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Im Test: Injustice - Götter unter uns

   

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pvpwinner
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xxps3  Im Test: Injustice - Götter unter uns



Genre: Kampfspiel
Publisher: Warner Bros. Interactive
Entwickler: NetherRealm Studios
Systeme: PS3, Xbox360

Online-Multiplayer: Ja
Uncut: Ja
Altersfreigabe: USK ab 16 Jahren

Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch
Texte: Deutsch, Englisch, Spanisch
Online-Pass: Nein
Stereoskopisches 3D: Nein

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Injustice: Götter unter uns ist unter uns

Die Jungs von Netherrealm aka Midway haben aktuell ein neues Spiel im Gepäck. Nein, kein weiterer Teil von Mortal Kombat. Die Macher und Serienschöpfer der beliebten Prügel-Orgie wollen nun eine gewisse Distanz zu ihren bisherigen Erfolgen aufbauen und nehmen eine Auszeit was das MK-Universum angeht. Stattdessen arbeitet man mit dem DC-Verlag zusammen, um einer neuen Serie den Weg zu ebnen. Injustice: Götter unter uns heißt der brandneue Titel und soll trotz der Superhelden-Marke ein ganz anderes Licht auf die Lizenz werfen.

Netherrealm stellt die bekanntesten DC-Helden gegeneinander in einem Beat em Up-Spiel auf, was mit der 20-jährigen Erfahrung der Entwickler gelingen müsste. Was die Story anbelangt, so greifen die Fans zum bereits vor dem Release erschienenen Comic, der die Vorgeschichte von Injustice erklärt. Studiochef Ed Boon erklärte in einem ehemaligen Interview, dass die Story auf einem Level mit dem der Batman-Videospiel-Reihe sein wird. Große Versprechen - werden diese auch eingehalten ? Pläne schmieden können die Macher auch jetzt schon, zumal eine PS Vita-Fassung vom Erfolg der Konsolen-Version abhängt. Ob Injustice ein Erfolg oder doch zum Lizenz-Schrott mutiert, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.




Wenn die Helden zu Schurken werden...

Stellt auch eine Welt vor, in der Superman, Batman, Flash & Co. zu Bösewichten werden ? Vorausgesetzt dass diese auch existieren, wäre dieser Umstand natürlich eine Grundlage für Chaos, Unterwerfung und einer Welt, in der Gerechtigkeit keine Bedeutung mehr hat. Als Spieler steigen wir in eine Auseinandersetzung zwischen den Helden und den Schurken ein, wobei der Joker wieder einmal jedem einen Schritt voraus war und mit einer Atombombe Metropolis in die Luft jagen wollte. Ab hier fängt die eigentliche Handlung an.

Wie einige Wissenschaftler und Physiker behaupten, ist das Universum unendlich. Bei jeder Entscheidung entsteht ein weiteres Universum, in dem genau das Gegenteil passiert ist. So geraten Batman, Green Lantern und weitere Helden in ein paradoxes Universum, als Joker seine Pläne doch umsetzen und Metropolis endgültig mit der schwangeren Geliebten von Superman auslöschen konnte. In Folge dessen tötet der wütende Held den verrückten Clown und übernimmt die absolute Kontrolle über den ganzen Planeten. Alle die nicht dabei sind, werden ausgelöscht. Eine Diktatur völliger Finsternis und Leid umhüllt die Welt, in der die aus den anderen Universen angereisten Helden eintreffen.

Der Verlauf der Story ist interessant, es gibt viele überraschende Momente und Wendungen. Was uns aber trotz der für Kampfspiel-Verhältnisse gut erzählten Story ärgert, ist der immer gleiche Auftakt für Kampfsequenzen. Der Held läuft einem Feind über den Weg, der Kampf endet und es kommen zwei weitere Schurken dazu, die bekämpft werden müssen. Im Endeffekt tritt man gegen den bösen Doppelgänger an, der ebenso besiegt werden soll. Was dennoch gelungen ist, ist die Idee mit dem Perspektiven-Wechsel - ab und an übernehmt ihr die Rolle der Schurken im Kampf und wechselt überraschenderweise die Seiten. Um das Ganze abzurunden können wir klar sagen, dass die Story sehr motivierend und spannend erzählt wird. Wir haben es in rund vier Stunden durchgespielt - an Länge mangelt es also doch. Ein Problem ist es zum Glück nicht, schließlich gibt es viel mehr im Injustice-Universum zu tun.




