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alexking
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xxps3  Im Test: Call of Juarez: The Cartel



Spielname: Call of Juarez: The Cartel
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Techland

Release: 21. Juli 2011

Altersfreigabe: ab 18 (USK)
Uncut: Ja
Genre: Ego-Shooter

Online-Multiplayer: Ja
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch


Lightbulb Angebot: Call of Juarez: The Cartel (Amazon)


Dis bisherigen Call of Juarez Teile waren allesamt im wilden Westen angesiedelt. Mit The Cartel nun wagen Ubisoft und der Entwickler Techland den Schritt in die Moderne, wobei man die kultige Atmosphäre des Western-Genres jedoch versucht hat beizubehalten. In der Story geht es darum einen Bombenanschlag auf die Hauptstadt Washington D.C. aufzuklären und das vermeintlich dahinter steckende mexikanische Drogenkartell auszuheben. Die US-Regierung hat zur Aufklärung drei Spezialisten angeheuert, darunter der raubeinige LAPD-Officer Ben McCall, die Scharfschützenexperten Kim Evans vom FBI und den Playboy Eddie Guerra von der DEA. Gleich zu Beginn des Spiels könnt ihr euch für einen der drei Charaktere entscheiden und auf die Reise von der Großstadt Los Angeles bis in die nicht minder gefährliche mexikanische Stadt Juarez machen, in der es zum Showdown kommt.

Je nachdem für welchen Charakter ihr euch entschieden habt, verläuft die Story geringfügig anders. Eine echte Motivation das Spiel dafür noch einmal durch zu spielen, besteht aber nicht. Dafür könnt ihr jedes Kapitel auch einzeln anwählen und mit einer anderen Hauptfigur meistern. Grundsätzlich sind alle 3 angeheuerten Einsatzkräfte immer gemeinsam unterwegs. Was bietet sich da mehr an als ein Co-Op Multiplayer ? Und tatsächlich bietet The Cartel die Möglichkeit die komplette Kampagne kooperativ anzugehen, in dem euch Online-Freunde zur Seite stehen. In den Gefechten des klassischen Ego-Shooters bietet dies einen gehörigen Vorteil zumal die KI der Mitstreiter teils arg zu wünschen übrig lässt. Zwar ballert die CPU munter mit, treffen tut sie aber selten und zudem steht sie oft völlig ungedeckt in der Schusslinie. Aufgrund der ebenso mangelhaften KI der Gegnerschar ist dies aber nicht weiter fatal. Denn die Mitglieder des Kartells laufen mehrheitlich völlig planlos durch die Gegend oder strecken ihren Kopf aus der Deckung, sodass sie ein leichtes Ziel darstellen. Teils liegt über der gesamten Spielwelt aber ein milchiger Schleier, der das Treffen dann trotzdem enorm erschwert. Zudem ist das Treffer-Feedback alles andere als gut.


An zahlreichen Stellen wirkt das Spiel unfertig, so gibt es haufenweise Ruckler. Zur Unfertigkeit passt auch, dass dem Spiel ein Zettel beiliegt auf dem eine fehlerhafte Einstellungsmöglichkeit für die Steuerung korrigiert wird. Besonders ärgerlich ist, dass die kurzen Freezes auch auftreten, wenn man einen Gegner aufs Korn genommen hat und gerade abdrücken will. Davon abgesehen hat auch der Sound mit Aussetzern zu kämpfen. Insgesamt sind die Zwischensequenzen dafür gut geraten, wobei auch die unterschiedlichen Eigenschaften der drei Charaktere hervorgehoben werden. Während die Protagonisten noch über eine gelungene deutsche Synchronisation verfügen, was Text und Betonung anbelangt, sind einige Nebencharaktere unpassend in Szene gesetzt. Auch grafisch bietet Call of Juarez Licht und Schatten. Einerseits sehen die Landschaften malerisch schön aus, anderseits gibt es innerhalb von Gebäuden kaum Details und Pop-Ups aller Orten. Für Abwechslung ist zwischen den Stadt- und Präriegebieten gewahrt. Die bereits erwähnten Ruckler trüben den ansonsten stimmigen Eindruck der Atmosphäre jedoch enorm. Das Hauptmenü, sowie die eingeblendeten Texte erscheinen außerdem sehr altbacken und auch die Ladezeiten sind recht lang, werden wie in Call of Duty aber mit akustischen Einsatzinfos aufgepeppt.

Auch die Steuerung wirkt noch nicht ganz ausgereift. So ist das Deckungssystem ziemlich hakelig. Wenn man sich an eine Kiste oder Wand anlehnt, positioniert sich die Figur zwar von alleine in Deckung aber die kleinste Bewegung reicht schon aus, um diese Haltung wieder zu verlassen. Schießen aus der Deckung ist so kaum möglich. Zudem ist die Tastenbelegung etwas ungewohnt, da man mit R2 die Waffe wechselt und nicht Blend- und Splittergranaten parallel tragen kann. Als kleine Besonderheit, die man sich aber aus der Matrix-Reihe abgeschaut hat, kann man für kurze Zeit einen Konzentrationsmodus aktivieren. Dann läuft das Geschehen in Zeitlupe ab und man kann die Feinde besser ins Visier nehmen. Zwischen den Schusswechseln, die den größten Part des Gameplays einnehmen, sind auch immer wieder Passagen mit Fahrzeugen eingestreut. Hier wird man gegenüber anderen Genrevertretern deutlich mehr gefordert, da man nicht nur als Beifahrer ballert, sondern die Wagen des Öfteren auch selbst steuert, anderen Fahrzeugen ausweichen muss, Gegner überfährt oder durch Zäune brettert. Leider leiden die ansonsten spaßigen Abschnitte unter einer sehr schwammigen Kontrolle. Das Gameplay ist davon abgesehen wie bei fast allen Shootern. Man kämpft sich von A nach B vor, fackelt zwischendurch die Drogenplantagen ab, holt Helikopter vom Himmel oder beschützt Personen. Das alles hat man auch schon in anderen Spielen gesehen.


