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alexking
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xxps3  Im Test: FIFA 16 (PS4)

Jedes Jahr schickt sich EA Sports aufs Neue an die FIFA Serie zu revolutionieren. Gelungen ist ihnen dies schon seit einigen Jahren nicht mehr. Es gab viel mehr kleine Änderungen, die das Gameplay etwas auffrischten, ohne jedoch etwas Grundsätzliches zu verändern. Bislang ging die FIFA Reihe mehr in Richtung Arcade, während die Konkurrenz Pro Evolution Soccer sich im Simulations-Genre angesiedelt sah.



Publisher: EA
Entwickler: EA Sports

Release: 25. September 2015
Genre: Fußball-Simulation
Plattformen: PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360, PC

Altersfreigabe: ab 0 (USK)
Uncut: Ja

Spieler: 1-22 (online)
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Dateninstallation: Ja

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Jedes Jahr schickt sich EA Sports aufs Neue an die FIFA Serie zu revolutionieren. Gelungen ist ihnen dies schon seit einigen Jahren nicht mehr. Es gab viel mehr kleine Änderungen, die das Gameplay etwas auffrischten, ohne jedoch etwas Grundsätzliches zu verändern. Bislang ging die FIFA Reihe mehr in Richtung Arcade, während die Konkurrenz Pro Evolution Soccer sich im Simulations-Genre angesiedelt sah. Auch für Fifa 16 hat man sich wieder einige kleine Neuerungen ausgedacht, die jedoch dieses Mal erstaunlicherweise weitreichende Auswirkungen haben. Man geht nun viel mehr in Richtung Simulation. Ob dieser Schritt aber auch gelungen ist, haben wir für euch im Test herausgefunden.

Festival der Fehlpässe
Schon vom ersten Match an fällt auf, dass das Spielgeschehen nun deutlich langsamer von statten geht. Es spielt sich nun deutlich mehr im Mittelfeld ab. Im Vorgänger noch wurde dieser Bereich durch schnelle lange Zuspiele oft überbrückt. Man bildet nun mehr das reale Fußballgeschehen ab. Man ist dazu gezwungen, verhaltener zu agieren und den Ball öfters hin und her zu passen, bis sich eine Lücke ergibt. Wer einfach nur übereilt Pässe spielt, wird in viele Konter laufen. Es gibt nämlich nun viel mehr Ballverluste. Das macht das Spiel zwar realistischer, aber EA Sports hat es definitiv übertrieben. Der Spielfluss geht so teils kaputt und es kommen zahlreiche "Gurkenspiele" zustande. Dies gilt vor allem online, denn die menschlichen Gegner verteidigen naturgemäß aggressiver als die CPU. Allerdings hat sich auch das gehasste Momentum Feature dadurch abgeschwächt, was wir nur begrüßen können. Durch viele Abpraller entstehen immer wieder Zufallssituationen. Das ist einerseits gut, andererseits sorgt es auch für Frust, da man kaum einen Spielzug planen kann, weil immer wieder ein generisches Bein dazwischen gerät.


Abwehr aus Beton
Man hat dieses Jahr die Defensive enorm verstärkt. Es ist nicht mehr möglich mit Überspielern wie Ronaldo oder Messi die Abwehr zu überlaufen. Einerseits ist dies eine gute Entwicklung, andererseits nimmt es auch den Spielspaß weg, denn selbst schwache Verteidiger nehmen den Stars problemlos den Ball ab und das hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Viele eigentlich aussichtsreiche Situationen verlaufen so im Sande. Gut ist hingegen, dass man nach einer fehlgeschlagenen Grätsche nicht mehr chancenlos am Boden liegt. Die Spieler kommen nun viel schneller wieder auf die Füße und können weiter eingreifen.

Wieso läufst du nicht?
Neu an Bord ist das No Touch Dribbling. Man kann Gegner nun auch ohne den Ball mit Körperbewegungen austricksen. In der Praxis wirkt sich dies aber kaum aus. Störend ist auch, zumindest wenn man die Vorgänger gewohnt ist, dass man sich mit dem Ball am Fuß nur noch stark verzögert in die entgegen gesetzte Richtung drehen kann. Das muss man einkalkulieren in sein Spiel, weil es viele Alleingänge verhindert. Gut gefallen hat uns hingegen die verbesserte KI des Gegners. Diese spielt nun viel ausgefeilter und agiert nicht so berechenbar wie früher. Die KI der Mitspieler ist hingegen nach wie vor schwach. Oft ärgert man sich darüber, dass die Kameraden nicht mitlaufen. Viele Konter bringen so nichts ein, weil man alleine gegen eine Übermacht der Defensive anstürmt. Der Schiedsrichter pfeift recht kleinlich, was oftmals den Spielfluss stört. Nach wie vor ist auch die Ballphysik nicht immer passend. Vor allem bei hohen Bällen, die kaum abstoppen, ist dies zu merken.


Mittendrin statt nur dabei
Die Präsentation ist wie immer unerreicht. Ein dickes Lizenzpaket sorgt für absolute Authentizität. Auch Modi gibt es satt. Neben einigen kleinen Änderungen im Ultimate Team Modus, gibt es auch eine Trainer-Option, die euch einblendet welche Taste ihr in welcher Situation auf dem Platz drücken solltet. Wir empfanden dies allerdings recht nervig und haben die Hilfe direkt abgestellt. Wie im Vorfeld schon berichtet wurde, gibt es dieses Jahr auch erstmals Frauen Teams (u.a. Deutschland) im Spiel. Zwar sehen die Animationen der Damen etwas anders aus, aber einen Einfluss auf das Gameplay hat es nicht. Optisch hat sich nicht viel getan, aber das war auch nicht nötig. Das Freistoß-Spray gibt es natürlich auch, das ist aber nur ein kleiner grafischer Gag. Neu im Kommentatoren-Team ist Wolf-Christoph Fuß, der Manni Breuckmann ersetzt und einen guten Job erledigt. Es wurden zahlreiche neue Textpassagen eingesprochen, die auch auf die Leistungen von Schlüsselspielern genauer eingehen und endlich auch Torhüter beim Namen nennen.



Fazit
FIFA 16 hat uns dieses Jahr leider etwas enttäuscht. Auch wenn es löblich ist, dass man sich beim Gameplay mehr getraut hat als früher, ist EA Sports die Balance zwischen Offensive und Defensive missglückt. Zwar ist die stärkere Abwehr eine positive Erscheinung, aber leider geht ein großer Teil des Spielspaßes verloren, weil man es schlichtweg übertrieben hat. Dennoch bleibt es ein guter Titel, der vor allem mit der unerreichten Präsentation noch die Kohlen aus dem Feuer holt. Ein Blick auf die Konkurrenz von Konami lohnt aber in diesem Jahr mehr denn je.


Wertung



+ Stark verbesserte Defensive
+ Abwechslungsreicherer Kommentar
+ Frauen-Teams

- Balance zwischen Abwehr und Sturm völlig misslungen
- Übertrieben häufige Ballverluste
- Physik bei hohen Bällen nicht korrekt


Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.10.2015 12:30 von alexking.

26.09.2015 14:45
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