit stehen. Im Gegensatz zu dem Singleplayer Part können sich beide Spieler heilen, wenn sie nah beieinander stehen. Die Karten sind auch größtenteils darauf ausgelegt.



Das Fazit

Syndicate muss sich mit einem großen Vorgänger vergleichen lassen. Diesem Vergleich hält es aber nur teilweise stand. Der reine Shooter-Part gehört mit zu dem Besten, was es derzeit gibt. Die Story ist aber zu lückenhaft und der Hintergrund wird nicht genug beleuchtet. Die Geschichte geht einfach vorüber, ohne wirkliche Höhepunkte zu bieten. Des Weiteren fällt der fehlende Versus-Mehrspieler stark ins Gewicht. Wer jedoch auf einen actiongeladenen Shooter steht, bei dem es nicht nur ums Ballern geht, sollte zuschlagen.



Wertung
_________________________________________________


+ Keine stupide Ballerei, nette Gameplay-Ideen
+ Stimmiges Setting
+ Akustisch eine Wucht


- Kein kompetitiver Multiplayer
- Geschichte ohne echte Highlights




Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2012 21:50 von cortez442.

13.03.2012 14:34
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Syndicate

Danke fürs Review.
Ich muss gestehen, für mich macht die Geschichte an einem Ego-Shooter den Hauptteil aus. Egal was für Waffen und wie sie modeliert sind, es muss was dahinterstecken, hinter der Geschichte. Syndikate, noch von mir bekannt aus den Anfängen der 90, machte trotz schlechterer Grafik mehr Spaß (für mich aus Deinem Review gelesen).
Naja, ich habs noch nicht gespielt.

Es ist genauso wie bei MOH - vor 11 Jahren, als MOHAA herauskam, da hatte man 2. Weltkrieg-Athmo pur. BAR, Karabiner usw. Geschichtlich 1a. Auch die Expansionpacks - Spearhead hier bedeutend - absolute Ardennenkriegsatmosphäre!
Die heutigen MOH kannste eigentlich in die Tonne kloppen Wink

Mal sehen, was die* sich noch einfallen lassen!?


Grüße

* = Spieleentwickler

13.03.2012 15:30
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cortez442
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Syndicate

mit einem richtigen Multiplayer Part und einer besseren Geschichte hätte das Spiel mit Leichtigkeit die 90% überschtitten. Aber solche "Kleinigkeiten" machen einen großen Unterschied.

13.03.2012 15:34
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Fohn
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Syndicate

Sehr schöne Vorstellung.
Danke!

13.03.2012 16:37
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pvpwinner
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Syndicate

Dub-Step im Ego-Shooter? Das muss einfach cool sein. Big Grin (Soundtrack ~~> Skrillex - Syndicate)

Zum Glück haben wir eine soziale Marktwirtschaft, wobei Superkräfte auch vorteilhaft wären. (Wer den Zusammenhang nicht versteht, sollte das Review lesen.)

MfG.


//@Unten
Den Trailer habe ich gemeint. Smile

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2012 22:16 von pvpwinner.

13.03.2012 21:27
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cortez442
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Beitrag: #6
RE: Im Test: Syndicate

Der Soundtrack passt wie die Faust aufs Auge. Endlich mal wieder was frisches. Schau dir einfach mal den Trailer an, den ich noch eingebunden hab Wink

Auch eine Möglichkeit, die Leute zum lesen zu animieren Big Grin

13.03.2012 22:01
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Cress
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Beitrag: #7
xPSP  RE: Im Test: Syndicate

Warum nicht für die PSvita Sad

Fast keine Story kommt an Black-Ops herran, ich finde das Spiel war spannend bis zum schluss !

19.03.2012 12:20
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pipo91
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Beitrag: #8
RE: Im Test: Syndicate

naja du kannst black ops jetz auch nich wirklich mit Syndicate vergleichen, ich fand die story bei black ops auch geil aber syndicate ist halt ein komplett anderes spiel, bin auch schon gespannt drauf, habs noch nicht gespielt nur mal nen gameplay trailer gesehn, da sah es aber irgendwie nach auto aim aus, is das echt so ??

19.03.2012 14:03
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pipo91
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Beitrag: #9
RE: Im Test: Syndicate

abgesehen davon fällt mir grade ein das die story von crysis 2 auch nich der hammer war, aber das spiel trotzdem mit die höchsten wertungen ever bekommen hat

19.03.2012 14:06
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