Einen Online-Multiplayer abseits des Co-Op Modus findet sich in The Cartel auch wieder. Hier wird allerdings nur Standard-Kost wie Team-Deathmatch und der Missionsmodus geboten, wobei man sich entscheiden muss ob man als Cop oder Gangster spielen möchte. Es gibt die üblichen Klassen und Freischaltungen von neuen Waffen. Dafür sind die vorhandenen Maps sehr schön ausgefallen, was Optik und Architektur angeht. Mit Ruckeln hat man zwar auch online zu kämpfen, dieses tritt aber erstaunlicherweise seltener auf als im Singleplayer. Im Multiplayer kommt auch wieder der allgemeine Teamwork-Ansatz des Titels zur Geltung. So ist man stärker, wenn man bei seinen Kameraden in der Nähe bleibt und kann verwundete Mitspieler heilen, bevor sie endgültig ins Gras beißen.
Positiv ist noch hervorzuheben, dass die Online-Lobby als interaktive Station inklusive Schießstand zum Testen der Waffen gestaltet worden ist. So etwas wünscht man sich auch in anderen Shootern anstatt der drögen Menüs.


Call of Juarez: The Cartel hat ein paar gute Ansätze, leidet aber sehr unter technischen Mängeln und macht insgesamt leider einen recht unfertigen Eindruck. Die vielen Ruckler wird man wohl noch mit einem Patch beheben können, aber auch ansonsten gibt es keinen echten Aspekt, der das Spiel vom Durchschnitt abhebt. Dafür wird der Titel rund 20 EUR günstiger angeboten als andere PS3-Spiele. Fans der Call of Juarez Reihe werden daher etwas enttäuscht sein, können sich aber über die recht unterhaltsamen Online-Gefechte und den Co-Op Modus freuen., andere warten lieber auf die neuen Ableger von Call of Duty und Battlefield.




Wertung
_________________________________________________


+ Online Co-Op Modus für die Kampagne
+ Schöne Multiplayer-Maps
+ Gut inszenierte Zwischensequenzen und unterhaltsame Dialoge


- Arges Ruckeln und andere technische Mängel
- Teils unausgereifte Steuerung und schlechtes Treffer-Feedback
- Texturqualität und Details nur sehr durchschnittlich.
- Dumme KI bei Freund und Feind




24.07.2011 17:09
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Beitrag: #2
RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

Danke für dein ReviewSmile!
Western find ich eigentlich toll,aber du hast mich mit den nachteilen überzeugt.
Was ist mit - Dumme KI bei Freund und Feind gemeint.

24.07.2011 17:13
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alexking
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Beitrag: #3
xPSP  RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

Jay-Puddy :
Danke für dein ReviewSmile!
Western find ich eigentlich toll,aber du hast mich mit den nachteilen überzeugt.
Was ist mit - Dumme KI bei Freund und Feind gemeint.


Du hast ja immer zwei Leute an deiner Seite in der Kampagne. Die agieren jedoch ziemlich blöd und stehen oft völlig ohne Deckung in der Landschaft rum und ballern nur daneben. Und die Feinde stellen sich teils auch ziemlich dämlich an, indem sie sich wie Moorhühner abschießen lassen.

24.07.2011 17:19
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Beitrag: #4
RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

Das lohnt sich doch eher den 1. Teil zu kaufen, oder? Wenn man den 1. natürlich noch nicht besitzt..

24.07.2011 17:22
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alexking
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Beitrag: #5
RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

Hab den allerersten Teil nicht gespielt. Ich würde Call of Juarez: Bound in Blood empfehlen. Bei metacritic hat der gute 15% im Schnitt mehr bekommen als The Cartel.

http://www.amazon.de/Call-Juarez-Bound-B...067&sr=8-2


The Cartel wirkt einwenig als würde sich der Entwickler Techland auf Dead Island konzentrieren, das bisher ja auch ziemlich gut ausschaut und hat darüber Call of Juarez vernachlässigt.

24.07.2011 17:33
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naikalam
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RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

also ich kann teil 1 auch wärmstens empfehlen Wink

24.07.2011 20:48
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Nathan Drake
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Beitrag: #7
xPSP  RE: Im Test: Call of Juarez: The Cartel

ähhh wenn ich shooter von ubisoft seh weis ich auch nicht recht die sind
eher nicht so der burner
aba guter TEST wie immer ausführlich und übersichtlich THX Wink
haha ich freue mich auf den test von BF3
bei einer kategorie wird BF3 sowieso alle 10 punkte kriegen und das ist klar die grafik natürlich Big Grin

24.07.2011 21:04
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