FIGHT !

Ob gut oder böse - wenn eine Konfrontation unvermeidbar ist, wird diese durchgesetzt. Wir kommen auch gleich zum wesentlichen Punkt von Injustice - nämlich dem Kampfsystem. Hier zeigen sich deutliche Stärken von Ed Boon & Co., zumal die Jungs wie oben beschrieben mehr als 20 Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet haben. Ein Beat 'em Up ist in seinen Grundzügen ein eher simples Unterfangen. Man nehme einen Hintergrund und stellt zwei oder vielleicht auch mehr Kämpfer dazu. Diese zwei Aspekte stellen die Entwickler in dem Genre bisher immer nebeneinander. Was Netherrealm jedoch mit Injustice einführt, ist die ständige Wechselwirkung zwischen Hintergrund und Kampf.

Die Schläge wirken sich mit einem starken Feedback direkt auf die Umgebung aus, wenn zum Beispiel Superman einen heftigen Schlag erteilt und gleichzeitig Atlantis in Schutt und Asche legt. Das ist auch die Stärke von Injustice - die Schläge fühlen sich hart an, das Feedback stimmt in allem Maße. Eure Kämpfer können aber auch mit der Umgebung interagieren und z.B. ein Auto auf den Kontrahenten schleudern. Ebenso ein ganz wichtiger Punkt ist die Möglichkeit euren Gegner aus dem Kampffeld zu werfen und somit den Kampf irgendwo anders fortzusetzen. Sieht gut aus und macht richtig Laune.

Die Kämpfer besitzen alle ihre individuellen Kräfte und Fähigkeiten. Batman zieht via Greifhaken seine Feinde heran, Green Lantern schießt grüne Laser ab - viele davon lassen sich mit einfachsten Tastenkombinationen ausführen. Für Kombo-Freaks gibt es aber keine komplizierten Tricks, um verheerende Angriffe zu starten. Auch sogenannte Special-Moves lassen sich bei voller Aufladung lediglich mit einem gleichzeitigen Drücken von L2 und R2 mehr als simpel nutzen. Der Energiebalken ist darüber hinaus für plötzliche Zusammenstöße der beiden Kontrahenten gut geeignet, bei dem ein Stück der Lebensenergie wiederhergestellt werden kann.




Solide Umsetzung und gute Verstimmung

Ganz klar bewegt sich Injustice auf der 2D-Ebene, obwohl es auch Momente und Situationen gibt, wo sich 2D und 3D vermischen und eine Art 2,5D-Ansicht zustande kommt. So ist es viel mehr bei Special Moves und der Interaktion mit der Umgebung der Fall. Optisch gibt es hier nicht viel zu meckern. Der Grafikstil ist im Arcade-Bereich gehalten.

Realitätsnahe Optik wollte man hier nicht anstreben, wobei die Animationen im Menu sehr eindrucksvoll aussehen. Die Dynamik kommt bei Injustice in keinem Fall zu kurz. Die Kämpfe sind schnell und gut inszeniert. Was besonders positiv auffällt, ist die Reaktion der Umgebung. Ab und zu schießt beispielsweise eine Raketenladung aus dem Batmobil und führt eine Explosion herbei, die nicht nur die herumliegenden Steine in Pulver verwandelt, sondern auch euren Gegner gezielt platt macht.

Die Synchronsprecher haben bei Injustice so ziemlich alles gegeben, zumal die Charaktere ihre passenden Stimmen behalten und so die beste DC-Stimmung an den Tag legen. Die Dialoge gestalten sich öfters mal etwas abgedreht, da jeder Held einen passenden Spruch auf Lager hat. Dies erinnert sehr stark an die früheren Superhelden-Spiele, die wir alle zum größten Teil aus den 90er Jahren kennen und lieben.




