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Im Test: Tokyo Jungle

   

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Gin-Chan
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Beitrag: #1
xxps3  Im Test: Tokyo Jungle


Publisher: Sony Computer Entertainment Europe
Entwickler: JAPAN Studio

Release: 26. September 2012

Altersfreigabe: Ab 12 Jahren (USK/PEGI)
Genre: Survival / Stealth-Action

Offline-Multiplayer: Ja (2-Spieler Koop)
Online-Multiplayer: Nein
Sprache/Texte: Keine / Deutsch

PlayStation Move: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein

Preis (PSN): 12,99 €
Downloadgröße: 4387 MB

Link Bestellung: 20 € PSN-Karte (Amazon)



Urbaner Dschungel – Im wahrsten Sinne des Wortes

Lange hat die Menschheit den Planeten ausgebeutet – nun schlägt der Planet zurück! In Tokyo Jungle findet Ihr euch in einem vollständig entvölkerten Tokyo wieder. Keine Spur von den Menschen. Die Stadt ist ein Trümmerfeld, das langsam, aber sicher von der Natur zurückerobert wird. Die Straßen sind gefährlich, denn hungrige Jäger halten Ausschau nach Beute. Ob Ihr nun in die Rolle der Jäger oder in die der Beute schlüpft, bleibt Euch überlassen. In dieser Hinsicht wird auf jeden Fall kaum Langeweile aufkommen, denn die Liste der spielbaren Tierarten ist lang und reicht vom Paris-Hilton-Hündchen über Katzen, Hirsche, Pandabären und Küken bis hin zu Tigern und Löwen. Das Spielerlebnis ist stark davon abhängig, ob man Fleisch- oder Pflanzenfresser bevorzugt. Erstere sind in der Regel stärker und Widerstandsfähiger, das Gameplay ist actionlastiger und schneller, da die ständig sinkende Hunger-Leiste durch den Verzehr der erjagten Beutetiere gefüllt werden will. Als Pflanzenfresser kann man sich hingegen an den auf der Karte verstreuten Pflanzen gütlich tun, ist also nicht mehr auf das Erjagen von Beute angewiesen. Dafür ist man deutlich anfälliger gegenüber Attacken und muss vorsichtiger vorgehen, um nicht von Jägern erwischt zu werden. Zwar kann man in begrenztem Maße kämpfen oder fliehen, aber wenn ein Sikahirsch sich gegen einen Säbelzahntiger behaupten muss, ist die Angelegenheit für gewöhnlich schnell vorbei und endet mit dem frustrierenden Wort „Tod“ auf dem Bildschirm.




Ich bin mir nicht sicher: Macht der Löwe gerade einen Hitlergruß oder will er bloß kräftig zulangen?



Survival against the Odds

Download abgeschlossen, Spiel installiert, los geht’s. Es gibt zwei Spielmodi: Story und Überleben. Dann lege ich mal los. Zu Anfang muss man erst mal ein Tutorial absolvieren, bevor es dann mit der Story losgehen kann. Doch blöderweise ist die erste Story-Mission das gleiche Tutorial, das ich gerade erst absoviert habe. Na gut, ist vielleicht ein Bug, der später noch behoben wird. Also spiele ich das Tutorial nochmal durch, dann kann ich doch hoffentlich die nächste Mission spielen. Fehlanzeige, unter Story ist immer noch nur das Tutorial anwählbar. Spätestens jetzt war ich versucht, den Stecker zu ziehen und Tokyo Jungle null Punkte zu verpassen. Aber ich lasse mich doch nicht so schnell von einem Spiel unterkriegen, soweit kommt's noch! Also versuche ich mich mal am Überlebensmodus. Schnell wird klar, dass die Entwickler diesem deutlich mehr Bedeutung zumessen als der Story. Wie sich später herausstellt, schaltet man die Story-Missionen durch das Sammeln von Laufwerken frei, die auf der Karte verstreut sind. In dieser steuert man dann verschiedene Tiere, die sich einen festen Platz im Tokioter Dschungel sichern wollen und dabei mit verschiedenen Gefahren und Herausforderungen konfrontiert werden. Ganz nebenbei füllen die gesammelten Laufwerke das Archiv mit Zeitungsberichten, Blog-Beiträgen und Werbungen, die von den Menschen zurückgelassen wurden und das Geheimnis um ihr Verschwinden lüften.