Ich muss nur noch die Welt retten

Wie üblich erwarten euch mit dem Multiplayer-Modus von Injustice Ranglisten-Matches, in denen ihr euren Profil hochleveln und somit neue Spiel-Karten freischaltet könnt. Leider beschränkt sich das Ganze nur auf Mann-gegen-Mann-Auseinandersetzungen. Gut wäre es natürlich, wenn mehr Modi in den Ranglisten zur Auswahl stehen würden. Zum Glück gibt es abseits davon interessante Modi wie den Modus mit dem Namen "Survival", bei dem eure Lebensanzeige von Runde zu Runde nicht wieder aufgefüllt ist. Sehr motivierend sind auch diverse Lobbys mit zahlreichen Spielern, wobei das Ziel die Nummer 1 zu sein ist. Dazu müssen die höher gestellten Spieler besiegt werden, wie man es aus den Offline-Modi kennt. Wer das Ganze ruhig angehen will, kann laufende Kämpfe anschauen und für die Teilnehmer einige Bonus-Aufgaben stellen, welche je nach Schwierigkeitsgrad weitere Erfahrung bringen.




Das Fazit:

"Injustice: Götter unter uns" ist zu unserer Überraschung ein sehr gutes Spiel geworden. Ed Boon und das Entwicklerstudio Netherrealm beweisen wieder einmal, dass sie die langjährige Erfahrung für ein gutes Beat 'em Up besitzen. Vor allem die Handlung ist eine große Abwechslung gegenüber anderen Genre-Vertretern, die meist nur den Ansatz für eine gute Story bieten, diese dann aber schlecht umgesetzt haben.

Wir würden uns mehr Titel dieser Art wünschen, zumal die Kampfspiele dies mehr als nötig haben. Das Kampfsystem ist bei Injustice bewusst simpel gehalten, viel rausholen können die Genre-Profis daher nicht. Nichtsdestotrotz macht der Titel unglaublich viel Spaß und ist für jeden Gamer empfehlenswert, da einem der Einstieg dank des umfangreichen und verständlichen Tutorials sehr leicht fällt.




Wertung



+ Gelungene Story
+ Interaktive Umgebungen
+ Etwas abgedrehte Dialoge
+ Schöne Optik
+ Motivierte und vor allem passende deutsche Synchronsprecher
+ Viele Modi
+ Langzeitspaß
+ Solider Multiplayer


- Etwas zu kurz geratene Story
- Anlass für Kämpfe fast immer gleich
- Zu leicht verdiente Special-Moves
- Nur 1 vs. 1 Matches im Ranglisten-Spiel



Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.04.2013 11:39 von alexking.

29.04.2013 15:39
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Beitrag: #2
xGames  RE: Im Test: Injustice - Götter unter uns

Auf den Test habe ich gewartet, danke Big Grin Wie immer gut geworden Smile

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.04.2013 15:54 von Teddy.

29.04.2013 15:53
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Beitrag: #3
RE: Im Test: Injustice - Götter unter uns

guter test.. hätte ne frage wird bioshock infinite auch noch mal drankommen = ? Big Grin

30.04.2013 14:48
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pvpwinner
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Beitrag: #4
xGames  RE: Im Test: Injustice - Götter unter uns

Musti48 :
guter test.. hätte ne frage wird bioshock infinite auch noch mal drankommen = ? Big Grin


Bioshock Infinite fällt anscheinend bei uns aus. Liegt aber an den Herstellern. Big Grin

30.04.2013 14:59
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Beitrag: #5
xGames  RE: Im Test: Injustice - Götter unter uns

pvpwinner :

Musti48 :
guter test.. hätte ne frage wird bioshock infinite auch noch mal drankommen = ? Big Grin


Bioshock Infinite fällt anscheinend bei uns aus. Liegt aber an den Herstellern. Big Grin


schade..wäre interessant zu wissen wie ihr es findet Big Grin

30.04.2013 20:15
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