Um die wirklich starken Tiere freizuschalten, muss man sich erst mal mit Kleinvieh abgeben.



Überlebenskünstler gesucht

Die Handtaschenhündchen und die mickrigen Pflanzenfresser sind nichts für mich, ich will direkt als majestätischer Löwe oder furchteinflößender Alligator loslegen. Aber wie es in Videospielen nun mal so ist, muss man diese Tiere erst freischalten. Angefangen mit Zwergspitz und Sikahirsch kämpft man sich langsam die Nahrungskette hoch. Indem man den Boss einer Tierart besiegt, schaltet man diese frei. Da die Alphatiere selten ohne einen Hofstaat herumlaufen, sind manche von Ihnen ein harter Brocken. Etwas link: Die besonders coolen Tiere müssen im PSN gekauft werden.
Also starte ich mal mit dem Zwergspitz. Ohne weitere Tutorials oder ausschweifende Erklärungen werde ich auf der Hauptstraße ausgesetzt und kann loslegen. Das Ziel ist klar: Überleben. Nicht mehr und nicht weniger. Damit trotzdem keine Langeweile auskommt, gibt es verschiedene Herausforderungen zu bestehen. Diese bestehen unter Anderem darin, bestimmte Gebiete in der vorgegebenen Zeit zu erjagen, eine bestimmte Anzahl an Tiere zu erjagen oder Kalorien aufzunehmen. Für bestandene Herausforderungen werden die Fähigkeiten des Tieres wie z.B. Stärke, Ausdauer und Hunger verbessert.
Die Suche nach Futter ist quasi eine Sisyphos-Aufgabe: Die Hunger-Anzeige sinkt kontinuierlich, ist sie bei Null angelangt, leert sich der Lebens-Balken. Ist der auch verbraucht, dann war's das. Doch nicht nur hilflose Beute tummelt sich auf den Straßen, auch andere Jäger sind unterwegs und töten unachtsame Spieler schnell. Im Notfall helfen verschiedene, sammelbare Items, diese sind jedoch ziemlich rar gesät.
Selbst wenn man all das überlebt, gibt es noch eine andere Gefahr: Die Zeit verstreicht nämlich im Ultra-Zeitraffer, daher erscheint nach längerer Spielzeit der Hinweis „Fähigkeiten aufgrund des Alters gesenkt“. Altersschwäche ist auch ein Todesgrund, höchste Zeit also, sich eine willige Partnerin zu suchen. Um sich fortpflanzen zu können, muss man erst die Kontrolle über ein Gebiet erlangen, indem man alle Knotenpunkte darin abläuft und markiert. Dann kann man sich eine Partnerin suchen, zum nächsten Unterschlupf laufen und nachdem der Bildschirm kurz schwarz wird, steuert man plötzlich ein paar Jungtiere, der Generationswechsel ist abgeschlossen.
Alle Erfolge im Spiel werden am Ende zu einer Punktzahl verrechnet, mit der man sich auf der Online-Rangliste eintragen und mit anderen Spielern messen kann.
Insgesamt bietet der Überlebens-Modus viele Möglichkeiten, zusammen mit Umwelteinflüssen wie Regen und Verunreinigungen, wechselnden Tageszeiten, einer mittelgroßen Spielwelt und der großen Auswahl spielbarer Tierarten ist quasi endloser Spaß garantiert.




Wenn man sich geschickt anschleicht, kann man viele Gegner gefahrlos mit dem Tarnbiss erledigen.



Mit Brille und Schnauzer

Tokyo Jungle wirkt auf den ersten Blick relativ Pathos-geladen; die verhätschelten Haus- und Zootiere müssen nun auf sich allein gestellt überleben, ihre natürlichen Instinkten erwachen, die Natur fordert das widerrechtlich abgerungene Territorium zurück...
Tatsächlich nimmt sich das Spiel aber nicht allzu ernst und beinhaltet viele lockere und humorvolle Elemente. Einerseits weisen die Tiere einige anthropomorphe Eigenschaften auf, mit denen besonders in der Story geschickt gespielt wird. So erinnert z.B. der Revierkampf zwischen den Tieren an Spiele wie GTA oder Saints Row. Besonders witzig ist die Möglichkeit, die Tiere individuell einzukleiden. Kleidungsstücke und Accessoires werden für erfolgreiche Herausforderungen verliehen, manchmal sind sie auch auf der Karte versteckt. Mit einem rosa Bikini sieht der ohnehin schon mächtige Löwe doch gleich viel furchteinflößender aus. Die Kleidung hat sogar einen praktischen Nutzen, denn sie verbessert die Werte der Tiere, ähnlich wie die verzehrbaren Items.
Leider hinkt die grafische Präsentation deutlich hinter dem Rest des Spiels zurück. Die Texturen von Tieren und Spielwelt könnten deutlich besser sein. Leider merkt man die Low-Budget Produktion deutlich an der Grafik, wenn auch nicht am Gameplay.
Noch schlimmer ist allerdings die Musik. Eine eintönigere und gleichzeitig penetrantere Hintergrundmusik habe ich noch selten erlebt. Es hört sich an, als ob einfach ein circa drei Sekunden langer Track in der Endlosschleife ablaufen würde. Immerhin, das Spiel kommuniziert komplett über Bildschirmtexte, also kann man es wenigstens stumm schalten und eigene Musik anmachen.




Der Zwergspitz sieht sowieso schon bescheuert aus – viel falsch machen kann man also nicht.



Das Fazit:

Ein faires Urteil fällt bei Tokyo Jungle sehr schwer: Während das Gameplay super kreativ und unterhaltsam ist, fällt die grafische und musikalische Untermalung sehr dürftig aus. Da stellt sich natürlich die Frage, was wichtiger ist. Die Antwort ist zumindest für mich eindeutig: Das Spiel macht einfach Spaß. Nach wenigen Minuten hat man die langweilige Musik vergessen, auch die grafischen Mängel sieht man schnell nicht mehr, wenn man seinem Schützling ein neues Outfit verpasst oder auf der Pirsch ist. Außerdem ist Tokyo Jungle schließlich kein Vollpreisspiel, sondern kostet im PSN nur 13 Euro. Und die ist es allemal wert.







Wertung
_________________________________________________


+ Sehr kreatives Konzept
+ Über 50 spielbare Tierarten
+ Fleisch- und Pflanzenfresser bieten unterschiedliche Spielerfahrungen
+ 2-Spieler Koop für doppelten Spaß
+ Niedriger Preis



- Starke Mängel bei Grafik & Sound
- Kein Online-Koop möglich
- DLC-Politik: Einige Tiere kann man nur durch kostenpflichtige Add-Ons freischalten



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.10.2012 16:44 von alexking.

07.10.2012 13:45
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Beitrag: #2
xPSP  RE: Im Test: Tokyo Jungle

Als wenn das das viel gelobte "andere Denken" ist, dann bleibe ich lieber bei den BigPlayer.

07.10.2012 14:07
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Tokyo Jungle

Das Spiel ist der Hammer, ich war sehr positiv überrascht. Auch der ätzende Techno-soundtrack stört mit der zeit nicht mehr so sehr. Big Grin

07.10.2012 15:28
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DaRkRaPiD
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Tokyo Jungle

Ich find das Spiel einfach nur sinnlos Big Grin

07.10.2012 15:56
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Tokyo Jungle

Will es haben! D´=

Muss ich mir doch nächsten Monat mal ne PSN Karte besorgen, denn das spiel gefällt mir sehr gut.

07.10.2012 17:58
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Siegmund
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Beitrag: #6
xGames  RE: Im Test: Tokyo Jungle

Vielen Dank für die Bereitstellung der Rezension zu diesem Spiel. Ich werde es ausprobieren. Es sieht genial.

17.10.2012 04:36
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